mlpd: recht auf faulheit oder kalkül?

Posted on Oktober 19, 2009 von

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im vorangegangenen bundestagswahlkampf war es wieder so weit: die mlpd hat stadt und land mit ihren plakaten überschwemmt und das verhältnis zwischen plakatanzahl und anzahl der wähler entsprach gefühlt im wesentlichen der relation zwischen kondomplakaten der bzga und aids-kranken – also mindestens 50:1.

was dabei auffiel, war insbesondere die erneuerung der forderung nach einem “verbot aller faschistischer organisationen”, die natürlich auch aus sicht des autorinnenkollektivs dr. hilde benjamin unterstützenswert ist – wenn wir auch die befürchtung hegen, dass bei konsequenter umsetzung derselben außer uns nicht sehr viele organisationen übrig bleiben dürften.

uns fiel allerdings auch auf, dass diesmal der beisatz, der auf früheren plakaten dieser partei stets vorhanden war, “… und ihrer propaganda”, fehlte. was soll das jetzt bedeuten? hat der grafiker es auf grund der 30-stunden-woche bei vollem lohnausgleich nicht mehr geschafft, diese in der praxis nicht unwichtige erweiterung beizufügen, oder will sich die mlpd nun plötzlich damit begnügen, nur die faschistischen organisationen zu verbieten, ihnen aber die möglichkeit belassen, frisch, fromm, fröhlich, frei zumindest ihre propaganda weiter unter die massen zu bringen?

faschismus ist keine meinung, sondern ein verbrechen. und ein staat, der faschistische propaganda zulässt, unterstützt diese. wenn nun auch die mlpd knieweich wird und die verbreitung faschistischer propaganda nicht mehr ahnden möchte, müsste sie konsequenterweise künftig auch ihr eigenes verbot fordern!

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