Das Gesundheitsschwein

Geschrieben am November 4, 2009 von

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Drastische Worte haben die kapitalistischen Medien für das Wüten der Schweinegrippe vor allem in der Westukraine gefunden. Hoffentlich lernen die Menschen etwas! Denn an der Manifestation von Krankheit kann jeder am besten erkennen, wie verderblich das westliche System ist. Auf daß sich die werktätigen Massen endlich den TheaterpädagogInnen, PolitologInnen, SozialtherapeutInnen und GeschlächterforscherInnen im stolzen Kampf für die Befreiung von der unterdrückenden Elite anschließen! Jeder Sozialist weiß doch: Der Tod ist ein Skandal! Es ist eine große Errungenschaft, daß im Sozialismus prozentual weniger Menschen an Krankheiten sterben als in kapitalistischen Ländern. Sie sterben dafür vermehrt an Erziehungsmaßnahmen. Der Tod an einer Krankheit ist für nichts, der Tod in einer Säuberungsaktion oder in der Niederschlagung eines konterrevolutionären Aufstandes hingegen dient dem neuen Menschen. Aber das wollten die feinen Herren in Kiew ja nicht. So ist es auch kein Wunder, daß die Westukraine, noch heute durchsetzt von Faschisten, die den im Interesse des Gemeinwohls begangenen Wahlbetrug von Janukowitsch nicht hinnehmen wollten, am meisten leidet.

Aber auch die BRD ist bedroht, besonders dadurch, da im Gesundheitsministerium jetzt ein äußerst rückwärtsgewandter, neoliberaler, patriarchalischer, kinderessender, arbeitermordender, militaristischer, …(argh, der VEB Substantivproduktion hat sein Plansoll nicht erfüllt) Hmhmhm.
Wir erinnern uns, wie fortschrittlich es vor der von der gehässigen Kapitalistenelite gefälschen Bundestagswahl war: Die engagierte Genossin Ulla Schmidt, die eine so glühende Kämpferin für den Einheitsstaat auf deutschem Boden war, daß sie in den späten 70ern sogar ihre Loyalität für das Grundgesetz nicht erklären wollte, obwohl dies viele andere ebenfalls linientreue Parteimitglieder für durchaus akzeptabel hielten. Sie durchlitt danach die volle Repression des neofaschistischen Staates, der ihr ihr Menschenrecht auf eine Beamtenstelle als Erzieherin der Volxjugend nicht gewähren wollte. Ihr Verdienst ist es, einen Gesundheitsfonds geschaffen zu haben, der immer pleite ist und so eindrucksvoll die Nachteile des kapitalistischen Systems für den alle Lebensbereiche sozial regelnden Staat verdeutlicht.
Nun aber haben wir diese Schande für das Gemeinwohl als Minister. Und was will er durchsetzen? Er will die Einheitsleistungen streichen und so eine Ungleichbehandlung ermöglichen! Wo kommen wir denn hin, wenn die PatientInnen denken, sie müßten abhängig von ihrer Krankheit behandelt werden? Oder wenn die PatientINen Sonderwünsche stellen, die nicht vom Gesundheitsausschuß gebilligt worden sind? Zum Glück spricht sich Genosse Horst Seehofer von der Collektivistisch-Sozialistischen Union klar für die Einheitsversorgung aus: “Wir werden keine Zwei-Klassen-Medizin bekommen.” Auch Genossin Merkel von Seehofers Bruderpartei, der Communistisch-volxDemokratischen Union hat dazugelernt. Wollte sie vor vier Jahren noch eine Kopfpauschale, spricht sie sich heute dagegen aus. Damit benutzt sie eine dialektische Taktik, die selbst Lenin nicht besser gemacht hätte, denn in dem Anliegen von Minister Rösler (eigentlich ist er es nicht mal Wert, seinen Namen zu nennen) geht es gar nicht um das, was bei Genossin Merkel niemand wollte.
Warum hat Genossin Merkel nun dazugelernt? Die Antwort gibt eine Weisheit von Genosse Honecker: Wenn der Nachbar renoviert, muß man selber neu tapezieren. Der Nachbar in unserem Fall wird auf Englisch G.O.D. genannt und heißt bei uns G.O.T.T.: Genosse Obama, der Tribun der Tatenlosen.

Sein weiser Plan ist es, die gierige Versicherungsindustrie auszubooten, indem der Staat eine billige Krankenversicherung anbietet. Das ist zwar noch nicht so fortschrittlich wie bei uns, wo es hauptsächlich umverteilende Krankenkassen und nicht -versicherungen gibt, aber der Weg vom schlimmsten Feind zur VorreiterIn ist in den USA eben weit und führt in G.O.T.T.es Augen über Stamokap.
Da wirkt es wie Hohn, wenn Minister Rösler (der Name verursacht schon MagenkrämpfInnen) mehr Entscheidungsfreiheit fordert. Wie kann ein Arzt, der Sanitätsoffizier der imperialistischen Bundeswehr und überdies sexuell krank ist, für die Volksgesundheit sorge tragen? Es ist doch bekannt, daß er seine Firmpatin geheiratet hat. Wie soll einer, der sich freiwillig in die reaktionäre Gewalt der blutrünstigen katholischen Kirche begibt, ein Vorbild für Gesundung die Arbeiterjugend sein? Bestimmt haßt er seine Frau, weil sie ihn in diese unterdrückerische Institution gebracht hat. “Wird der Haß verdrängt, so entwickeln sich aus ihn die gegenteiligen Regungen der treuen Anhänglichkeit”, so der Pionier der marxistischen Sexualpsychologie. Und weiter: “Er ist sicher nicht der Typus des Vorkämpfers für die Freiheit.” Seine Amtsvorgängerin und ihr Vorvorgänger waren bessere sozialistische Vorbilder. Deswegen haben sie sich scheiden lassen, vermutlich sogar unter Hinterlassung emotionaler Verletzungen. Das ist eine heroische Tat, denn man muß die Menschen, die ihr Vertrauen in einen setzen, schleunigst zeigen, daß nur die sozialistische Gesellschaft, repräsentiert durch Staat und Partei, vertrauenswürdig ist. Jede/jeder linientreue SozialistIn ist eine ErzieherIn!
Aber wir können zuversichtlich sein, daß der Spuk mit diesem reaktionären Minister bald endet: Seine Vorvorgängerin Andrea Fischer, deren klassenbewußtsein ebenfalls so schwach war, daß sie sich in die von päpstlicher Despotie geleitete Amtskirche begeben hat, ist nach drei Jahren Amtszeit zurückgetreten.
Danach muß eine Umerziehung gemacht werden. Nötig ist sie schon jetzt.

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