gemeinsam für ausländerfeindlichkeit und rassismus

Posted on November 30, 2009 von

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wie bitte? steht da wirklich “für”? ist das nicht ein linkes blog und dann so was? und wer bist du überhaupt?

um mich kurz vorzustellen: ich bin nationalbolschewist und dass ich nunmehr mit von der partie im autorinnenkollektiv dr. hilde benjamin bin, hat schon so seine richtigkeit und das liegt nicht nur daran, dass – wie der ehrenwerte genosse politbuerokrat schon angedeutet hat – die mitglieder des kollektivs mehrfach ausgebeutete und ihrer wahren bedürfnisse entfremdete proletarier sind, die durch kapitalistisch-faschistische unterdrückungs- und zwangsapparate (arbeit und familie) daran gehindert werden, täglich hier der wahrheit ausdruck zu verleihen und andere proletarier auf den weg der emanzipation und befreiung zu führen.

warum auch nationalbolschewistische bestrebungen hier zu wort kommen sollen, ist einfach erklärt: war früher diese bewegung revisionistisch und ein fremdkörper beim aufbau des sozialismus, so ist sie heute die perfekte synthese aus sozialistischen, emanzipatorischen, religionskritischen, humanistischen, antiimperialistischen, antizionistischen, nationalhedonistischen und zugleich aber auch antipatriarchalischen bestrebungen: kurz gesagt, aus allem, was spaß macht.  

und wer das nicht nachvollziehen kann, möge sich nur ein paar fragen stellen:

- was war schon 1939 eher im interesse der polnischen arbeiterklasse und des fortschritts der menschheit: die ergebnisse des molotow-ribbentrop-paktes oder die damals herrschende und 1989 durch die kapitalistische restauration wiederauflebende unterdrückung durch die reaktionär-faschistische einheitsfront aus klerus, kapital und bürgerlicher reaktion?  

- besteht wirklich ein widerspruch zwischen der völkisch-nationalistischen geschichtsauffassung und dem weltbild heutiger kommunisten, selbst antideutscher? fußen sie nicht beide auf den erkenntnissen des wissenschaftlichen weltbildes, dessen grundlagen charles darwin uns geschenkt hat? hat nicht adolf hitler kurz vor seinem tode festgestellt, das deutsche volk habe sich im kampf ums dasein als das schwächere erwiesen und hätte es daher nicht durch das erbarmungslose gesetz der geschichte seinen untergang verdient? ist es nicht das, was auch fortschrittliche genossinnen meinen, wenn sie “deutschland verrecke” deklamieren? können wir nicht sie und all jene, die sich – obwohl sonst stramme hitleristen – dieser logik verschließen, in ein gemeinsames boot holen, indem wir deutlich machen, dass die schaffung einer sozialistischen nation, wie sie bereits in der ddr wirklichkeit wurde, genau das ist, was die gefühlten widersprüche aufhebt? und die schaffung einer sozialistischen nation in jedem land der erde – was am ende im ergebnis ja auch die weltrevolution herbeiführt?

- kann ein genosse, der sich in vorbildlicher weise um das sozialistische staatswesen verdient gemacht hat, wirklich so leicht irren, wenn er sich eine plattform sucht, auf der er die kapitalistische restauration bekämpft, nur weil der entfremdungsprozess im sterbenden spätkapitalismus nun schon über 20 jahre hinweg verschärft wurde?

- war nicht otto strasser ein verlässlicher bündnisgenosse im kampf gegen aufklärungsresistente elemente jedweder art? hätte er nicht jedweden kirchlichen einfluss nach art des großen genossen enver hoxha auch in deutschland weiter zurückgedrängt, wenn er statt des faschistischen adenauer-regimes das schicksal des reiches bestimmt hätte? war er nicht einer der ersten entschlossenen gegner des § 218? hat nicht der völkische sozialismus ansätze emanzipatorischer und sexualrevolutionärer art verfolgt, die zumindest etwas von den wissenschaftlichen erkenntnissen wilhelm reichs aufgriffen und auf denen die genossinnen 1968ff. aufbauen konnten?

- war nicht schon karl marx mitglied der deutschen burschenschaft? haben nicht er und friedrich engels in ihren brieflichen korrespondenzen ausgiebig die tradition des antizionistischen und die reaktionäre bewusstseinslage mancher maximalpigmentierter völker karikierenden herrenwitzes gepflegt? sind nicht genossinnen wie horst mahler oder reinhold oberlercher bis heute ihrer revolutionären tradition der hinterfragung und kritik der machtverhältnisse in der spätkapitalistischen ausbeuterordnung treu geblieben?

- sind nicht gerade npd und freie kameradschaften vorreiterinnen bei der durchsetzung genderneutraler lebensformen und der kritik traditioneller geschlechterklischees? immerhin verkörpern ja gerade frauen in nationalistischen zusammenhängen das ideal der von den ihnen durch die bürgerliche gesellschaft anerzogenen hemmungen befreiten frau? die alkohol trinkt, sich prügelt, traditionelle männersportarten betreibt, das vom faschistischen kapitalismus gepflegte vorurteil des schamgefühls abgeschüttelt hat und der befreiten sexualität huldigt? und dabei auch optisch die geschlechterdiskriminierung überwunden hat, indem sie auf den ersten blick von den männern nicht mehr wirklich unterschieden werden kann? nur selbstentknechtung durch mut zur hässlichkeit bringt uns vorwärts!

- haben nicht alle humanisten mit gegenaufklärung jedweder art (christlich, islamisch, was auch immer), george w. bush, dem papst, dem yankee-imperialismus, der antiemanzipatorischen denkart und dem falschen bewusstsein die gleichen feinde?

wie das autorinnenkollektiv dr. hilde benjamin richtig festgestellt hatte, ist in den einwanderern aus ländern, die der islamischen spielart des unwissenschaftlichen aberglaubens anheim gefallen sind, mitnichten ein begeisterungsfähiges potenzial für die sozialistische transformation der kapitalistischen produktionsverhältnisse und für eine befreite, emanzipatorische gesellschaft zu erblicken, sondern es hat sich hier – wie aktuelle untersuchungen zeigen – ein ideologisch verhärtetes, patriarchalisches, zutiefst reaktionäres und gegenaufklärerisches potenzial gebildet, das sich – wie auch in der türkei üblich – gegen die aufbegehrenden, revolutionären massen instrumentalisieren ließe.

sagt nicht dieser auszug aus einem artikel der “rheinischen post” alles aus über die verhaftung dieser elemente in archaischem bewusstsein, wahnhaften mittelalterlichen vorstellungen und autoritären persönlichkeitsstrukturen?

“Ein Zusammenleben von Mann und Frau vor der Ehe lehnen acht Prozent der Deutschen ab, aber 47 Prozent der Türken in Deutschland und 67 Prozent der Türken in der Türkei. Beim vorehelichen Sex der Frau sind es den Angaben zufolge sieben Prozent der Deutschen, 56 Prozent der Türken in Deutschland und 84 Prozent der Türken in der Türkei. Vor wichtigen Entscheidungen fragen 66 Prozent der Deutschen die Familie um Rat, aber 84 Prozent der Türken in Deutschland und 88 Prozent der Türken in der Türkei.”

eine linke, die vor diesem hintergrund immer noch meint, aus angst vor der parteipolitischen konkurrenz in form nationalistischer gruppierungen “gegen fremdenfeindlichkeit” auftreten zu müssen, offenbart in diesem sinne, dass sie auf einer bewusstseinsstufe stehen geblieben ist, die den geänderten anforderungen des revolutionären kampfes nicht gerecht wird.

es lebe die partei!

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