
Wir verstärken den Fonds zur Verteidigung des Volkes mit des Volkes sowjetischen ArbeiterInnenrubeln.
“sünder”? Ist das autorInnenkollektiv von religion befallen? Nein, ganz im gegenteil, wir sind atheistisch wie immer; gerade zum ausklang des darwin-jahres werden wir es beweisen. Aber wir leugnen nicht die sünde sondern vertreten einen fortschrittlichen begriff davon, der von allem religiösen aberglauben bereinigt ist. Religion definiert sünde als bruch eines tabus gegenüber einen gott, der ja nicht existiert. Der moderne wissenschaftlich-kritische begriff von sünde definiert sie als zuwiderhandlung gegen das gemeinwohl. Da gibt es keine tabus. Vor allem nicht das eigentumstabu, das von repressiven eliten erfunden worden ist, um die ökonomische basis ihrer macht zu bewahren.
Daran muss auch heute noch angesichts der lügenpropaganda der neoliberalen zur frage erinnert werden, ob der staat listen mit steuersündern kaufen solle oder ob er sich dadurch der hehlerei schuldig mache.
Es kann gar keine hehlerei sein, die CD mit den daten der steuersünder zu kaufen. Die scheibe wurde ja vom verkäufer selbst gekauft, nur die daten hat er nicht selbst erzeugt. Das urheberrecht an den daten steht aber dem staat ohnehin zu. Mit der eintragung der namen ins einwohnermelderegister überträgt man nämlich das urheberrecht an seinem namen auf den staat. Die adresse gehört sowieso schon dem staat, weil der staat ja die straßen- und städtenamen vergeben hat. Die zahlen, aus denen die kontonummern bestehen, gehören auch dem staat, weswegen ja er alleine sie duch seine schulenlehren darf.
Der staat muss sie also kaufen; eine tabulosen kosequentialistischen wissenschaftlichen ethik zufolge muss er sie heute sogar erst recht kaufe, da der gewinn für die gesellschaft erwiesenermassen zukünftig noch höher sein wird (wie hoch weiss man nur nicht). Auf den punkt bringt es ein internetkommentar:
“Sie schreiben sich doch Freiheit und Eigentum auf Ihre Fahnen, und vergessen mitunter was die Voraussetzung dafür sind: gesellschaftliche Akzeptanz. Das was Ihnen gehört, haben Sie eben auch mit Hilfe anderer erworben, letztendlich der Gesellschaft, die unabhängig davon auch nur ein gewisses Ausmaß an Ungleichheit verträgt.[...]
Ich freue mich schon jetzt über jeden entdeckten “Steuersünder” – der demnächst nicht nur einen materiellen Schaden erleiden wird.”
Und das verdienen sie, diese betrüger! Denn ihren reichtum konnten sie nur erwerben, weil gesellschaftlich geächtet ist, ihn mit aller brutalität den arbeitenden menschen wegzunehmen. Wer das ausnutzt, der verdient, dass ihm sein reichtum mit aller brutalität weggenommen wird, zumal er sich durch seine geschäftstätigkeit der erzeugung sozialer ungleichheit schuldig macht.
Enttäuschend ist in dem kontext die schweiz, die zu loben wir doch kürzlich anlass hatten. Sie macht sich zum komplizen der kapitalistischen steuersünder, und das, obwohl sie ein neutrales land ist. Der kapitalismus führt nämlich dazu, dass die eliten kriege vom zaun brechen, um ihre kunden zu töten und so maximalen profit zu haben. Wie genosse steinbrück vor einem jahr schon richtig festgestellt hat, ist derlei aggressives verhalten grund, die kavallerie von der kette zu lassen oder zumindest die schweizer auszupeitschen.
Wir sprechen deswegen gemeinsam, um den finanzminister zu preisen:
Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir, du ohnmächtiger Mensch, in dem Einheitsstaate alle Sicherheit und Vorsorge jetzt nur bei Ehrlichkeit! Amaïh!











netzwerkrecherche
Februar 5, 2010
Steuerfrevel, begangen vom Steuerteufel und gepredigt vom Steuerketzer… Wie stellte unsere FührerIn Karla Marx bereits auf dem XXXII. Parteitag der Kongolesischen Kommunistischen Partei fest: “Religion ist Haschisch für die MenschInnen! Haschisch für alle!”
politbuerokrat
Februar 5, 2010
Wenn die verehrung des aufgeklärten staates gemeint ist und nicht eines gottes, den es ja nicht gibt! Deswegen sagte ja auch genosse ströbele: “Gebt das hanf frei!” Damit hatte er übrigens auch bekräftigen wollen, dass hanf nicht nur für männliche steuerzahlerInnen ist, sondern auch für frauen und transgender.
netzwerkrecherche
Februar 8, 2010
„Der Staat ist Gott“ sagte unser Proletenführer Ferdinand Lassalle, wie ich soeben beim Studium des wissenschaftlichen Werkes „Der Etatismus der Sozialdemokratie. Zur Vorgeschichte des Nazifaschismus“ erfahre. Dazu passen Michael Bakunins anarchische Worte: „Wenn Gott existiert, ist der Mensch ein Sklave.“
Die daraus folgenden Konsequenzen werden wir heute bei der MXXXXVI. Satzungs-Sitzung der Rudimentärkommunistischen Plattform besprechen.
politbuerokrat
Februar 8, 2010
Dass Lassalle (gest. 1864) die vorgeschichte bis zum nazifaschismus (ab den 1920er jahren) vorsehen konnte, wusste ich noch gar nicht. Aber es beweist wieder einmal, wie zukunftsweisend sozialistische theorie ist.
harrytisch2009
Februar 8, 2010
so wie ludwig van beethoven die große sozialistische oktoberrevolution und den aufstieg der sowjetmacht vorausahnte, sah selbstverständlich auch der genosse engels auf der anderen seite den nazifaschismus drohend am horizont dräuen.
die hinterfragung der herrschenden verhältnisse durch die ersten klassiker marx und engels waren ja von der einsicht getragen, dass religiöser aberglaube, feudalismus und sexuelle unterdrückung eine durchgehende linie von augustinus über luther und kaiser wilhelm bis hitler zeichnen würden – auch wenn sie den namen des letzteren noch nicht nennen konnten.
netzwerkrecherche
Februar 8, 2010
Das Wissen um die stringente Entwicklung von der Urgesellschaft über den Faschismus zum Kommunismus war Grundvoraussetzung zur Einschreibung an der Alma Mater Pjöngjangs für die Vertiefungsrichtung “Perpektiven des globalen Kommunismus im kommenden Zeitalter der nordkoreanischen Befreiungsidee” im Fach Neoleninismus. Ferdl war ein Prophet seiner Zeit, er sagte sogar die Erderwärmung voraus. Schade, daß er bei einer Schießerei frühzeitig ablebte.
Sehr geehrter Harry Tisch, Marx und Engels muß man heute freilich ebenso als Wegbereiter des Hitlerismus erkennen. Schrecklich ist vor allem, daß der große Seher Lassalle von Engels als „krause Juddekopp“, „polnische Schmuhl“, „schmierigen Breslauer Jud“ oder „der läppische Jüd” und von Marx als „jüdische Nigger Lassalle“ disqualifiziert wurde. Die mangelnde Solidarität unter den Arbeiterführern bietet nicht die Gewähr für den Erfolg der Weltrevolution!
nationalbolschewist
Februar 9, 2010
genosse du darfst aber nicht die unabdingbare notwendigkeit des kampfes gegen den weltzionismus als speerspitze des monopolkapitals vergessen und den einsatz gegen reaktionäre kräfte aus klerikalfaschistischen zusammenhängen in afrika und polen. der genosse lasalle hatte das offenkundig unterschätzt und darauf wollten ihn die genossen marx und engels höflich, aber bestimmt hinweisen.
außerdem waren die nationalen deutschen sozialisten immerhin bis zum 22. august 1941 so was wie unsere waffenbrüder und hatten uns zuvor – wie im pakt hitlers und stalins gegen die kapitalistischen imperialisten – geholfen, die werte der aufklärung und der moderne in die mittelalterliche rückständigkeit des damals wie heute noch stark dem aberglauben verfallenen polen zu tragen. und die spießige und verfaulte weimarer republik zu grabe zu tragen!
Burkhard
Februar 8, 2010
sehr wahr, genossin netzwerkrecherche! darum begrüße ich es auch so sehr, dass das autorenkollektiv dr. hilde benjamin immerhin die differenzen zwischen unserem stalinismus und dem cohn-benditschen trotzkismus überwindet.