Zu den olympischen spielen

Geschrieben am Februar 13, 2010 von

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Auch die olympischen winterspiele dürfen einer kritischen betrachtung  ihrer politischen folgen und grundlagen nicht entzogen werden. Grundsätzlich sind die modernen olympischen spiele sehr gut, wenn sie nicht in einem geist des konkurrenzkampfes, sondern im geist der dialektischen vervollkommnung des menschen geführt werden.

Im griechenland der antike war dies nicht so. Dort wurden brutale faustkämpfe ausgetragen, die oft nur der sieger überlebte, manchmal sogar nicht einmal er. Der verlierer wurde verachtet. Dieses verhalten ist unsozial. Ist in einem sozialen staat nicht dem schwächeren durch die steuerzahlungen des stärkeren zu helfen? Sollte nicht lieber der sieger dem verlierer abgeben? Natürlich waren die staaten der antike nicht sozial, sondern duch klassengegensätze gespalten. Die spiele (“brot und spiele”) sollten diese gegensätze bewahren und waren in das machterhaltungssystem der damaligen religion eingebunden. Das ist auch heute nicht anders. 

spektakulärer sturz: betäubt den willen zum politischen umsturz. Also bitte nicht angucken!

Der/die in seinen/ihren niederen instinkten gefangene lumpenproletarierIn sitzt vor der glotze und erfreut sich, wenn ein abfahrsläufer spektakulär zum sturz kommt. Diese voyeuristische schadenfreude ist eine typische kompensationshandlung des unterdrückten menschen. Im zusammenhang mit sexuellen missbrauch durch priester haben wir es angesprochen. In diesem fall kompensiert und überdeckt es seinen/ihren eigenen wunsch, die ihn ausbeutenden machteliten zum spektakulären sturz zu bringen, wirkt also genauso einschläfernd wie religion.

Deswegen müssen in den augen der herrschenden die spiele so brutal sein wie damals in griechenland. Das brutale, den sportler schädigende doping, ist nur ein aspekt davon, der heuchlerisch von den sportfunktionären bekämpft wird. Sie wissen, dass die ursache des dopings der brutale konkurrenzdruck ist. Aber anstatt die hand an diesen teil des unterbaus des kapitalismus zu legen und die revolution voranzubringen, werden allerhand fragwürdige methoden zur dopingbekämpfung genutzt.


Die rote vollemanzipation widerspricht zwangsläufig dem sexistischen schönheitsideal der bourgeoisie

Spektakulärste opfer dieser methoden waren die sportlerinnen der ddr und anderer sozialistischer länder. Ihnen wurde doping in bewußter fehlinterpretation der physischen und psychischen verbesserungen vorgeworfen, die der sozialismus im menschen hervorruft. Schon friedrich engels hat darauf hingewiesen,  “daß in einer gegebnen Gesellschaft der Grad der weiblichen Emanzipation das natürliche Maß der allgemeinen Emanzipation ist.” In den sozialistischen gesellschaften war die emanzipation von den überkommenen herrschaftsmitteln und -methoden weit fortgeschritten. Also waren auch die frauen und männer von der gesellschaftsbedingten unterscheidung nach geschlechtern emanzipiert. Dies wurde von der westlichen siegersportjustiz als doping mit testosteronen verleumdet und mit gefälschten dopingtestergebnissen angeblich bewiesen. Der zweifelnden öffentlichkeit wurde der “untypische körperbau für eine frau” suggeriert. Dabei ist bekannt, daß insbesondere durch schnee die emanzipation von sexistischen formvorstellungen weiblicher körper beschleunigt werden kann.

In wahrheit lag und liegt die reaktionär dominierte  sportwelt nur weit hinter den gesellschaftlichen fortschritten der sozialistischen staaten. Sie konnte den widerspruch, auf den sie durch die präsenz sozialistischer menschen gestoßen ist, nicht im dialektischen sinne deuten und antwortete mit der ihr typischen repressiven form. Daran hat sich bis heute leider nichts geändert. Der einschläfernde charakter des quasireligiösen sportereignisses und miktionale diskriminierung halten bis heute an. Von einem geist der dialektischen vervollkommnung des menschen ist nichts zu sehen! Deswegen der aufruf:

Boykottiert die olympischen winterspiele!

Zeigt eure ablehnung der olympischen winterspiele durch ostentatives schneeräumen!

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