. . . ist deutlich zutage getreten, als der als “bischof” bezeichnete bürger robert zollitsch der ministerin für justiz der brd, der genossin leutheusser-schnarrenberger, ein ultimatum gestellt hat. Wer denkt er eigentlich, was er ist? Ihr sprecher hatte vollkommen recht und war noch viel zu diplomatisch, als er es “ein wenig ungewöhlich” bezeichnet hat, dass einem regierungsmitglied eine frist für eine antwort gesetzt werde. Seit der demokratischen revolution von 1918 nennt man regierungsmitglieder zwar nicht mehr Exzellenz, aber nichtsdestotrotz sind führende repräsentantInnen mit mehr respekt zu behandeln als der religiösenmob, mit dem zollitsch sonst zu tun hat.
In der sache hatte die genossin von der freidemokratischen partei des antifaschistisch-demokratischen blocks nämlich völlig recht: Die kirche arbeitet tatsächlich nicht konstruktiv mit den strafverfolgungsbehörden zusammen. Ihre politische motivation für diese vertuschung haben wir längst durchschaut. Zwar wurde bisher kein kirchenmitarbeiter wegen falschaussagen gegenüber strafverfolgungsbehörden verurteilt, aber die einführung von verhaltensregeln bei verdacht auf kindesmißbrauch in den bistümern wurden verdächtig wenige jahre vor dem bekanntwerden der fälle bei den jesuiten aufgestellt. “Es kann nicht länger angehen, dass die Kirchengremien den Verdacht von sexuellem Missbrauch an Kindern zuerst selbst untersuchen und erst dann der Justiz übergeben.” schreibt richtig die neue westfälische, eine westfälische version des neuen deutschlands. Nur weil die strafgesetze der brd normale menschen nicht zur anzeige derartiger straftaten verpflichten, kann dies nicht allein den offiziellen staatsanwältInnen überlassen werden. Auch in der ddr war man nicht zur anzeige verpflichtet, trotzdem haben sich viele für recht und freiheit durch ihren staat engagiert und sind inoffizielle mitarbeiterInnen geworden. Ihnen gilt –wie genossin andrea jüngst schrieb– unser dank.
Die kirche darf insbesondere nicht das beichtgeheimnis über die freiwilligen staatsbürgerschaftlichen pflichten ihrer priester stellen. Der humanistische verband springt da der genossin leutheusser-schnarrenberger, mitglied der humanistischen union, bei: Das beichtgeheimnis muß beschnitten werden! Bei all den schmerzen, der durch kindesmißbrauch entsteht, ist geheimniskrämerei nicht angebracht. Das gebot sozialistischen humanismus ist nämlich öffentliche kritik und selbstkritik nebst genauer schriftlicher protokollierung bei allen menschen. Natürlich wird man das anfangs als unangenehm empfinden. Aber schon wilhelm reich erinnert uns, “daß eine höhere Form des Lebens nur unter Schmerzen geboren werden kann.” (Kap. III.2)
Wir fordern also die komplette aufhebung des überholten beichtgeheimnisses, des überholten bankgeheimnisses, des beichtkniebankgeheimnisses und aller aktuellen NATO-geheimnisse!











harrytisch2009
Februar 25, 2010
endlich sagt es mal jemand… ein paar spurenelemente des gesunden geistes der ldpd und ndpd seligen angedenkens haben sich ja doch noch in der fdp halten können!
danke auch für den hinweis auf den brillanten beitrag der genossin andrea. wie gut und effizient die sicherheitsbehörden unseres antifaschistischen staates gearbeitet hatten, zeigt sich nicht zuletzt auch daran, dass es in der ddr keinen einzigen missbrauchsskandal in kirchlichen schulen gegeben hat. außerdem: gibt es keine kirchlichen schulen, gibt es auch keinen missbrauch!
Karl Eduard
Februar 25, 2010
Natürlich bedarf es zum Beichtgeheimnis noch einer Beichtgeheimnisgeheimpolizei, die dann verantwortungsvoll und im Rahmen der sozialistischen Gesetze, mit dem Beichtgeheimnis umgehen wird.
netzwerkrecherche
Februar 25, 2010
“…der als “bischof” bezeichnete bürger…”
So wie der “Bürger in Uniform” sollte der “Bürger im Frauengewand” die Gleichheit aller Gesellschaftsschichten manifestieren. Wir haben doch aber bereits konstatiert, daß die Begrifflichkeit eines imaginären “Bürgers” alle unbürgerlichen Kräft_Innen vor die Köpf_Innen stößt.
Der “Bürger” ist Phänomen des Spätkapitalismus, eine durch das soziale Umfeld hervorgerufene Verkrüppelung der freien Mensch_Innen, die nur in der Einbildung besteht:
Es gibt keine Bürger mehr, nur noch Cheeseburger und Käsmänner_Innen!
harrytisch2009
Februar 25, 2010
richtig, genossin! wir müssen aber aufpassen, niemandem ungewollt die reaktionäre parole “lieber burger king als bürger-prinz” nahezubringen.
ostseestadion
Februar 25, 2010
dann fehlt noch ein beichtgeheimnisministerium nebst beichtgeheimnisbeauftragterIn.
selbstverständlich mit gleichstellungs, sowie genderbeauftragten.
und deren sekretärInnen , sprecher und fahrerInnen…
Nostalgie
Februar 26, 2010
Also Genossen, wie ostseestadion feststellt bedarf es dann auch der Kontrollinstanzen und somit werden die revolutionären Kräfte wiederrum gebunden.
Wir sehen also wie perfide die Kirche vorgeht. Um den sicheren Sieg der revolutionären Kräfte zu verhindern ist den Herren in Schwarz jedes Mittel recht.
Ich denke hier hilft nur schonungslose Selbstkritik wie die Genossin Margot es vorgemacht hat.
Das dann allerdings nur noch taube und Blinde und gehbehinderte Ämter ausüben werden, das ist in Anbetracht der Tatsache ,d ass dadurch die Verelendung der Massen voranschreitet eher wünschenswert.
politbuerokrat
Februar 26, 2010
Ja, und es ist ein skandal, dass ausgerechnet gegen die genossin käßperson, die sich vom mystizistischen abhängigkeitssystem, das mit worten wie “gnade” und “vergebung” bemäntelt wird, zugunsten politischen bewußtseins emanzipiert hat, eine verschwörung durchgeführt wurde, die –getreu der konsequenten gerechtigkeit des sozialistischen rechtssystems– zu ihren rücktritt führen mußte. (wir sind besser als heinrich von kleist!)
Burkhard
Februar 26, 2010
also der bürger zollitzsch hat uns doch einen großen gefallen getan! sein auftreten ist ja vorauseilende kapitulation der klerikalen restfaschisten gegenüber unserer unaufhaltsam siegreich fortschreitenden weltrevolution. er gibt uns doch genau zum richtigen zeitpunkt einen anlass, ihn zurück zu treten! jetzt kann unsere treue, an vorderster heimatfront bewährte genossin margot direkt sein amt übernehmen! wir brauchen sie nirgendwo zu parken! bielefeld bleibt für andere personelle umschichtungen frei. sie hat das richtige anforderungsprofil, um die römisch-katholische kirche zu einer sozialistischen institution umzubauen und auch eine sozialistische spiritualität auszuformen. wie diese auszusehen hat, hat sie ja gerade in ansätzen gezeigt.
zum anforderungsprofil: anthropophagie und staubsaugererotik wird sie zweifellos noch für sich entdecken!
harrytisch2009
Februar 26, 2010
es wäre ihr zu wünschen. jedenfalls ist es auch ein anlass zur freude, dass es der genossin schnarrenleutner-irgendwas-keineahnungundauchegal gelungen ist, die machtverhältnisse klarzustellen. hätte das faschistische westdeutschland seine bürger nicht jahrzehntelang daran gehindert, in die ddr zu reisen, um dort zu lernen, wie man einen menschengerechten sozialismus aufbaut, hätte die genossin vielleicht sogar noch in der ldpd karriere machen können.
jedenfalls geht sie gestärkt aus der debatte hervor und kann nun weiter gemeinsam mit unseren verdienten genossinnen aus der “humanistischen union” gegen den unerbittlichen tugendterror und die blind machende selbstgerechtigkeit der spießbürger auftreten, die entkriminalisierung des von bürgerlich-faschistischen vorurteilen geprägten sexualstrafrechts vorantreiben und die imperialistische politik der yankees und zionisten geißeln.
Nostalgie
Februar 26, 2010
Die Idee die Genossin Margot auf den Posten des Bürgers Zollitsch zu hieven ist schon von bestechender Brillinaz.
Lieder sind die revolutionären 5, Kolonnen Truppen im Inneren des klerikalfaschistischen Molochs noch nicht soooo besonders erfolgreich.
Allerdings habe ich aus gutinformierter Quelle, dass der Bürger Zollitsch sich von Rom weiter lösen will, indem er am letzten Sonntag dazu aufrief die Kirche von Freiburg aufzubauen.
Ich denk im Sinne des sicheren Sieges der revolutionären Kräfte solle man Zollitsch dort lassen wo er .
Die verdiente Genossin Margot könnte vielleicht seine Stellvertreterin werden.
Im übrigen sieht man an ihrem bedauernswerten Fall wie vorausschauend die Väter der Münchner Räterrepublik waren, als sie forderten “Arbeiter meidet den Schnaps”
Man sieht auch hier der Problematik das Madam Käsperson ja weder Arbeiter noch Münchner noch männlich ist.
ostseestadion
Februar 27, 2010
Oh,oh. Aus Genderproblematischer Sicht berichtigt mal unsere Genossin Gender,Jugend, Soziales und Gleichstellungs und Transgenderbeauftragt_In.
Väter der Münchner Räterepublik – Erzeihungsberechtigte_Innen der Münchner Rät_Innenrepublik
Madam Käsperson – Madam Käsperson_In
Arbeiter noch Münchner – Werktätige_In noch Münchner_In
Molochs – Moloch_In.
Bitte, gern.