Klassenkampf in den USA ist Eliten-Sache!

Posted on Mai 5, 2010 von

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Wie unsere LeserInnen längst wissen, stellen die USA neben Israel die größte Gefahr für Frieden, Verteilungsgerechtigkeit und das Klima auf unserem Planeten dar. Eine unheilige Allianz aus Kapitalisten, Zionisten, Militärs, Farmern, frustrierten Kleinbürgern, die sich an Religion, Waffen und Nascar-Rennen festhalten sowie Twilight-Autoren und Countrymusikern überzieht die Erde mit Krieg und Ausbeutung.

Lediglich unter KünstlerInnen und Intellektuellen finden sich Persönlichkeiten, die das erkennen, was ansonsten nur aufgeklärte europäische Medien und fortschrittliche Persönlichkeiten und Staatsmänner wie der Irre aus Teheran ehrenwerte Genosse Adolfhmadinedschad auszusprechen wagen.

Was die GenossInnen in den Gewerkschaften für das fortschrittliche und aufgeklärte Europa zu Recht ablehnen, nämlich einen “Klassenkampf von oben”, ist in einem rückständigen und von Bigotterie durchzogenen Land wie den USA das Gebot der Stunde. Hollywood besteht beispielsweise zu einem Großteil aus sehr gefestigten ProtagonistInnenen der Weltrevolution, die ein wesentlich höheres proletarisches Klassenbewusstsein aufweisen als alle realen Proletarier in den USA zusammen und deren gefühlten Klassenstandpunkt besser kennen als Mr. Sixpack selbst.

Blond, blauäugig und auf jenem Bildungs- und Bewusstseinsstand, den zu erreichen Ziel sozialistischer Bildungs- und Persönlichkeitsarbeit sein muss: die Genossin Cameron Diaz

Die Bewusstseinsarbeit der GenossInnen aus Hollywood, der intellektuellen Eliten und der progressiven Medien hatte auch erst dazu geführt, dass der Genosse Obama ins Amt gewählt werden konnte, nachdem es die Hillbillies und Burger-King-Müllfresser aus Mittelklasse und Unterschicht waren, die den Affen Bush gleich zwei Mal zum Präsidenten machten (oder zumindest einmal, denn beim ersten Mal war es ja wie wir wissen plumpe Wahlfälschung).

Nach Jahrzehnten vom System betriebener antikommunistischer Stimmungsmache ist es das Juste Milieu der SchauspielerInnen und Kulturschaffenden, das die Menschenverachtung des Kapitalismus sowie des Imperialismus als dessen höchster Stufe beim Namen nennt. Wobei der Erfolg der Genannten nicht wegen, sondern trotz des faschistischen Kapitalismus in den USA eingetreten ist, weil sie mit ihrem Kulturschaffen die Sehnsucht der Massen nach einer fortschrittlichen, sozialistischen Gesellschaftsordnung und der Wiederherstellung des Urkommunismus anzusprechen wissen.

Nachdem Taylor & Taylor, das Gespann der Reaktion, zerbrochen war, treten nun endlich Cameron & Cameron auf den Plan, um die Welt aufzuklären über die wahren Bedürfnisse der Menschheit und über die zwingend zeitnah in Angriff zu nehmende Agenda zur Rettung des Planeten.

Regisseur James Cameron beispielsweise ist sich darüber im Klaren geworden, dass die Entstehung einer Mittelklasse einen Fluch für die USA darstellt und eine solche deshalb dort, wo es noch keine gibt, unbedingt verhindert werden muss. In der Tat ist eine solche Bevölkerungsgruppe verzichtbar, da sie sich wesentlich stärker noch durch falsches Bewusstsein, konterrevolutionäre Selbstabgrenzung, ausgrenzerische calvinistische Arbeitsethik, reaktionäre Moralvorstellungen, unökologische Lebensweise, Affinität zu Waffen und Religion sowie Ablehnung sexueller Befreiung und fehlendes proletarisches Klassenbewusstsein und fehlende ökologische Sensibilität auszeichnet als zB die Unterschicht, die gar nicht erst über Werte nachdenkt, sondern ihr Hartz IV einstreicht und sich mit dem Oetti vor den Flachbildfernseher setzt und damit für die fortschrittliche Bewusstseinsformung gewinnbar ist.

“Jedem nach seinen Bedürfnissen” setzt eben voraus, dass diese erst durch die Partei und die intellektuelle Vorhut der Arbeiterklasse für Letztere definiert werden und die Letzterer zur Verfügung stehenden Güter, Dienstleistungen und Lebensformen erst mal durch deren politische Führung ausprobiert werden müssen.

Vor allem aber ist es ein unerträglicher Gedanke, dass wirtschaftliche Freiheit beispielsweise in den Entwicklungsländern dazu führt, dass die soziale Ungleichheit verstärkt wird und sich auch dort eine Schicht herausbilden könnte, die mit Six-Packs am Freitagabend im eigenen Garten grillen möchte, sich an Waffen und Religion klammert, Patriotismus und Monogamie verherrlicht und vor allem dem Planeten schadet, indem sie Kinder in die Welt setzt.

Weitsichtige Persönlichkeiten wie die Genossin Cameron Diaz wissen: “Die Welt braucht keine zusätzlichen Kinder!” - das ist nicht nur zum Wohle unseres Planeten wichtig zu wissen, sondern gleichzeitig auch die beste und wirksamste Methode, um Kindesmissbrauch vorzubeugen. Die nationalen SozialistInnen bei uns haben ja erkannt, dass es keine AusländerInnenfeindlichkeit mehr geben könne, wenn es keine AusländerInnen mehr gibt. Ebenso logisch ist es, dass es keinen Kindesmissbrauch mehr geben kann, wenn es keine Kinder mehr gibt. Sollte der Genosse Obama 2012 nicht mehr wiedergewählt werden, könnte die Genossin Diaz ja vielleicht 2016 den Genossen Brian Holland als Vizepräsidentschaftskandidatin unterstützen.

Vorausschauende Bevölkerungspolitik: Ein traditionelles Ziel aller SozialistInnen wie hier des Ku-Ku-Klan und der Genossin Margaret Sanger

Dann kann die Dezimierung der Weltbevölkerung auch wieder mit fortschrittlichen Mitteln von Statten gehen und der Genosse Lupo Cattivo muss nicht mehr länger über einen “Genozid durch Übersäuerung” spekulieren. Immerhin wissen wir Dank seiner Aufklärungsarbeit jetzt auch, warum das herrschende Monopolkapital die anthropophage Lebensweise diskriminiert: Immerhin genoss beispielsweise Dr. Hannibal stets gerne Leber mit Faberbohnen und einem gepflegten Glas Chianti. (ffffffffff)

Erfreulicherweise ist in den USA nicht nur in Hollywood, sondern auch an den Universitäten fortschrittliches Gedankengut weit verbreitet. So macht sich nach mehreren anderen Universitäten auch die kalifornische Brandeis-Universität um die Judenemanzipation verdient, indem sie konsequent zionistischen Agitatoren die Tür weist. Die in Europa vielerorts beliebte Parole “Juden sind hier unerwünscht” wird nun auch auf dem Campus von Brandeis 1:1 umgesetzt und die Ausladung des Israelischen Botschafters als ursprünglich vorgesehener Hauptredner aus Anlass der Abschlussprüfungen von fortschrittlichen GenossInnen betrieben. Wo kämen wir denn auch hin, wenn an einer Universität, die ihrem Wesen nach dazu dienen soll, proletarisches Bewusstsein unter den Eliten zu bilden und zu festigen, plötzlich zionistische Hetze betrieben werden dürfte?

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