Wie viele politikerInnen des demokratischen, antifaschistischen und sexualrevolutionären blocks sind auch wir vom autorInnenkollektiv dr. hilde benjamin grosse befürworter des christopher street days. Jedes jahr setzten schwule und lesben gemeinsam mit persönlichkeiten des politischen und gesellschaftlichen lebens in kreativen aktionen ein zeichen gegen politische und gesellschaftliche diskriminierung von homosexuellen und transgender. Es ist zwar schon viel erreicht, wenn für demonstrationen einer diskriminierten und ausgegrenzten minderheit grosszügig strassen abgesperrt und hochrangige persönlichkeiten applaudierend teilnehmen, aber man soll auch nicht vergessen, dass es diskriminierte minderheiten gibt, für die das nicht gemacht wird, ja deren existenz sogar verleugnet wird. Wir reden hier von der dendrosexualität, auch xylosexualität genannt.
Es ist ein reaktionäres element gerade der westlichen gesellschaften, dass eine sexualisierung von beziehung zu beliebigen dingen oder lebewesen noch nicht voll akzeptiert ist. Es ist bekannt und wird toleriert, dass Menschen des anderen oder desselben geschlechtes, menschen mit selbstgewähltem geschlecht, tiere und auch gegenstände (objektophilie) sexuell geliebt werden können. Dass diese möglichkeit auch bei bäumen existiert, wird aber komplett ausgeblendet.

Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938): Akt im Wald. Ein beispiel für arboristischen sexappeal in der bildenden kunst.
Dendrosexuell veranlagte menschen oder menschen, die so eine identität trotz der entgegenstehenden gesellschaftlichen norm gewählt haben, werden auf diese weise zu gesellschaftlich problmatischen ersatzbefriedigungen genötigt, wie seit wilhelm reich, dem pionier marxistischer sexualpsychologie, jeder wissen sollte. Im harmlosen fall sind es waldspaziergänge, im schlimmsten fall ist es das waidwerk. Gerade in bürgerlichen kreisen führt die besonders harte unterdrückung xylosexueller veranlagung zu dieser besonders schlimmen sexualneurose. Passend zum herrschenden milljø muss die abreaktion in brutaler ballerei mit waffen, blutrünstigem “aufbrechen” der in protzendem triumph aufgereihten “strecke” und im autoritären umgang mit jagdhunden abreagiert werden. Wie schlimm das ganze ist, erkennt man daran, dass der normale proletarische agitator gar nicht weiss, was diese worte bedeuten. Der jäger ist in seiner perversen verachtung des tierrechtes auf selbstenfaltung genauso stolz auf seinen gehorsamen jagdhund, wie hitler einst auf blondie war. Das wahre Ich des jägers enthüllt sich aber in dem stundenlangen ansitzen im romantischen mondenschein des waldes, wenn er alleine mit seinen geliebten bäumen ist. Dann kann er sich gehenlassen und sich sexuell selbstverwirklichen. Ähnlich ist auch das anliegen sexuell unbefriedigter jünglinge zu verstehen, einer hübschen frau den wolpertinger zu zeigen, der angeblich nur nachts im wald in trauter zweisamkeit beobachtet werden könne.
Ein weiterer ausdruck xylosexuellen empfindens hat in der kultur eine tiefe spur hinterlassen. Goethe selber hat die homo- und dendrosexuelle bisexualität in folgendem gedicht verewigt:
Wenn in Wäldern Baum an Bäumen,
Bruder sich mit Bruder nähret,
Sei das Wandern, sei das Träumen
Unverwehrt und ungestöret;
Doch, wo einzelne Gesellen
Zierlich miteinander streben,
Sich zum schönen Ganzen stellen,
Das ist Freude, das ist Leben.
Die gegner der sexuellen befreiung xylosexueller haben seit Goethe aber mehr gewalttätigkeit an den tag gelegt. Ursache ist die wiederkehr bürgerlichen religiösen wahns, nachdem die gleichfalls bürgerliche aufklärung gescheitert ist, eine wissenschaftlich sozialistische gesellschaft ohne religion und andere lügen der mächtigen aufzubauen. In der bibel heisst es nämlich: “Verflucht sei, der am holze hängt.” (5. Mose 21,23) Dieser tüpisch jydisch-christliche hassparole wurde sogar schon in die tat umgesetzt: Alexandra, die urheberin des xylosexuellen protestliedes “mein freund der baum”, starb im jahr 1969 nach der veröffentlichung des liedes an einem mysteriösen unfall.
Die mord ist aber nur ein beispiel von diskriminierung xylosexueller. Beleidigungen und mobbing gehören fest dazu. Leider sind auch linke dabei täter und opfer. So wurde der ehemalige bundespräsident horst köhler auch von linken als hölzern bezeichnet, obwohl er mit seiner bänkerschelte, der aussage, dass mehrheitswillen vor verfassungsrecht gehe und der enthüllung, dass die bundeswehr im ausland nur zu profitzwecken eingesetzt wird, sehr viel für das proletarische bewusstsein getan hat.
Hölzern oder unnatürlich zu wirken ist gesellschaftlich also quer durch alle politischen lager geächtet. Es wird dadurch so getan, als sei xylosexualität etwas unnatürliches. Das stimmt aber überhaupt nicht. Denn im tierreich ist xylosexuelles verhalten oft zu beobachten: Wenn das eichhörnchen zärtlich den baum umschlingt, der biber aufregende knabberspiele macht oder sich das faultier im geäst mal so richtig hängen lässt: Xylosexualität macht auch tieren spass und ist geil!
Wir möchten deswegen unsere leserInnen zum coming-out ermuntern. Steh dazu, bäume zu lieben! Es ist nichts schlimmes dabei, es ist sogar viel umwelt- und gesundheitsbewusster: Xylosexuelle sind die vegetarierInnen unter den sexuell orientierten. Eine tolerante, multikulturelle und multisexuelle gesellschaft ist möglich! Der westen hat dabei nur einen besonders grossen rückstand: Im religiös toleranten indien, in dem die bürgerlich-christlichen werte kritischer gesehen werden, gibt es schon die dendrosexuellenehe. Wir wollen gleiche rechte für dendrosexuelle. Insbesondere fordern wir das recht für alle hartz-iV-empfängerInnen, die in einer beziehung mit einem alten baum leben, die man bekanntlich nicht mehr verpflanzt, stellenangebote ablehnen zu können, wenn sie sich dafür von ihrem hölzernen partner trennen würden.
Ob eiche, birke oder pflaum
wir lieben jeden baum!
Lass dir keine sexuelle orientierung aufpfropfen, die du nicht willst! Genau wie die ruhmreiche sowjetunion mit der legitimierung der homosexualität und den grossen säuberungen in den jahren 1917-1933 eine vorreiterrolle in der befreiung von patriarchalischer unterdrückung gehabt hat, so muss auch heute in europa die dendrosexuelle befreiung propagiert werden, um neuen wirtschaftskrisen durch die banker und spekulanten, die oft hobbyjäger sind, vorzubeugen.












Abschnittsbevollmächtigter
Juni 20, 2010
http://www.bild.de/BILD/news/2010/03/10/mann-heiratet-kuschel-kissen/irrste-hochzeit-in-japan.html
http://www.bild.de/BILD/news/2009/11/27/japaner-heiratet-avatar/aus-video-spiel-virtuelle-liebe.html
DFD-Vorsitzende
Juni 20, 2010
Genossen, das ist gut, wenn das hier angesprochen wird. Dss sollte auch gewürdigt und gefördert werden von Seiten der Partei. Keine Diskriminierungen mehr.
Aber auch hier sollte der Kinderschutz gelten und ein Mindestmaß an kollektiver Sicherheit.
Baumschulen sollten für Xylosexuelle deshalb tabu sein, denn es kann nicht angehen, daß sich paar solcher Genossen an den kleinen Bäumen reiben. Die sind nämlich noch hilfloser als …
na lassen wir das
politbuerokrat
Juni 22, 2010
Auch die geschehnisse an der Odenwaldschule sind in diesem lichte zu sehen.
DFD-Vorsitzende
Juni 20, 2010
Ergänzung: Baumkrippen und Kindergärter sowieso
Karl Eduard
Juni 20, 2010
Ist dann natürlich noch die Frage, wo in Zukunft die “stürmische Jugend” herkommen wird, die Erbauer des Kommunismus. Aber auch da wird die Partei Rat wissen.
IM Musikant
Juni 20, 2010
ach, ihr lieben, diese neigung ist alt wie die welt.selbst apollo war davon nicht frei. baumliebhaber sind allerdings in großaufmärschen ganz gefährlich, das ahnte auch mac beth, als ihm der wald von birnham entgegenkam. ich möchte dem werktätigen volk deshalb anraten, lieber öfter mal ins konzert zu gehen oder notfalls eine cd einzulegen.. eine erholung nach der kakophonie gewisser anderer aufmärsche.
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1266988004870. aber damit hier keiner meint, ich würde aus bürgerlicher sentimentalität das wesentliche vergessen:
ich bin auf jeden fall dafür, weihnachten zum volkstrauertag zu erklären. all die armen toten tannen und fichten- ein wahrhaft barbarischer kult. diese baummörderische form der volksverdummung ist das erste, was wir nach der revolution abschaffen müssen.
politbuerokrat
Juni 20, 2010
Natürlich ist sie so alt wie bedecktsamer oder der urkommunismus. Nur die herrschende klasse hat sie erfolgreich verleugnet. Gut, so gesehen hätte ich “wiederentdeckt” schreiben sollen.
Abschnittsbevollmächtigter
Juni 20, 2010
Wie schon mit obigen Links angedeutet – neben den Xylophilen darf die Revolution auch die Objektophilen nicht vergessen:
http://www.ksta.de/html/artikel/1143523491982.shtml
Die Revolution hat erst dann gesiegt, wenn – um ein praxisnahes Beispiel zu nennen – jeder objektophile Bewohner des Gaza-Streifens auf Familienzusammenführung mit seiner geliebten Pershing bestehen kann, ohne befürchten zu müssen, deshalb von den Zionisten diskriminiert zu werden.
ostseestadion
Juni 20, 2010
abbrobo sechs.
nu üsch de babst dranne
/www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/causa-mixa-papst-lagen-massive-beschwerden-vor_aid_521442.html
ostseestadion
Juni 20, 2010
grrr. musschs ae hddb:// zuugoofe …
DFD-Vorsitzende
Juni 20, 2010
Och nee, Genosse ABV – dein Artikel ooch nee, macht uns ganz wuschig – ooch neee,
wo mir doch eigentlich den Genossen Stalin lieben und wo uns der Genosse Mielke so sehr liebt – und nun das?
Das können unsere sensiblen Gemüder nicht ertragen. Mir bleiben da doch lieber beim Genossen Dshugasch Willi.
PPQ
Juni 20, 2010
gibt es schon eine hilfs- und aufklärungskampagne zur rettung von von xylodingsfolgen bedrohten menschInnen? nachdem ich hier erstmals von dieser faszinierenden möglichkeit erfahren habe, das eigene selbst im zusammenspiel mit rinde und astloch auszuleben, denke ich, dass die EU eventuell schnell eine ampelkennzeichnung für bäume beschließen sollte. rot: achtung, raue rinde, gelb geht so, grün weich und geschmeidig. viele fördervereine könnten sich der popularisierung umgehend annehmen, eine neue industrie mit zahllosen arbeitsplätzen dürfte entstehen.
PPQ
Juni 20, 2010
http://polskaweb.eu/themen-zur-praesidentenwahl-in-polen-874673312.html
!!!!
harrytisch2009
Juni 21, 2010
Vorsicht aber beim Umgang mit Rinden angesichts der Wiedereinführung bewährter Rechtsinstitute aus den germanischen Volksrechten.
Die Beschädigung von Baumrinden wurde in einigen Gegenden mit dem Tod durch Ausdärmen bestraft!
Elisabeth
Juni 21, 2010
Es ist erstaunlich was für kranke MenschInnen es gibt, man stelle sich vor, dass es Anweisungen gibt zum Töten von Laubbäumen ohne Fällen: http://www.gartengemeinschaft.de/gartenpflege/laubbaum-toeten-ohne-faellen.htm. Ausdärmen wäre aber da noch eine harmlose Strafe!
harrytisch2009
Juni 21, 2010
Wie hieß es in einem alten Werbespot? “Was mit Xyla- beginnt, endet gut fürs Holz”.
Was hingegen mit “Xylo-” beginnt, endete nicht immer gut für den Betroffenen…
kroraina
Juni 21, 2010
GenossInnen,
bei dieser Gelegenheit möchte ich euch auf ein Dokument ungeheuerlicher Blasphemie des Klassenfeinds aufmerksam machen. In einem von dem von der Pharmaindustrie finanzierten Volksschädling Trotzki persönlich angeleitetem Zionistenmachwerk übelster Natur wird behauptet:
“Den Israelhass der “Linken” kenne ich noch gut aus meiner Schulzeit in der DDR. Da wo ich herkomme, Lübben/Spreewald, war nicht nur das Wort Schwuler, sondern auch das Wort Jude ein Schimpfwort,” http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/frau_groth_luegt_und_schweigt/
Das ist doppelt gelogen, denn erstens heisst das bei und nicht Jude, sondern Zionist und zweitens kann auch das Wort Schwuler in unserem Arbeiter und Bauernstaat gar kein Schimpfwort gewesen sein, denn wie GenossIn Ahmadinedschad vor einer Unmasse an Klassenfeinden, Zionisten und Kulaken voller revolutionärem Heldenmut feststellte: “Im Iran gibt es keine Homosexuellen” so gab es auch in unserer friedliebenden DDR keine Homosexuellen, weil bereits die Klassiker des Marxismus-Leninismus erkannten, dass Homosexualität ein Dekadenzphänomen der Bourgeoisie ist und die Bourgeoisie in unserem Arbeiter und Bauernstaat im Rahmen der von den Truppen der friedliebenden Sowjetunion unterstützten heldenhaften proletarischen Revolution entmachtet wurde. Da es also in unserer friedliebenden DDR keine Bourgeoisie gab, konnte es auch erst keine Homosexuellen geben und dann konnte das Wort Schwuler auch gar kein Schimpfwort gewesen sein.
GenossInnen, gegen das Zionistenmachwerk und insbesondere dem Volksverräter Hönig müssen DRINGEND Massnahmen zur Unschädlichmachung eingeleitet werden.
mit sozialistischen Grüssen
Genosse Vladimir Ilyich Kroraina