Einen Hilde-Benjamin-Sonderaward für die konsequente Hinterfragung bigotter und hegemonialer Vorstellungen des westlich-kapitalistischen Kulturimperialismus und für kultursensibles Vorgehen gegenüber fortschrittlicheren, dem urkommunistischen Naturzustand näheren Gesellschaften hat sich die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” verdient.
Die “Achse des Guten” berichtet:
“Am 12. August verbreitete der evangelische pressedienst (epd) ein Interview mit dem Vorsitzenden der deutschen Sektion der “Ärzte ohne Grenzen”, Tankred Stöbe. Darin sagte der Arzt u.a., es sei selbstverständlich, dass seine Kolleginnen dort Kopftücher trügen, um auch von der Bevölkerung akzeptiert zu werden, Frauen im Katastrophengebiet würden auch nur von Ärztinnen oder Krankenschwestern behandelt, nicht von männlichen Medizinern, der Respekt vor der Kultur gehe soweit, dass Frauen nicht behandelt würden, wenn der Ehemann das ablehne.”
Es ist zu hoffen, dass die “Ärzte ohne Grenzen” sich in weiterer Folge bald auch konsequenterweise von der Schulmedizin selbst distanzieren, weil diese bekanntlich – wie uns alternative Stimmen mitteilen – auch nur einen Versuch des internationalen Finanzjudentums darstellt, der Pharmaindustrie Milliardenprofite zu verschaffen und die Welt zu unterjochen. Solange dies nicht der Fall, ist es ja auch verständlich, dass die Taliban-Friedenskämpfer die Helfer als imperialistische Agenten betrachteten und den Helfern “Anschläge, Entführungen, Erpressungen und Tötungen” drohen.
Bluthilde gratuliert der Organisation zu ihrem entwickelten Klassenstandpunkt, der erkennt, dass Werterelativismus ein wesentliches Element zur Dekonstruktion des Überbaus der kapitalistischen Produktionsverhältnisse darstellt. Die bedingungslose Kapitulation vor den Taliban auf allen Ebenen ist ein wichtiger Schritt zur Wiedergutmachung für das Elend und Leid, dass die vom Westen betriebene Ausbeutung des Menschen durch den Menschen den urtümlichen Gesellschaften und dem gesamten Planeten zugefügt hat.











politbuerokrat
August 19, 2010
Der begeisterung über “ärzte ohne grenzen” kann ich mich nicht anschliessen. Auch afghanische frauen sollten sagen können: “mein bauch gehört mir!”. Vermeindliche kultursensibilität bremst hier den fortschritt. Wenn das zurückschwappt nach europa, glauben die leute vielleicht “Nicht die Frau verfügt über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt nicht der Mann über seinen Leib, sondern die Frau.” (1. Kor. 7,4) Und das ist immerhin gleichberechtigt!
Nein, der richtige ansatz ist, dass die dorfgemeinschaft basisdemokratisch abstimmt, wie die frau behandelt werden soll, nicht nur ihr mann. Alle angehörigen der dorfgemeinschaft werden dann von bewaffneten taliban gezwungen, das zu finanzieren. So wird eine abhängigkeit und entwürdigung durch die medizinische almosengabe der westlich-imperialistischen und patriarchalistischen organisationen verhindert. Obama würde es auch nicht anders machen!
Karl Eduard
August 19, 2010
Kulturelle Sensibilität ist sehr wichtig! Wenn es kulturell sensibel geboten ist, der kranken Frau nicht zu helfen, weil der Ehemann das nicht möchte, weil ihr nur so medizinisch geholfen werden kann, so sind die Ärzte ohne Grenzen da auf dem richtigen Wege, das sollte nicht kritisiert werden. Das Wohl der patienten geht vor . Ob die Ärzte ohne Grenzen in Afrika zerhackte Albinos als Medizin anbieten, weil das sensibel wäre oder Rezepte auf Sex mit Jungfrauen ausstellen oder Rote Rübensaft verordnen, zu Linderung von HIV, da müßte doch mal nachgefragt werden. Richtig kultursensibel war eine grenzenlose Ärztin mal auf 3sat, als sie von den New Yorker Flugzeuganschlägen als Unfälle sprach.
kroraina
August 19, 2010
GenossIn politbuerokrat,
du vergisst dabei die bereits von der GenossIn Lenin in konsequener Weiterentwicklung des Marxismus geschaffene Kategorie der nationalen und historischen Besonderheiten. Selbstverständlich geht unser Respekt vor den nationalen und historischen Besonderheiten soweit, dass wir im Gegensatz zu den Fremdenhassern und Rassisten Karl Marx und Friedrich Engels keine Äusserung einer zutiefst reaktionären Klassengesellschaft darin erkennen können, wenn Frauen nicht behandelt werden, nur weil der Ehemann das ablehnt.
mit sozialistischen Grüssen
Genosse Vladimir Ilyich Kroraina
Иосиф Виссарионович Джугашвили
August 20, 2010
Das Thema leichtfertig ignorierend, also “0ff topic”, wie es im atavistischen Jargon der kapitalistischen Blutsauger heißt:
Wie muß ein hochverdienter, bis heute nachwirkender Pionier der Arbeiterklasse (ein
unbarmherziger Scharfrichterliebevoller Sozialtherapeut leichtfertig diversanter Proletarier) vorgehen, um ein Konterfei seinesgeheiligtenlinientreu agnostischen schnauzbärtigen Antlitzes neben seinen hier deponierten Direktiven zu placieren?Mein treuer Diener, ein mit dem Lenin-Orden ausgezeichneter Elektronik-Aktivist der
leider untergegangenenDDR — die von den reformierten “BRD”-Blockparteien CDU/CSU zwecks Verwischung ihrer revolutionären Wurzeln für eine Weile im als medizinisch getarnten Wachkoma geparkt wurde …Genossen, ich verliere den Faden! Schon als jungem Bolschewiken warf man mir vor, in meinen Reden und Schriften allzulange Sätze zu verewigen. Ich wollte, ich könnte meine damaligen Kritiker in neuen
SchauprozessenTalentshows abermals erniedrigen undohne das bei Genickschüssen stets bildstörende, weil sogar proletarische Kamera-Objektive besudelnde Blut der Abweichlermedial hinrichten.Zurück zum aktuellen
Off-On-Topic: Selbst mein treuer Diener, vor seiner Entsendung nach Pankow an den fortschrittlichstenKompjutinsComputern der Arbeiterklasse geschult, erweist sich als wenig hilfreich. Er erfrecht sich sogar zu sagen, geradezu trotzkistisch wider meinen immer noch mächtigen Stachel löckend, die Technologie der DDR-Rechner aus dem Kombinat “Robotron” zu Sömmerda habe mit imperialistischen Produkten wie “Atari” oder “Commodore” nie mithalten können. (Er wird mir doch auf seine alten Tage kein Renegat werden?)Wie dem auch sei, GenossInnen: Wie klebe ich mein Konterfei an meine hiesigen Verlautbarungen? Ich habe mein Gesicht noch nie verloren; also vermisse ich es hier aufs schmerzlichste.
germanpsycho
August 23, 2010
Es griffe zu kurz, werte Genossen, wenn wir nur auf die Kultursensibilität der zu schaffenden Gesellschaft achteten! Wir müssen auch stets das Konkrete dabei im Auge behalten, die faktische Realität, wie sie sich den imperialistisch-kapitalistischen Schutzstaffeln in Afghanistan und überall auf der unterdrückten Welt darbietet. Daher kann es nur in unser aller Interesse sein, daß wir nicht aufhören, diese Themen so anzusprechen, wie sie nunmal anzusprechen gehören! Da darf nicht gezögert werden, auch einmal das harte Entweder-Oder auszusprechen, gerade in Hinsicht auf die zu erreichende Gerechtigkeit des Proletariats.
Zur Überwindung der Aggression unserer nationalfaschistischen Eingreiftruppe in Afghanistan ist daher nicht der Versuch zu unternehmen, diese völkerrechtswidrige Annexion durch pseudohumanistische Hilfe auch noch AUFZUWERTEN! Es bedarf im Gegenteil der unerbittlichen Härte uns selbst gegenüber, unsere Brüder und Schwestern dazu zu ermutigen, sich gegen den Aggressor zu wehren! Und das kann uns doch nur gelingen, wenn sie den kapitalistischen Wahn, die Kälte der internationalen Finanzlobby und des Wachstum-über-alles-Denkens am eigenen Leibe spüren!
Wegsehen ist Gnade!
Unterlassene Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe!
Ignoranz ist Mitgefühl!
Nur so läßt sich dem Volke zeigen, wes Geistes Kind unsere Söldner sind!