
Schlimm: Kaputte bonzenautos zu verbrennen macht keinen spaß. Außerdem hat der den baum beschädigt.
Das wetter der letzten tage in weiten teilen mitteleuropas hat mal wieder eine schwäche des kapitalismus aufgezeigt. Auf den schnee- und eisglatten strassen stellten sich die lkw quer, die ihre tonnenschwere fracht an waren und gerümpel, mit denen das verschwendungssystem der entfesselten märkte gefüttert werden muss, nur auf unzureichenden reifen transportieren mussten, weil die spediteure wetter- und betriebssichere reifen unter dem spardiktat der “geiz-ist-geil”-wirtschaft sich nicht geleistet haben. All das geschieht natürlich auf den rücken der fahrer_innen und der anderen verkehrsteilnehmer_innen, wenn sie frieren, hungrig werden oder gar sterben, weil dieses schlecht ausgerüstete kapital der spediteure einen stau verursacht oder in einem unfall jemanden tötet. Ähnlich ist es mit der eisenbahn. Gefrorene weichen, vereiste oberleitungen und eisempfindliche hochgeschwindigkeitszüge nötigen die arbeitenden massen, sich wartend, frierend und ratlos auf die bahnsteige zu ergiessen, während die renditemaximierung der deutschen bahn sie um ihren wohlverdienten jahresendurlaub prellt. Mit dem flugverkehr ist es ganz ähnlich. Auch in mitteleuropa könnte man sibirische wetterverhältnisse ohne grössere störungen im verkehr bewältigen, wenn denn der politische wille da wäre. Die sowjetunion hat es vorgemacht! Man kann sich in notsituationen nicht auf die hilfe profitgieriger eliten verlassen sondern ausschliesslich auf gemeinwohlorientierte mitarbeit unter der leitung einer demokratischen volksregierung.
Folglich sehen der spiegel und red globe (news for your class, not for your country) problem und lösung ähnlich: Wo das volk nicht herrscht sondern schlüsselaufgaben privatisiert sind, da herrscht kalter winter. Nicht auszudenken, wie schlimm die verkehrsverhältnisse erst werden, wenn die bahn wirklich privatisiert ist! Womöglich würden dann dampfloks benutzt, die nicht mit kohle oder öl sondern den kleidern der passagiere geheizt werden, so dass alle reisenden nur noch nackt ankommen! Momentan muss noch ohne rücksicht auf verluste eine halbe milliarde euronen jährliche “dividende” gezahlt werden. Private aktionäre werden aber ihr eigenkapital abhängig vom gewinn verzinst sehen, so dass noch mehr anreiz besteht, auf verkehrs- und betriebssicherheit zugunsten des profits zu sparen. Es würde so enden wie bei den bereits existierenden privatbahnen. Die haben zwar keinen so schlechten winterbetriebsablauf wie die DB, aber das ist kein widerspruch zu unserer kritischen ökonomischen analüse, weil sie ausnahmen sind.

Präsident Chávez sieht nach dem linken.
Das skanalöse ist, dass die bundesregierung auf diese missstände nicht reagiert. Zwar haben wackere genossen eine bundesstreusalzreserve (letztes jahr genosse brüderle von der ldpd) oder eine schneekettenpflicht (spd und grüne; das würde auch die wirtschaft ankurbeln, wenn im frühjahr dann die kaputtgefahrenen strassen, auf denen wenig schnee lag, wieder erneuert werden müssen) vorgeschrieben, aber eine nachhaltige lösung gegen die kälteren winter wegen der klimaerwärmung ist das immer noch nicht. Wie man es richtig macht, kann man mal wieder bei unserem geliebten presidente genosse hugo chávez sehen. Weil es in venezuela geregnet hat, hat sich der präsident für 18 monate sondervollmachten geben lassen. Die nationalversammlung war damit einverstanden, schliesslich tritt im januar eine neue zusammen, in der mehr oppositionelle büttel des kapitalismus sitzen werden. Nun kann der präsident die würde der venezuelaner_innen wiederherstellen, die durch den regen fortgespült worden war. Nichts ist so unwürdig, wie sich sein haus oder seine strasse ohne hilfe eines präsidenten zu organisieren! Alle menschen wissen das außer ein paar quertreibern, die aber immer weniger werden.
Dazu gehörte bis gestern Carlos Andrés Pérez, der im lande des us-imperialistismus jetzt feige gestorben ist. Von ihm sind also keine hetze gegen die würde und den präsidenten venezuelas mehr zu erwarten. Und auch von den parteigenossen des präsidenten nicht, obwohl sie noch leben, denn eine <a href=”http://www.stern.de/news2/aktuell/gesetz-gegen-widerstand-und-uebertritt-von-abgeordneten-in-venezuela-1636763.html”>verstärkte form des fraktionszwanges</a> ist mittlerweile kodifiziert. Das alles sind vorbildliche massnahmen, die wir auch hier erhoffen. Auf winterliche kälte darf nicht mit sozialer kälte reagiert werden!











kroraina
Dezember 27, 2010
Genoss_innen,
die idee der genoss_innen sozialfaschist_innen und dekadenzbourgeois_innen, eine schneekettenpflicht anzuordnen, weil eine solche die wirtschaft ankurbeln würde, wenn im frühjahr dann die kaputtgefahrenen strassen, auf denen wenig schnee lag, wieder erneuert werden müssen, ist ja nicht ganz schlecht, aber ich habe noch einen besseren vorschlag:
Wiedereinführung der spikes. Diese würde die wirtschaft gleich doppelt ankurbeln, denn einmal wären die strassen noch mehr kaputtgefahrenen und zweitens werden auch autos durch die mir hoher wucht durchschlagenden projektile stark beschädigt. Derart wäre dann ein neues wirtschaftswunder zu erwarten.
Genoss_innen, wir haben ja im sachverständigenrat einen nachfrageorientierten genoss_in gewerkschaftsökonom_in installieren können. Der als keynessian_in weltbekannte genoss_in sollte den vorschlag, die wirtschaft durch wiedereinführung der spikes anzukurbeln, einbringen. Das würde seine gewerkschaftsorientierte position inmitten der restlichen reaktionär_innen des sachverständigenrat stärken. Man leite entsprechende massnahmen ein.
Mit sozialistischen Grüss_innen
Genoss_in Vladimir Ilyich Kroraina
politbuerokrat
Dezember 27, 2010
Brilliante idee! Ein bisschen wurde das ja schon verwirklicht, hatten doch die sowjetischen panzer keine gummilaufpolster wie die nato-panzer, sondern gruben mit ihren blanken stahlketten die strassen bei jedem manöver gründlich um.
Karl Eduard
Dezember 27, 2010
Der Kapitalismus hat total versagt. Profitgierige Unternehmen hätten längst Streumittel geordert, um sie mit maximalem Gewinn loszuschlagen – nichts! Stattdessen werden Kinderschneeschieber angeboten und das im Dutzend billiger. Kinderschneeschieber – wo es an Kindern fehlt! Darum sollte sich DIE LINKE mal kümmern. Kinderschneeschieber!
Иосиф Виссарионович Джугашвили
Dezember 27, 2010
Genossen!
Redet und schreibet nicht leichtfertig wider den Winter! Denn der Winter kämpfte stets auf der Seite des Proletariats, der sibirischen Wölfe — und der Sowjetarmee. Bereits unter der Knute der Zaren sorgte er für Hungersnöte, die das proletarische Bewußtsein der Werktätigen weckten und die Kremlmauern (damals naturgemäß noch ohne die gläsernen Särge der Verewigten unserer Bewegung) ins Wanken brachten.
Besonders ich, ein seit damals persönlicher Freund von Väterchen Frost, wäre im Großen Vaterländischen Krieg aufgeschmissen gewesen, wären dem hinterhältigen Angriff meines Exfreundes (den ich naturgemäß mit “Geil Gitler!” grüßte, was ihn stets ein wenig verwirrte) nicht die härtesten Winter seit meiner mildtätigen Entsorgung der Kulaken gefolgt.
Der Winter, wie unser ruhmreicher Genosse politbuerokrat richtig anmerkt, ist der Feind des Kapitalismus. Also unser Verbündeter und Freund — auch wenn er unseren Blick ein wenig vom wissenschaftlichen Klima-Dschihad ablenkt.
politbuerokrat
Dezember 28, 2010
Sehr richtig! Es ist kein wandel der gesellschaft ohne einen wandel der jahreszeiten denkbar!
Sozilein
Dezember 28, 2010
Ich bin sehr froh, dass es diese Seite gibt. Danke.
politbuerokrat
Dezember 28, 2010
Wir lassen kein
sozilein
allein
denn wir sind kein
kapitalistenschwein!
-Владимир Владимирович Маяковский
Anti-Weltfinanzspekulantentum
Dezember 28, 2010
Genoss_Innen!
Ich möchte euch den sozialistischen Genoss_Innen Fareus vorstellen, er räumt auf seinem Blog mit dem Vorurteil auf dass es sich bei Übergriffen von Muslimen auf Juden um Antisemitismus handelt.
http://www.fareus.de/?p=17801
Er hat herausgefunden dass es in Wirklichkeit eine Notwendigkeit im Kampf gegen den kapitalistisch faschistischen Zionismus ist wenn ein Jude in Europa zusammengeschlagen wird.
Von diesem revolutionären Artikel habe ich bereits Screenshot_Innen angefertigt um möglichst vielen Bürgern diese bisher unbekannte Form des Klassenkampfes zu veranschaulichen.
Sein Kampf geht auch in diesem Moment weiter!
brotherlove68
Dezember 28, 2010
Danke für diesen hilfreichen Tipp. Wir sind vom Schaffen diese_s_r Genoss_in so beeindruckt, dass wir ihn/sie/es spontan mit einer Ode ehren wollen:
“Lustig ist das Bereichererle-he-ben, faaaa-reee-us,
braucht der Wahrheit keine Beachtung zu ge-he-ben, faaa-reeee-us.
Hetzt gegen Juden und lacht sich platt,
wen man wieder einen verhauen hat.
Fa-re-us, fa-re-us, fa-re-us, fa-re-us, faaaa-reeee-us…”
Lol
Dezember 28, 2010
Lol der Typ schreibt tatsächlich dass die Judenfeindlichkeit eigentlich Antizionismus ist.
Damit hat er endlich zugegeben dass er ein Judenfeind ist. xDDD
Peter
Dezember 28, 2010
Fareus sagt den Jud_Innen also sie sind selbst schuld wenn sie nichts gegen Israel unternehmen.
Das nenn ich doch mal einen echten InterNational-Sozialist.
brotherlove68
Dezember 28, 2010
Endlich einer, der es schafft, alle drei “antizionistischen” Ideologien der Moderne – Kommunismus, Nationalsozialismus und Islamismus – in einer Person zu vereinigen…
Palisozialist
Dezember 28, 2010
Das kapitalistische Schmierblatt “weltonline” hat dieses Thema auch für sich entdeckt:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article11847743/Europa-laesst-sich-von-den-Judenhassern-taeuschen.html
Genossen wir müssen die antizionistischen Muslim_innen vor solchen Hetzer in Schutz nehmen!
Иосиф Виссарионович Джугашвили
Dezember 28, 2010
Ts, ts, Genosse politbuerokrat!
Das eingangs abgebildete Fahrzeug, wenn auch abgekupfert von den beispielhaften ZIL-Limousinen, ist im Nachfolgestaat der DDR längst kein Bonzenauto mehr. Mein treuer Diener Maik (ehemals, wie bekannt, Stasi-Hausmeister und -Wanzenwart in Pankow) versichert mir glaubhaft, daß dieses Arbeiter- und Bauernparadies selbst Hartz-IV-Empfänger und analphabetische Migranten in die Lage versetzt, einen Audi A8 zu besitzen und zu fahren.
Denn einen bescheidenen Audi A8 stellt dieses Foto dar, solcherart Ihre ansonsten scharfsinnige Botschaft betrüblich verwässernd.
Wer, so Maik, echte Bonzenfahrzeuge darstellen oder lobenswerterweise deren Abfackelung empfehlen will, möge Modelle von Maybach, Bugatti oder Rolls-Royce ins Bild setzen. Zur Not kann man auch Produkte von Porsche verwenden; aber diese könnten einen verdienten Kommissar der KPdSU-Nachfolgepartei Die Linke um sein proletarisches Dienstfahrzeug bringen. Im Ernst, Genosse.
politbuerokrat
Dezember 29, 2010
Ich zitiere dich selber genosse: Wer ein omelett essen will, muss eier zerschlagen. Oder wie ein genosse aus der gegenwärtigen praxis sagt:
Wenn also ein_e hartz-IV-empfänger_in ihr /seinen vom munde abgesparten oder aus besseren zeiten übriggebliebenen audi verliert, wird er/sie/es nicht so schlimm finden, weil es ja dem grösseren ganzen dient. Schuld sind ja nicht wir, sondern die skrupellose ausbeuterelite, die uns zu solchen aktionen zwingt.
Иосиф Виссарионович Джугашвили
Dezember 30, 2010
Seien Sie bedankt für Ihre kundige Replik, Genosse politbuerokrat!
Mit Freuden sehe ich, daß die “taz” auf noch linientreueren
KnobelbechernBeinen steht als “Neues Deutschland”, jenes unangefochten und hellsichtig überlebende Zentralorgan der SED. Zweifellos begrüßt jeder proletarische Besitzer eines Audi A8 den Anblick seines von revolutionären Flammen abgefackelten Gefährts, da er ja an jeder Ecke ein Fahrrad requirieren kann, das seinen CO2-Fußabdruck umweltliebend verkleinert.Widerwillig zitiere ich den “eisernen” Kanzler namens Bismarck, der einst sagte: “Und wenn ich eines Tages sterben muß? Dann ziehe ich nach Mecklenburg, denn dort geschieht alles 100 Jahre später.”
Um so mehr ist die “taz” dafür zu loben, daß sie einem mutigen, fortschrittlichen, zielstrebig in die Hauptstadt der DDR ausgewanderten Mecklenburg-Vorpommeraner schon heute das Forum bietet, die kapitalistische Schlitzohrigkeit “Hoch versichern, niedrig anzünden!” auch den werktätigen Massen nahezubringen, was (wie Sie richtig anmerken) dem großen Ganzen dient …
… dem auch wir dienen, im Leben wie im Tode.
Freundschaft!
Euzi
Dezember 31, 2010
Eunossinnen und Eunossen! Gedenkt dem Genossen Generalsekretär, bedenkt: Die klimaerwärmung in ihrem lauf hält weder eis- noch schneekatastrophe auf! Selbst bei -27°C werden wir noch auf den gefrorenen luxusgräbern der kapitalistischen klimakatastrophen-kakerlaken in sibirien-erprobten Hawaii(Obama!)-hemden kubanische cocktails schlürfend tanzen. Auf den Stalinismus! Heil Moskau (bzw. Caracas)! Ich liebe euch doch ALLE!
Feliks Dzerzhinsky
Dezember 31, 2010
Genoss_Innen, da ist aber viel von Gummi die Rede. Das klingt verdaechtig nach dem Kondominium der Supermaechte …
Feliks Dzerzhinsky
Dezember 31, 2010
Genoss_in politbuerokrat: die meisten Eier, aeh Autos, wurden im Rahmen der Abwrackpraemie zerschlagen. Womit sich wiederum zeigt, dass man auf der Strasse zwar den Sozalismus erkaempft, umgesetzt aber wird er von der Diktatur des Proletariats an der Regierung!
politbuerokrat
Dezember 31, 2010
Ganz richtig, die revolution kann nach Lenin auch von einer revolutionären elite vorangetrieben werden. Allerdings bestand auch bei der regierung noch verbesserungebedarf. Wer herrscht: Das kapital, der besitzer oder die demokratisch gewählte regierung? Faktisch wurden hauptsächlich autos verschrottet, die sowieso schon oft gestreikt haben. Damit wird der fahrzeugpark nur noch reaktionärer! Es gibt also mitnahmeeffekte: Viele autos fahren herum, die noch menschen mitnehmen. Das darf nicht sein! Deswegen sollten künftig nur von den genossinnen vom ordnungsamt im richtigen politischen bewusstsein auf parkplätzen ausgewählte autos verschrottet werden, die noch in die kapitalistische verwertungsideologie eingebunden sind: Handwerkerkombis, smarts von ambulanten pflegediensten, taxis, reisebusse, allgemein dienstwagen. Nur nicht die tiefergelegten rollenden diskotheken, die durch gesellschaftskritische wummermusik die umstehenden aufrütteln.
Feliks Dzerzhinsky
Dezember 31, 2010
politbuerokrat: Genauso machen wir’s. Darf ich noch anregen: Ambulanzen, THW-Laster (man beachte den moralverleugnenden Unterton) und ICE-Triebwagen (auch hier wieder jugendgefaehrdende Tendenzen). Bestattungsfahrzeuge und Braunkohlefoerderanlagen sowie Regierungsflugzeuge sollte man zumindest kritisch pruefen.