Für einen Feiertag der MigrantInnen!

Posted on März 1, 2011 von

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Berlin, Muslimische Aufbauhelferinnen (Quelle: Bundesarchiv)

Nachdem wir einen Tag der Deutschen Kleinheit haben, nachdem im Dritten Reich der Tag der Arbeit und Mariä Haussuchung staatliche Feiertage wurden, nachdem das deutsche Monopolkapital sich am Mehrwert der Migrantinnen und Migranten mästet, wird es Zeit, einmal einzuhalten und sich zu fragen: wieso ist Deutschland eigentlich so schnell wieder auferstanden aus Urinen?

Die Antwort ist einfach: Migrantinnen haben Deutschland wiederaufgebaut!

Nachdem der von deutschem Boden ausgehende Aggressionskrieg durch die geniale Kriegsführung des Genossen Stalin erst eingedämmt und dann ins Land der Aggressoren zurückgetragen werden konnte, waren nach Ende des Kriegs und dem totalen Zusammenbruch sämtliche Moscheen zerstört.

Muslimische Kopftuchmädchen bei Vorbereitung einer Steinigung (Quelle © bpk / Herbert Hensky - Bundesmysterium für Arbeit und Soziales)

Muslimische Kopftuchmädchen bei Vorbereitung einer Steinigung (Quelle © bpk / Herbert Hensky - Bundesmysterium für Arbeit und Soziales)

Bereits in den ersten Tagen, nachdem die Waffen schwiegen, machten sich muslimische Frauen (hier an ihrem Kopftuch erkennbar) an die Arbeit, die vom Faschismus fein verteilten Trümmersteine von den letzten noch anhaftenden Resten brauner Ideologie zu säubern, zusammenzutragen und, wie vom Führer prophezeit, “Deutschland größer und schöner wieder aufzubauen“.

Nachdem diese Herkulesarbeit getan war, während deutsche Frauen es sich in Wellnesstempeln gutgehen liessen, solange ihre Männer im Ausland in Erholungslagern Zeit mit bis zu je siebzig Jungfrauen verbrachten, wurde die Arbeitslast immer mehr. Die deutschen Männer warteten immer noch ab, verwöhnt von Stalinscher Gastfreundschaft, bis der Agent des westlichen Imperialismus Adenauer schliesslich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Molotow durch einige Cocktails zuviel dazu brachte, diese deutschen Auslandspraktikanten nach Deutschland auszuweisen.

Von dieser Last unnützer Esser befreit nahm die Wirtschaft der siegreichen Sowjetunion einen ungeahnten Aufschwung.

In der Zwischenzeit aber wurden die Ansprüche der von Kriegerrenten und anderen Sozialleistungen verwöhnten grünen Witwen, der deutschen Soldatengattinen, immer massloser. Die Migrantinnen-Frauen sahen bald keinen anderen Ausweg, als ihre Männer im Wege des Familiennachzuges nach Deutschland zu holen, da die Arbeit sonst kaum zu schaffen gewesen wäre.

So kam es, dass nach der widerwilligen Rückkehr der deutschen Spätheimkehrer die meisten echten Arbeitsplätze bereits besetzt waren und sie sich mit Aufsichtsposten u.a. begnügen mussten. Dies sorgte oft für erhebliche Unruhe. Diese künstlich geschaffene Oberschicht gab erst Ruhe, als sie es durch beharrliches Hintertreiben aller denkbaren arbeitsmarktpolitischen Massnahmen gleich welcher Regierung geschafft hatten, die arbeitswilligen Migrant_innen in die Arbeitslosigkeit und das Prekariat abzudrängen. Gerade vielen der früher auf ihre Aufbauleistung so stolzen muslimischen Trümmerfrauen machte diese Niedertracht derart zu schaffen, dass sie sich fürderhin vor Scham völlig den Blicken der neidenden autochthonen Bevölkerung entzogen.

Eigentlich integrationswillige muslimische Trümmerfrauen kehren uns nunmehr den Rücken - Foto: dpa/Tagesspiegel

Eigentlich integrationswillige muslimische Trümmerfrauen kehren uns nunmehr den Rücken - Foto: dpa/Tagesspiegel

Dieses Drama aus Undankbarkeit und Missverständnis gilt es zu beenden. Reicht unseren Migrant_innen die Hand und verzichtet zu ihren Gunsten auf einen Eurer ohnehin nicht mehr beachteten und praktizierten Feiertage. Ob es ein Werktag oder ein Feiertag ist, an dem Ihr schwarz arbeitet, was spielt das für eine Rolle?

So könnten wir einen Feiertag des muslimischen Aufbaus in Deutschland einführen und an die alten Traditionen der Arbeitsmigration anknüpfen, die schon früh zur europäischen Völkerverständigung beigetragen haben. Wer erinnert sich nicht noch an die Zeiten, als ganze Heere von türkischen Arbeitsmigranten in JanitScharen bis Wien zogen und sogar eigene Leitern und anderes Werkzeug und schweres Gerät mitbrachten. In den Arbeitspausen fanden sie, wiewohl schlecht behandelt und bezahlt, noch Zeit, den unkultivierten Österreichern (was sich übrigens bis heute nicht geändert hat) den Kaffeegenuss beizubringen.

Goethe schwärmte davon ebenso wie heute unser Bundespräsident und es ist Zeit, dass nicht nur die Partei der kritischen Intelligenz, sondern das ganze deutsche Volk diese so oft vergessene und unterschätzte Aufbauleistung endlich würdigt!

Für einen Feiertag des interkulturellen deutschen Wiederaufbaus!

Für eine Mindestrente für die ausländischen Aufbauhelfer_innen; enteignet Springer und andere Angehörige der Facharbeiterkaste! Nieder mit dem im Gelobten Land geraubten Kirchenvermögen! Rückgabe der Nofretete und des widerrechtlich in Abu Simbel entwendeten Ederstausees! Anschluß Österreichs und des Suezkanals an Donau und die Ostseepipeline!

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