Die materialistische Philosophie, wie sie von Karl Marx und Friedrich Engels unter schöpferischer Aufhebung der Hegelschen idealistischen dialektischen Ideen ausgearbeitet und von Wladimir Lenin und Josef Stalin weiter vervollkommnet wurde, kann als einzige Weltanschauung die Welt um uns herum vollständig schlüssig erklären.
Dabei ist ihre Erklärung nicht nur statisch, nein, sie kann überdies auf allen Gebieten Erklärungen für Entwicklungsprozesse anbieten, die ihresgleichen suchen. Zentrales Topos ist das Begriffspaar von These und Antithese, die, wenn alles gut geht in eine neue Synthese münden, von der aus alles wieder von vorne losgeht.
Leider wird diese zweiteilige Dichotomie des alle Entwicklungen vorantreibenden Widerspruchs häufig viel zu abstrakt abgehandelt. Eine wissenschaftliche Kaderschulung proletarischer Kräfte muss jedoch auch der Auffassungsgabe des Proletariats angemessen sein, sonst wird es zu leicht von bürgerlichen Ideen korrumpiert und vergisst, das Handwerk des Revolutionärs “von der Pike auf” zu erlernen.
Im Folgenden wollen wir daher einige klassische antithetische Paare Revue passieren lassen, damit die schöpferische Fruchtbarkeit der Dialektik besser begreifbar wird.
- Beginnen wir mit der nicht nur zufällig namensgleichen Dita von Teese und ihrer Antithese völlig von Sinnen. Wer derart die Pole Position behauptet, nimmt allerdings inkauf, die Aufmerksamkeit reaktionärer Kräfte zu erregen, die dann zu schwer zu entscheidenden philosophischen Verwicklungen führen können.
- Weiterhin gibt es neben den metaphorischen Topoi der antithetischen dialektischen Vervollkommnung auch materielle Substrate, wie vom dialektischen Materialismus vorausgesagt, des Weltgeistes. Gerade der Versuch, Lenin auf die Füsse zu treten, hat zu verschiedentlich fruchtbaren essayistischen Ansätzen der dialektischen Reflexion geführt.
- In der frühbürgerlichen Revolution spielten bekanntlich 95 Thesen eine Rolle, zu denen immer noch die Antithesen fehlen. Dieses Fehlen, dieser Mangel und fehlende Entschlossenheit des Weltgeistes, der damals noch nicht Hegel gelesen hatte und daher nicht wissen konnte, was sich gehört, waren hauptursächlich für das Scheitern der frühbürgerlichen Revolution gerade in Deutschland.
- So musste Russland die eigentlich von Marx und Engels ihrem Heimatland oder zumindest Mallorca zugedachte Rolle der Speerspitze der Weltrevolution übernehmen, was aber zu erheblichen Problemen führte, weil noch nicht alle Thesen von Marx und Engels ins Russische übersetzt waren, sich dort aber bereits etliche Antithesen breit machten.
- Anschaulich ist auch die Wirkung des dialektischen Prinzips in der kapitalistischen Wirtschaft, dort besser unter dem Begriff Thesaurierung und Antithesaurierung bekannt. Kaum ist eine Geschäfts- oder Investmentbank erfolgreich, so zerfallen ihr ihre werthaltigen Anlagen unter der Hand und wandeln sich in sog. Schrottanleihen um, ohne dass Vorstand oder Aufsichtsrat das Geringste dagegen tun könnten. Da hilft nur Regulierung, wie exemplarisch in der Sowjetunion durch Gosplan manifestiert. Gosplan fehlten lediglich die Bankster zum Regulieren, da diese wegen der Durchlässigkeit des antifaschistischen Schutzwalles alle in den damals noch kapitalistischen Westen entwichen waren. Dort aber holt sie nun, ausgleichende Gerechtigkeit, wie vom dialektischen Prinzip gefordert, diese sozialistische Regulierung wieder ein.
So gäbe es noch viele Beispiele für gelungene dialektische Eskapaden des Kapitalismus aufzuzeigen, wir wollen unsere Leserinnen und Leser an dieser Stelle jedoch nicht über Gebühr überfordern, sondern werden dieses Thema in einem weiteren Streifzug zum Thema “Werden und Vergehen” weiter vertiefen.











frizztext
März 7, 2011
schöne Grüße von
http://flickrcomments.wordpress.com/2011/03/04/hope/
Die Sehnsucht ist keine Sucht, sondern eine Vernunft, die sich äußert – und vielleicht auch manchmal Wege zur Verwirklichung findet …
feliksdzerzhinsky
März 7, 2011
Genoss_In frizztext (wahrzeinlich zuviel Fritz tze Catz gelezen …), mit Vernunft kommt man der antithetischen Wucht des Weltgeistes (man beachte die Wagnersche Alliteration!) nicht bei, ohne dies von der strahlenden Zukunft des Urkommunismus her zu betrachten!
Xylophilon
März 7, 2011
Der Artikel ist schlecht recherchiert und zeugt von wenig Sachverstand und kann somit nur mit einem “selbstbefriedigend” bewertet werden. Gehe er heut’ Abend in seine Dorfkirche und bete zu seinem lieben Gott! So er denn ganz fest nicht wissen wolle, was wahr ist, also glauben tue, so erscheine ihm in seinem Geiste der Heilige Vater und flüstere ihm: du dummes, kleines Christenkind, du sollest Abstand halten von solch schwierig-geistigem Terrain, dazu taugst du nicht, schließlich sollst du mir dienen!
feliksdzerzhinsky
März 7, 2011
Aber, aber Genoss_In Xylophilon – mit Deinem Namen bekennender Liebhaber aller Holzköpfe wie des Autors Wenigkeit, der Weltgeist befriedigt sich stets selbst, denn philosophiert der Hegel, sind die Enerlinge kregel. Und Engerlinge sind evolutiv nicht umsonst einem Blutschlauche verwandt. Wie immer auf dieser Seite darfst Du davon ausgehen, dass der Text vorher mit dem Heiligen Vater abgesprochen, wenn nicht in Einzelfällen von ihm persönlich diktiert ist.
Xylophilon
März 7, 2011
“Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinem Namen mißbraucht.” 2.Mose 20,7
Иосиф Виссарионович Джугашвили
März 7, 2011
Leider eine hochgradig von den Klerikalfaschisten getürkte Übersetzung aus dem Aramäischen, Genoss_In Vibraphon, die Sie da zitieren:
Tauschen Sie einfach die Fälschungen “des Herrn” gegen Karl Murks’ und “der Herr” gegen Karl Murks aus, und Sie sind zum alttestamentarischen Original zurückgekehrt, das vielfach wasserdicht dokumentiert ist. Auch unsere orthodoxen Bibeln haben diese plumpen Machelojkes längst entlarvt und expurgiert; die pflichtvergessenen Lektoren, die so was passieren ließen, ob
gehörntgeweiht oder nicht, sind zur Kur in einen Gulag abgeordnet worden.Dort entfernen sie orthographische Fehler aus der Friedhofsordnung und aus den Direktiven zur Benutzung sozialistischer Bedürfnisanstalten.
Dies könnte auch Ihnen blühen, Genoss_In Xyladekor, wenn Sie sich auch weiterhin nicht entblöden, unsere führenden Denker zum arbeiterfeindlichen Kirchgang aufzufordern — und, schlimmer noch, an ihren weisen Direktiven herumzu
ekelnmäkeln.politbuerokrat
März 7, 2011
Ganz famoser artikel! Da muss ich etwas tun, was ich wegen meines vorbildlich bescheidenen charakters nur ganz selten machen, nämlich mich selber loben: Wie intellektuell ich doch sein muss, dass ich solche artikel lese, mit so vielen philosophischen fremdwörtern! All die verlinkten perlen gesellschaftskritischer philosophie würden sich doch auch gut in unserer blogrolle machen, nicht wahr, genossen?
Merke: Dialektik ist das karussell politischer befreiungsarbeit, die revolution ist die drehbewegung (tatsächliche übersetzung) des karussells, die partei ist die karussellbetreiberin und der faschismus ist der drehwurm!
Xylophilon
März 7, 2011
Legt euch mit euresgleichen an, dem Juden und dem Muselmann, mit dem ihr euer Dasein teilt, der weltlichen Beschränktenheit, begründet in der Religion, als Mangel dieser Staatsunion, darüber könnt ihr gerne flachsen, dem seid ihr grade so gewachsen.
K@mmerjäger
März 7, 2011
Ich zitiere an dieser Stelle den Genossen/in Heinz/in Erhardt/in:
Der Muselman, derMuselman – der trank sich einen Dusel an,
dann rief er stets sein Muselweib – wo es denn mit dem Fusel bleib?!
Dann trank er und trank er – bis unter’m Tisch versank er!