Mehr weibliche aufsichtsrätinnen!

Posted on März 8, 2011 von

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freesiek

Dank der erinnerung der genossin merkel vergisst dieses jahr in der brd keiner den weltfrauentag am 8. märz und das verschenken von freesien (siehe bild und merkelrede) an verdiente mütter des sozialismus. Dass der weltfrauentag, wie er in der deutschen demokratischen republik dem beispiel der sowjetunion folgend durch den einmütigen beschluss von partei und volk festgesetzt wurde, um die errungenschaften des sozialismus im kampf gegen diskriminierung und sexismus zu feiern, trotz des endes der ddr wieder beachtung findet, zeigt, dass der sozialismus eben nicht von der herrschenden klasse ins vergessen manövriert werden kann. Wir dürfen nicht vergessen: Sozialismus und frauenbefreiung bedingen einander, denn Karl Marx (MEW 32/583) beobachtete scharf:

Der gesellschaftliche Fortschritt läßt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts (die Häßlichen eingeschlossen).

Eine sozialistin, schön wie gemalt; gross, friedlich, einheitlich und wohlstehend!

Wir möchten das im zusammenhang mit der forderung der bundeskanzlerin nach mehr frauen in führungspositionen von unternehmen vertiefen. Warum fordert Marx, die häßlichen frauen einzuschließen? Warum können die gewerkschaften ernsthaft eine frauenquote für aufsichtsratsposten von 40% mitfordern, wenn die laut mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen gewerkschaftsvertreter_innen in den aufsichtsräten auch nur zu 20% frauen sind? Oder soll die frauenquote nur für die aufsichtsräte der anteilseigner gelten? Wenn ja, warum? Und wieviele?

Gehen wir nicht der reihe nach. Man kann das phänomen des kapitalismus nur sexualökonomisch mit den lehren des pioniers der marxistischen sexualpsychologie, dr. wilhelm reich, voll verstehen. Die triebunterdrückung durch das gesellschaftliche system mit seiner repressiven moral und dem kapitalistischen effizienzzwang führt zu einem aggressionsstau, der sich in gewinnstreben und konkurrenzkampf entlädt und dadurch wiederum triebunterdrückend wirkt. Von diesem teufelskreis ist ein männerdominierter aufsichtsrat besonders betroffen. Die befürchtung der neoliberalen, eine frauenquote in führungspositionen könnte den profit schmälern, ist also völlig richtig. Sie folgern daraus, dass die frauenquote nicht kommen dürfe, wir hingegen fordern sie gerade deswegen, da die profite ja stets auf kosten der armen gemacht werden.

Wie einer vegetativen enthemmung bei aufsichtsrats- und vorstandssitzungen durch einen grösseren frauenanteil bahn gebrochen werden kann, ist völlig klar. Fragt sie einfach berlustconi, der emsig für schöne frauen in der italienischen politik sorgt! Das ganzheitliche sexual- und arbeitserleben wird bei den führungspersonen mehr solidarität mit den arbeitenden massen auslösen und alle anreize für die verklemmte ersatzbefriedigung im sterilen geschäftszahlenstudium nehmen. Die manager in ihren hochschwebenden führungsetagen trennen sich auch textil noch viel zu oft durch feine anzüge von proletarischen “anzüglichkeiten”. Im nackichten liebesspiel mit den quotenfrauen wird der manager hingegen seine natürliche gleichheit mit allen arbeitenden und liebenden subjekten erleben, die im die solidarität abfordert, mit der eine gierige ausbeutung der werktätigen nicht mehr möglich ist.

Dies ist auch der grund, warum die männerdominierten aufsichtsratsposten der gewerkschaften nicht angerührt werden müssen. Gewerkschaftliche aufsichtsräte sind durch ihre männliche geschlechtlichkeit nicht im sexuellen austausch mit kapitalistenaufsichtsräten eingeschränkt, da die gewerkschaften ja schon immer für die volle gleichberechtigung von homosexuellen aktiv sind. Die frauenquote zielt nur auf die konservative, homophobe seite der kapitalistenaufsichtsräte ab, die in ihrer verklemmtheit nur von (nach traditionellen bürgerlichen masstäben) schönen frauen sexuell und politisch aktiviert werden wollen. Deswegen muss man die hässlichen frauen in aktenschränke einschliessen. Das praktische ist dabei, dass dadurch auch indirekt eine vorauswahl aufgrund des klassenstandpunktes stattfindet, denn sozialistische frauen sind immer die schöneren.

Wir fordern, dass die frauenquote schnell eingeführt wird! Es werden laut destatis nämlich  immer mehr frauen mit den dogmen der neoliberalen betriebswirtschaftslehre verdorben. Man darf nicht darauf warten, dass der frauenanteil im manegement durch den wachenden frauenanteil in den einschlägigen wirtschaftsdogmatischen studienfächern herbeigeführt wird.

Von solchen subjekten, die in immer grösser werdender zahl ausgerechnet von staatlichen hochschulen (!) ausgebildet werden, ist kein befriedigender fortschritt für die antikapitalistischen betriebsführung grosser DAX-unternehmen zu erwarten. Es steht zu befürchten, dass sie den quotenfrauen die aufsichtsratsplätze wegnehmen werden und auf diesen plätzen ebenso sexuell verklemmte profitscheffelei betreiben werden wie ihre männlichen vorgänger. Zwar werden auch studentinnen in gender science graduiert, aber das nur in viel zu geringer anzahl. Wir fordern deswegen neben der gender quote auch eine gender science quote: 30% aller hochschulabsolventinnen müssen gender science oder marxismus-leninismus als nebenfach haben. Nur so ist der neoliberalisierung des frauentums beizukommen!

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