Am Mittwoch will die Koalition nun endlich das Gesetz zur unterirdischen Lagerung von Kohlendioxyd beschließen. Wie aus gewöhnlich ungewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, will sich die Bundesregierung, sobald das Gesetz den Bundesrat passiert habe, der Novellierung des EEG (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien) zuwenden. Neben der bisher schon sehr erfolgreichen Förderung der klimaneutralen und umweltfreundlichen Erzeugung von Wind- und Solarstrom soll nun endlich auch die Herstellung von Jutesäcken gefördert werden. Jutesäcke sind hervorragend geeignet, um damit Sonnenlicht in Gebäude zu transportieren, außerdem sind sie nach Gebrauch vollständig biologisch abbaubar. Der Verband deutscher Jutesackproduzenten hat ein Gutachten vorgelegt, demzufolge man bis zum Jahr 2028 acht bis zehn Kernkraftwerke abschalten könne, wenn nur 80% der für Beleuchtung benötigten Energie mit der neuen Technik in die Gebäude gebracht werde.
»Licht werde trotz der zu erwartenden Mehrkosten für alle Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleiben«, so Bundeskanzlerin Genossin Merkel in einem Interview mit »Bluthilde«, »denn die Sonne schickt keine Rechnung«. Außerdem, so die Genossin Kanzlerin, habe Deutschland hier die einmalige Chance, die Führungsrolle im Klimaschutz zu behaupten und auf dem wichtigen Zukunftsmarkt des Jutesack-Lichttransfers einen Technologievorsprung zu erwerben, der die Zukunft des Hochtechnologiestandortes Deutschland und zehntausende, ja hunderttausende, wenn nicht gar Millionen Arbeitsplätze in der Textilindustrie und dem Lichtträgergewerbe sichern könne.
Die Jutesackförderung sei außerdem ein alternativloser Schritt zur Überwindung der Brückentechnologie Elektrizität. Die tragische Katastrophe von Montesano / Washington habe gezeigt, daß die Technologie Elektrizität vom Menschen letztlich nicht beherrschbar sei. Ähnliche Katastrophen können sich überall auf der Welt jederzeit wieder ereignen. Man müsse daher die Ängste unserer Menschen ernstnehmen und einen vorfristigen Ausstieg aus dieser Brückentechnologie in Betracht ziehen. Die Förderung der Jutesäcke könne hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten.
Auf die Frage von Bluthilde, wie denn der Kummunismus dann ohne die Elektrifizierung des ganzen Landes verwirklicht werden solle, antwortete die Genossin dialektisch, daß sie selbstverständlich nie von den hehren Prinzipien des Genossen Lenin abrücken würde, daß diese aber den Erfordernissen der gegenwärtigen revolutionären Situation in unserer Volksdemokratie entsprechend angewendet werden müßten. Schließlich sei der Sozialismus in der Lage, die Planzahlen zur Elektrifizierung auch gänzlich ohne Strom überzuerfüllen.
Die Jutesack-Technik soll außerdem in einigen Jahren ohne größere Konversionskosten problemlos zur Beleuchtung von Laub- und Erdhütten einzusetzen sein.











crisismaven
April 12, 2011
Hatte ich mich frueher schon vor Spinnen unterm Klodeckel gefuerchtet, so werde ich jetzt nie mehr mit Heizdecke pinkeln. Und meinen Sack in Jute wickeln oder, na, mal abwarten.
Gorbatschow
April 13, 2011
на сдорове!
Karl Eduard
April 13, 2011
Genau, der Jutesacktransfer! Die Erfahrungen der Bürger Schildas sollten endlich republikweit angewendet werden.
politbuerokrat
April 13, 2011
Da sieht man mal wieder, wie kurzsichtig die monströsen märkte sind, dass sie sowas nicht verwirklichen. Eigentlich klar: Licht in säcken zu tragen schadet niemandem, aber der kapitalismus macht profit nur aus dem schaden von menschen. Deswegen können so umweltweisende und zukunftsschützenden vorschläge eben nur von der politik verwirklicht werden. Unsere kanzlerin lebe hoch!
ostseestadion
April 13, 2011
Nicht zu vergessen, daß die Genossen Werktätigen_Innen der Wohnungsbaukombinate aber bitte dann auch die Fenster zumauern, damit das mühevoll gewonnene Licht sich nicht heimlich still und leise des Nächtens wieder nach draussen stiehlt.
Zur Not müsste man einen Antisolarenfluchtschutzwall um jedes Haus errichten.
Vollbeschäftigung, um das hier mal klipp und klar zu benennen, Genossen und Genoss_Innen, ist nur im Sozialismus möchlich !
Sophist X
April 14, 2011
Hier liegt eine solidaritätssteuer zugunsten der fortschrittlichen massen nahe, die sich vom marktwirschaftlichen foltersystem der bezahlten sklaverei als arbeitnehmer losgesagt haben und sich bei einem gläschen shitomirer brennspiritus rund um die uhr der historischen mission der arbeiterklasse widmen. Diese lichtsteuer wird gerecht nach dachfläche, sonnenstand und größe der kleinbürgerlichen einkommen aufgeschlüsselt.
Wie genossin, physikerin und kanzlerin des deutschen sowjets merkel vermutlich völlig richtig bemerkte, schickt die sonne keine rechnung, was einen maximalen spielraum bei der gestaltung der steuer lässt.
Karl Eduard
April 15, 2011
@Genosse ostseestadion
In der Übergangsphase bei der Durchsetzung der Jutesacktechnologie, müssen natürlich immer noch Fenster herhalten, denn immer scheint die Sonne ja nicht und bis jetzt könnten gerade mal 20 Prozent des Lichtes in den Wohnräumen mittels Jutesacktransfers bereitgestellt werden. Aber bis 2030 sollen alle Räume mittels Lichttransport in Säcken derart beleuchtbar sein, daß zukünftig Fenster nur noch produziert werden, um den Bewohnern einen Blick nach Draussen zu ermöglichen, die Beleuchtungsfunktion kann komplett entfallen!