Noch geheim: Rettungsschirm für Christian Wulff?

Geschrieben am Februar 17, 2012 von

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Nach bislang unbestätigten Gerüchten wird auf der Schnitzelpiste des Konrad-Adenauer-Hauses hinter vorgehaltener Hand diskutiert, bei der nächsten turnusmäßigen außerordentlichen Krisensitzung der Wirtschafts- und Finanzminister der EUdSSR die Causa Wulff mit auf die Tagesordnung zunehmen; Wolfgang Schäuble (CDU) soll in seiner Funktion als deutscher Finanzminister bereits eine stärkere Beteiligung privater Gläubiger gefordert haben, was den Wulff-Freunden wenig Freude bereiten wird, sobald man sich am Steintor in Hannover wieder an die Arbeit macht und die Zeitung aufgeschlagen hat.

Tatsächlich gehen Experten bereits jetzt von einem Finanzloch in unbekannter Größe aus, das der scheidende Bundespräsident hinterlassen wird und von dem zur Stunde noch unklar ist, wer dafür aufkommen soll. In den Reihen der deutschen Christdemokratie scheint man diesem Umstand nur wenig Beachtung schenken zu wollen und ist um so entschlossener, das in einer ausgemachten Beamt_innenpartei doch vielleicht etwas unvorteilhaft klingende Wort von der „Vorteilsnahme im Amt“ (vulgo: Bestechlichkeit) dem Wortschatz der Staatsanwaltschaft dieser scheinbar biederen, lauteren Provinzmetropole an der Leine zu überlassen.

In deutschen Wirtschaftskreisen heißt es, eine Wulff-Rettung sei zum Bruchteil der Kosten einer Griechenland-Rettung zu bewerkstelligen; möglicherweise reichen dafür sogar die Agios aus der fristgerechten Bereitstellung der EU-Milliarden. Das wäre doch recht passend, könnte man meinen, für eine Politik, die stets nicht den persönlichen Vorteil, sondern das große Ganze im Blick hat.

Doch ach, Genossinnen und Genossen: Nach mehrstündiger Diskussion ist unser Autor_innenkollektiv zu dem Schluss gekommen, dass die CDU mit Christian Wulff viel für die Gleichstellung des Staatsoberhauptes getan hat – ist man doch in der deutschen Christdemokratie nun endlich nicht mehr auf die Empfänger_innen staatlicher Transferleistungen und Menschen mit Migrationshintergrund angewiesen, wenn man auf Sozialschmarotzer, Wirtschaftsflüchtlinge und andere Parasiten schimpfen möchte, und sich dabei zu allem Überfluss auch noch dem perfiden Vorwurf der Fremden- oder gar Islamfeindlichkeit auszusetzen!

Nein, liebe deutsche Christdemokratie, bzw. lieber bayrischer Christsozialismus: Wer sich über unklare staatliche, halbstaatliche, private oder auch intime Finanzbeziehungen ereifern möchte, braucht endlich, endlich nicht mehr auf die Kanaken und Sozialschmarotzer aller deutschen Bundesländer schimpfen. Und um dem deutschen Alltagsrassismus entschlossen entgegen zu treten, fordern wir in unserer Funktion als Autor_innenkollektiv Hilde Benjamin hiermit: eine Restitution des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff inklusive aller seiner verfassungsmäßigen Rechte.

In seiner kurzen, aber bewegten Vita als Staatsoberhaupt hat dieser aufrichtig wirkende Wulff mehr für die Gleichbehandlung aller seiner Subjekte getan, als jede Gleichstellunsgminister_in (m/w) vor und möglicherweise auch nach ihm. Er hat ferner Wesentliches für die Bewusstseinsbildung in Staat, Volk und Partei bewirkt, denn es muss heute niemand mehr über „Transferleistungen“ schimpfen – man kann auch ganz einfach und politisch viel korrekter vom Bundespräsidenten reden.

Wer sich aus der vermeintlichen sozialen Sicherheit eines CDU-Mandates heraus über den Sozialstaat ereifern möchte, muss sich von nun an die Frage gefallen lassen, ob man die Einkommensverhältnisse des scheidenden deutschen Staatsoberhauptes wirklich ganz genau kennt. Das macht zwar das eine oder andere Subventions- und Steuersparmodell nicht schwerer oder leichter, aber es macht vielleicht, dass die Hetze gegen die Schwächsten dieser Gesellschaft ein wenig komplizierter von der Zunge geht.

Hier, bei diesem letzten Punkt, entstünde durch den Wulff-Rücktritt ein Scherbenhaufen, den es zu vermeiden gilt. Wenn Milliarden für die Rettung der Banken und anderer Agenturen des weltweit Amok laufenden Zionismus* übrig sind, dann müsste es auch genug Mittel geben, um einen Rettungsschirm über Christian Wulff aufzuspannen und ihn und seine Verbindlichkeiten in trockene Tücher zu bringen.

Mit Hilfe der EU, selbstverständlich, denn wie sonst soll dieser vorbildliche deutsche Christdemokrat seinen Auftrag erfüllen, Schaden abzuwenden vom deutschen Volk, insbesondere dessen sozial Schwächstinnen und Schwächsten, wenn er sich selbstlos nicht länger selbst zur Zielscheibe machen kann für all die Diskussionen über Sozialbetrug, die zwischen Rhein und Oder so gerne geführt werden?

*Es ist, Genoss_innen, nicht nur in im demokratischen Sozialismus, sondern bis weit in die CDU hinein (viele Grüße an Ruprecht Polenz!) selbstverständlicher Konsens, dass die zionistischen Agenten sich deshalb in Indien und Georgien in die Luft gesprengt haben, um einen imperialistischen Angriffskrieg gegen alle Erich friedliebenden Iranerinnen und Iraner heraufzubeschwören. Dass sich in New Delhi sogar die Frau des israelischen Botschafters in die Luft sprengen wollte, beweist die abgrundtiefe Verblendung der zionistischen Selbstmordattentäter_innen, vor denen die Welt nur durch das entschlossene Eingreifen der indischen Sicherheitskräfte in letzter Minute gerettet werden konnte. Die Annahme, es habe sich beim zionistischen Terror um Verzweiflungstaten gehandelt, weisen wir als einen Revisionismus zurück, der Relativismus bezweckt, indem er die perfiden Zionisten auf eine Stufe mit den Märtyrern und Helden des aufrechten palästinensischen Volkes stellt und ihr Handeln miteinander vergleichbar machen soll, im krassesten Widerspruch zu allen ideologischen Differenzen.

Update: In breiter gesellschaftlicher Front wird die richtungsweisende Forderung unseres Autor_innenkollektivs nach einer sofortigen Wiedereinsetzung unseres von der jüdischen Lügenpresse Springerpresse zu Unrecht aus dem Amt geschriebenen Bundespräsidenten unterstützt. “Wir wollen Christian Wulff zurück ins Amt des Bundespräsidenten” heißt es hier, und Muster-Christdemokrat sowie Freund “unserer Freunde” in Teheran, MdB Ruprecht Polenz (CDU), ist mit einer sehr niedrigen Mitgliedsnummer schon dabei. Für das Wochenende sind von der Pro-Wulff-Bewegung im ganzen Bundesgebiet viele Kundgebungen erbeten, die die spontanen und authentischen Trauerbekundungen des nordkoreanischen Staatsvolks noch in den Schatten stellen werden!

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