Jon Demjanjuk, Günter Grass – wer ist der/die Nächste?

Posted on April 17, 2012 von

2


notfall

Nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus St. Georg in Hamburg, Germany, hat unser führender links-deutscher „Dichter“, Günter Grass, gestern in seiner Funktion als Nazional- und Weltgewissen auf „nicht schuldig im Sinne der Anklage“ plädiert.

Er stellte sich damit in die juristischen Fußstapfen all jener aufrechten Deutschinnen und Deutschen, die sich im „legitimen Widerstand“ gegen die „Plutokratien des Westens“, „die bolschewistischen Horden des Ostens“ und den „alliierten Bombenterror“ sogar noch nach dem 8. Mai 1945 zu verantworten und zu verteidigen hatten.

Es ist indes nur ein Gerücht, dass Günter Grass für seine Inszenierung als zu Unrecht verfolgte Unschuld ursprünglich ins Curio-Haus eingeliefert werden wollte und erst von seinem Verlag darüber informiert werden musste, dass dort seit Ende 1949 keine Heilbehandlungen mehr verschrieben werden.

Angesichts der ärztlichen Schweigepflicht konnte sich das Personal im Krankenhaus St. Georg nicht dazu äußern, ob Grass nun die „Kritik“ an des Meisters aus Deutschland „Gedicht“ das Herz gebrochen habe, oder die ungeheuerliche Unterstellung, er habe sich in seinem „mit letzter Tinte“ geschriebenem, politischen Testament freiwillig-unfreiwillig als ein Mossad-Agent offenbart.

Ob die deutsche „Friedens“-Bewegung für den heutigen Nachmittag zu Solidaritätsbekundungen und spontanen Blockaden vor der israelischen Botschaft, zur Besetzung von Synagogen und Koscher-Abteilungen aufrufen wird, ist zur Stunde noch unklar; ebenso die Beteiligung der deutschen “Occupy”-Bewegung.

Wir müssen unsere Leserinnen und Leser nicht erst daran erinnern, wem in dieser schweren Stunde die „politische“ Solidarität aller aufrecht empfindenden Menschen Deutschen gehört: Günter Grass, Nazionalgewissen und Vordenker des pazifistischen Volkssturms – zündet Eure „politischen“ Kerzen für ihn an, Genoss_innen!

Aus dem Umfeld des Heiligen Stuhls konnte bislang nicht bestätigt werden, ob für den Fall einer plötzlichen aber endgültigen Verschlechterung in Grass’ Gesundheitszustand zunächst nur eine Seligsprechung oder gleich eine  Heiligsprechung des deutschesten aller „Dichter“ Deutschinnen und Deutschen vorgenommen werden sollte.

Einen entsprechenden Antrag würde der Heilige Stuhl aber selbstverständlich nach dem kanonischen Recht, sowie nach dem „politschen“ Gewissen von Papst Ratzeputz Benedikt XVI prüfen; es hieß jedoch in Gerüchten, der deutsche Papst habe für diesen Anlass schon mal ein “Gedicht” geschrieben.

Der Deutsche Bundestag bereitet für den Fall eines Ablebens des ersten und besten „Literatur“-Nobelpreisträgers des wieder „gut“ gewordenen Deutschlands eine dreiwöchige Schweigeminute vor, heißt es auf der Schnitzelpiste in von offizieller Seite unbestätigten Gerüchten.

Wir laden deshalb alle unsere Leserinnen und Leser zum großen Bluthilde-Ideenwettbewerb für dieses dreiwöchige nazionale Großereignis, diesen Gedenk- und Schweigemarathon für Günter Grass, ein. Wir werden aus Euren Ideen einen staatstragenden Vorschlag für die Menüfolge das Programm der antisemtischen deutschen Leib und Magenspeise „Politik“ entwickeln, Genoss_innen!

Was, werte Leserinnen und Leser, wird sich die deutsche Journaille, angeführt von ihrem Staatsfunk, kredenzen, wenn es nicht nur „politisch“, sondern „gedenkpolitisch“ wird? Wie werden sich die Organe des Staates dem führenden deutschen Nazionalgewissen angemessen, also in seiner Funktion als jüngstes Opfer der zionistischen Weltverschwörung, widmen?

Der Höhepunkt der dreiwöchigen Schweigefeierlichkeiten steht allerdings fest: Die Krull-Oper Die Majles sollen nämlich nun auch offiziell den Ehrentitel “Gefühltes Schwesterparlament des Deutschen Bundestags” erhalten, heißt es; schließlich schweigt hier wie dort alles “Parteiengezänk”, sobald es gegen die Juden Israel geht.

Ob dieser Plan zeitnah umgesetzt werden kann, hängt zur Zeit von Gesprächen ab, die angeblich im Rahmen des „kritischen Dialogs“ im Auswärtigen Ausschuss unter Regie von Ruprecht Polenz (CDU) laufen; die Chancen stehen jedoch gut, sobald es zu einem Atomkompromiss kommen sollte, sagt man im Umfeld der Delegation.

Im Rahmen des "kritischen Dialogs" hat sich der Außenausschuss des Deutschen Bundestages bereits auf einen "politischen" Atlas geeinigt, der die wahren Machtverhältnisse in Mittel- und Nahost angemessen reflektiert (h/t politbuerokrat_in).

 

Immerhin kann man sich im deutschen „Parlament“ sicher sein, dass die Abgeordneten nicht erst durch eine Bundesdrucksache an das Führerprinzip die freiwillige Selbstkontrolle in Meinungsfragen erinnert werden müssen, denn der moderne deutsche Demokrat (m/w) darf sich nun auch wieder ohne „Führer und Reichskanzler“ auf die deutsche Einheitsmeinung berufen.

Wir vom Autor_innenkollektiv Hilde Benjamin begrüßen diesen Schritt zur demokratischen Reife des wieder „gut“ gewordenen deutschen Volkes und finden, das ist ein später, aber gerechter Triumph der deutschen Demokratie – wie sie übrigens auch in unserer Deutschen Demokratischen Republik praktiziert wurde!

Wenn man sich angesichts der angeblich angestrebten dreiwöchigen Schweigeminute auf eines verlassen können wird, dann darauf, dass es für die praktische Politik in Deutschland ausreicht, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages (m/w) „der Freiheit ihres Gewissens“ unterworfen sind.

Denn wenn es darum geht, für deutsche Interessen „Partei“ zu ergreifen und „Politik“ zu machen, kennt man hierzualnde nicht erst seit dem Kaiser keine “Parteien” mehr, sondern nur noch Juden “Israel”; es kann also endlich noch mal volle Pulle für Grass und gegen seine Feinde gehen, wenn die Möglichkeit für Grass’ „poltische“ Heiligsprechung einst gegeben sein wird.

So hat es auch der Pogrombeschluss nach der antifaschistischen Intervention völkerrechtswidrigen Erstürmung der Marvi Marmara bewiesen, den der Deutsche Bundestag mit allen verfügbaren Stimmen unterschrieben hat, noch bevor sich hierzulande herumsprechen konnte, wie es wirklich war.

Dieses Ressentiment ist noch bei weitem gediegener, belastbarer und nachhaltiger, als der solide antiamerikanische Reflex deutscher „Links“- und Bessermenschen, die den Alliierten ihre Befreiung vom Faschismus niemals verzeihen werden – zu viel „Freiheit“ ist eben auch nicht gut.