Zionismus kurz vor seinem Ende!

Posted on Mai 8, 2012 von

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rollevowaerts

In einem kaltblütig exekutierten „politischen“ Täuschungsmanöver ist es dem allen lokalen und globalen Widerständen zum Trotz noch immer regierenden „Amerikaner“ Chef der Freund_innen des Affen Bush im Zusammenspiel mit Cowboy-, Cowgirl- Cowperson-Spielfilmhelden und den Agenten des religiösen Krypto- „Ortho-Faschismus“ in den zionistisch besetzten Gebieten Palästinas („from the river to the sea“ bzw. „go back to Auschwitz“) gelungen, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (Stichwort: „Neuwahlen“ – pah!) eine Koalition der „nationalen“ Front zu bilden.

Die Kadima, letztes „politisches“ Echo der Avodah, also jener zionistischen israelischen „Arbeiter“-Partei, die seitens der Komintern stets des Revisionismus und Revanchismus verdächtigt worden war, und der nicht nur von der Internationale nachgesagt wurde, dass sie unsere gerechte Sache und die Rechte aller Werktätigen nicht nur mit Füßen tritt, sondern an die Couponschneider und Heuschrecken der international operierenden Finanz-Oligarchie verkauft, wird sich nun auf ihrem rechten Parteiflügel (und das ist seit dem Weggang von Tzippi Livni der einzig verbleibende) mit dem neokonservativen Likud wiedervereinigen.

Sodass eine Regierung der nationalen Einheit dabei herauskommt, die mit 94 Mandaten über alle anderen gesellschaftlichen Kräfte wie eine syrischer Panzer israelischer Bulldozer hinweg rollen wird.

Die Rolle vorwärts ohne Hilfestellung wirkt noch etwas unbeholfen – aber mit etwas Pech wird doch noch ein “politischer” Bulldozer daraus.

Die Opposition wird kaputtregiert!

Eine Regierung, für die selbst im Likud nur wenig Sympathien übrig sind, denn warum jetzt mit der Kadima zusammengehen, wo die Mofaz-Gurkentruppe dabei ist, sich selbst ad absurdum zu führen?

Nun ja, vielleicht nur um diesen Trend noch zu beschleunigen, und die kritischen gesellschaftlichen Kräfte für immer zum Schweigen zu bringen; dass das Außenressort an Roni und Michal aus Tel Aviv gehen soll, die mit ihrer entzückenden pro-iranischen Werbekampagne den israelischen Gesellschaftsvertrag in Frage stellen wollten, ist wohl nur ein Gerücht.

Eine Regierung, deren Protagonisten sich bereits per Koalitionsvertrag (zwischen Netanyahu und Mofaz, dem neuen, „alten“ Chef der Kadima) gegenseitig der Absicht versichert haben sollen, dass sie auf jeden Fall bis zum Datum der turnusmäßigen Knesset-Wahlen im Oktober 2013 durchhalten müssen – ihre Interessengemeinschaft also auf „politischem“ Kalkül und sozialem Zwang basiert – illustriert vom Standpunkt der wissenschaftlichen Weltanschauung aus betrachtet lediglich, dass Juden Zionisten zu einem organischen Staatswesen schlechterdings nicht in der Lage sind.

Bei uns, VolksGenoss_innen, und überall sonst auf der Welt, wächst aus freiwillig-unfreiwilligem individuellem und völkischem sozialem Antrieb das zusammen, was zusammen gehört – und zwar ohne, dass es dazu eines äußeren Anlasses in Form von „politischen“ Interessen bedarf!

In die Zelte – warte, du Hüttenkäse!

Die Koalition der nationalen Einheit unter Führung des im ganzen Land verhassten Biberman-Regimes ist die konsequente Fortführung der brutalstmöglichen Niederschlagung des legitimen Widerstands der Protest-Bewegung aus dem letzten Sommer (Social-justice-Daphne und die Camping-Freunde, Sie erinnern sich?), und das im ganzen Land verhasste Bibermann-Regime versucht sich damit der Möglichkeit interner Widerstände angesichts zunehmender Hüttenkäsekosten sozialer Kälte zu entledigen.

Es zementiert damit das Regime jenes falsche Ganze, das den kapitalistischen Ausschluss aller durch Alle praktiziert. Eine „Politik“, die es nicht allen Teilnehmer_innen seines Gesellschaftsvertrags allen Einwohnerinnen der illegalen zionistischen Siedlung Tel Aviv gestattet, in der Nachman-Straße oder am Rothschild-Boulevard zu wohnen. Letztlich ist das eine “Politik”, der wir auch seitens des Autor_innenkollektivs Hilde Benjamin jede Chance geben wollen, sich selbst ad absurdum zu führen.

Eine „Politik“, der bereits am vergangenen Wochenende in den Ablenkungsmanövern zur Erweckung des Anscheins von gesellschaftlicher Legitimität (vulgo: „Wahlen“ – pah!) in ganz Europa Frankreich, Griechenland und Schleswig-Holstein, eine deutliche Absage erteilt worden ist. Diese „Politik“ wird an ihren inhärenten Widersprüchen zugrunde gehen, ohne, dass wir viel dazu beitragen müssten.

Wir, VolksGenoss_innen und Kräft_innen der Fortschritts-Folks, können uns währenddessen nämlich in aller Ruhe ein zweites Bier und eine dritte Grillwurst holen und den Untergang des Kapitalismus, wie wir ihn kennen, dann morgen früh im Neuen Deutschland oder in der Jungen Freiheit, äh: jungen Welt, nachlesen.

Drei Jahre Biberman sind genau drei Jahre zu viel!

Die „israelische“ Bibermann-„Politik“ scheint dabei für die bürgerliche „Wirtschafts“-Statistik recht erfolgreich überzeugend praktiziert inszeniert worden zu sein; fast so überzeugend wie Cristina Kirchner und ihre INDEC-Mäuse, die quasi über Nacht den argentinischen Inflationskäse wegknuspern, sodass davon bis zum nächsten Morgen nur eine eins vor dem Komma übrig bleibt (war es in diesem Monat vielleicht die Überproduktion von Busfahrkarten, die sich nach der argentinischen Statistik „inflationsdämpfend“ ausgewirkt haben soll?).

Lassen wir uns, Genoss_innen, davon nicht weiter täuschen: Die Tage des Zionismus sind gezählt! Vor allem, wenn man den handelsüblichen Kronzeugen der deutschen BDS-Filialen Glauben schenkt: Moshe Zuckermann, Uri Avnery und der sogenannten „Tochter“. Im Fall des Zionismus müssen wir jedoch nicht noch einmal noch nicht einmal handelnd tätig werden, VolksGenoss_innen, (nicht, dass man es im Deutschen Bundestag nicht verstünde, die Rache für die deutsche Geschichte sozial akzeptabel zu formulieren).

Diesmal genügt es, wenn wir Abwarten und Bier trinken.

Abwarten und Bier trinken, während der jüdische zionistische hebräische Materialismus seine Kinder_innen verzehrt. So lautet unsere Devise vom entwickelten Klassenstandpunkt aus betrachtet; und zwar nicht erst, seit der westdeutsche „Links“-Abweichler Willy Brandt den jüdischen Staat 1973 am ausgestreckten Arm verhungern lassen wollte, um die „Aufarbeitung der Vergangenheit“ made in Germany und im „politischen“ Zusammenspiel mit vier arabischen Armeen auf die Spitze zu treiben (ein paar Jahre nach seinem Kniefall in Warschau, wohlgemerkt).

Abwarten und Bier trinken, denn zum Glück brauchen wir auch kein anti-zionistisches Soli-Shopping zu praktizieren. Erstens schmerzt uns vom Autor_innenkaffee noch heute der Magen von der halben Tasse Sandino-Dröhnung, die wir im Jahr 1982 mal irgendwo getrunken haben, und zweitens wird außer Klient_innen des UNHCR in den sogenannten „Besetzten Gebieten“ –dem noch nicht befreiten Teil von „Free Palestine!“ – auch gar nichts produziert, das sich in irgendeinem deutschen „Dritte-Welt“-Laden verhökern lässt.

Abwarten und Bier trinken endlich, wie sich das Regime von Disco-Bouncer Liberman, „Vorwärts“-Mofaz und Bibi „Der Amerikaner“ Netanyahu in Wohlgefallen auflösen wird; das gibt endlich mal ein Arabischer Frühling eine Deutsche Revolution, die sich vom Gartenstuhl aus erledigen lässt, und nicht zuletzt deshalb ist gerade auch „linke“ Israel-Kritik in Deutschland so beliebt – weil sie vom Schreibtisch aus körperlich so bequem und komfortabel ist.

Das ist nämlich endlich mal eine Revolution, die sich mit einem Bier in der Hand erledigen lässt, da kann man sich den ganzen langen Vortrag sparen, den Herr Quadfasel für Herrn Feuerherdt halten wird.

Die Nachtigallen, die ich rief…

Doch worum geht es bei der eilends inszenierten nationalen Einheitskoalition in der Sache? Es geht um nichts weniger, als die Existenz Israels als jüdischer Staat, die das greifbarste Ergebnis des Zionismus verkörpert.

Dass wir uns in diesem Punkt unserer Israel-Kritik mit Splittergruppen des klerikalen Extremismus – nicht zu verwechseln mit „Ortho-Faschismus“ à la Kramer – einer Meinung sind, müsste uns eigentlich zu denken geben, Genoss_innen, tut es aber nicht. Zumal dieser jüdische Staat nach Meinung seines Erfinders „die Antwort auf den Antisemitismus“ sein soll – also auf etwas, das es gar nicht gibt, vor allem nicht in der „Linken“.

Denn worum geht es ganz genau? Die sogenannten „Frommen“ sollen von der Koalition der nationalen Einheit mit der Abschaffung des Chuq Tal um jede Möglichkeit gebracht werden, sich von der menschenverachtenden israelischen Siedlungspolitik in der Gegend um Haifa, Beer Sheva und Tel Aviv zu distanzieren, indem sie den Dienst in der israelischen Armee zugunsten religiöser Studien auf unbestimmte Zeit zurückstellen.

Ihnen, den klerikalen Extremisten aufrechten religiösen Antizionisten, müsste von daher unsere uneingeschränkte „politische“ Solidarität gelten – aber letztlich sind uns diese Leute einfach zu durchgeknallt religiös jüdisch.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, oder: die perfide Instrumentalisierung der Palästina-Solidarität durch Neturei Karta. Diese religiöse Splittergruppe ist nur deshalb an “Free Palestine!” interessiert, damit der Messias kommen kann, infam!

Religionskritik darf kein Tabu sein!

Religion, das wissen wir, denn es ist heute so wahr wie vor 156 Jahren, ist Opium. Aber solange es gegen die Juden Zionisten geht, sind uns selbstverständlich die Palästinenser_innen ganz egal. Deshalb lassen wir also die Finger von einer Solidarisierung mit diesen Kräften (oder lieber doch nicht?) und werden einen Teufel tun, uns mit Neturei Karta zu solidarisieren – das haben sie nun mal davon, sollen sie sich eben taufen lassen.

Nun aber sollen zunächst einmal die – aus welchen Gründen auch immer – überzeugtesten Kritiker des zionistischen Projekts zu Zielscheiben der Israel-Kritik degradiert werden (und das mit den Zielscheiben und der Israel-Kritik ist ganz wörtlich zu verstehen); bevor andere Kritiker drankommen? Arme Daphne! Aber auch ihre Camping-Freunde müssen uns dann egal sein.

Was uns jedoch nicht egal sein kann, VolksGenoss_innen, ist, dass wir durch die perfiden Manöver der perfiden „Regierung der perfiden nationalen Einheit“ potenzielle Kronzeugen in spe verlieren!

Man muss sie vor sich schützen…

Vor allem aber können wir es dem sogenannten „jüdischen Staat“ nicht einfach so durchgehen lassen, ständig neue Gründe für den Antisemitismus zu produzieren – schon wegen unserer besonderen Verantwortung als Deutsche (m/w) dürfen wir das nicht. Wir haben immerhin unsere Lektion verstanden: Antisemitismus hat ursächlich mit den Juden zu tun – vor allem mit denen in Israel.

Und in diesem Punkt wissen wir uns alle einer Meinung: von Sarah Wagenknecht bis Ruprecht Polenz, von Guido Westerwelle bis Dirk Niebel, mit einem deutlichen Schwerpunkt und gesellschaftlichen Schwergewicht rings um das „Kompetenzzentrum Goslar Lübeck“ hallt der Ruf wie Donnerschall: Millionen von Fliegen können sich nicht irren Zionisten_innen raus aus Israel!

Eine Einlassung der EU steht noch aus.Es ist aber auf Grund der jüngst zurückliegenden Initiativen zur Bekämpfung des Antisemitismus aus dem Hause Ashton absehbar, aus welchen „politischen“ Zutaten eine Stellungnahme aus Bruxelles bestehen wird, und immerhin gingen die London Olympics bereits mit gutem antizionistischen Beispiel voran und haben den Juden Zionisten schon mal klar gemacht, dass Jerusalem nicht ihre Hauptstadt sein oder bleiben kann; egal, wie viele „Regierungs“-Gebäude in Givat Ram noch produziert werden, weil Jerusalem nämlich „immer schon“ die Hauptstadt von „Free Palestine!“ ist (Helen Thomas couldn’t agree more).

Unser Kampauftrag ist klar!

Lasst uns nicht tatenlos mit ansehen, wie die Juden Zionisten täglich neue Gründe für den Antisemitismus schaffen, indem sie die gesellschaftlichen Privilegien religiöser Minderheiten schleifen und nun auch überzeugte Antizionisten zur Selbstverteidigung zur Kollaboration mit dem zionistischen Siedlerprojekt zwingen.

Minderheiten, die eigentlich unsere natürlichen Verbündeten im Kampf gegen Israel bei der Israel-Kritik wären, die uns aber egal sein müssen, solange sie sich nicht aus ihrer Umklammerung in religiösen Wahngebilden lösen, und aufhören, Zionisten Israelis Juden zu sein.