lieber …kowsky als bus(c)h: kommunisten für sarrazin unterstützen kita-pflicht

Posted on Januar 5, 2010 von

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die kommunisten für sarrazin zeigen sich höchst erfreut über den bemerkenswerten vorschlag des neuköllner bezirksvorstehers heinz buschkowsky, in so genannten problembezirken eine kita-pflicht einzuführen. dass sogar unter den sozialfaschisten in der hauptstadt noch fortschrittliche kräfte vorhanden sind, zeigt neben dem genossen wowereit und natürlich dem früheren finanzsenator sarrazin in diesem zusammenhang nicht zuletzt auch die genossin felicitas tesch, die diesen schritt auch auf andere als die so genannten „problembezirke“ ausgedehnt sehen möchte.  

gerade in der welthauptstadt des humanismus und des aktiven kampfes gegen das unterdrückerische konstrukt der bürgerlichen familie, gegen den dort unkritisch von den kindern rezipierten religiösen aberglauben und gegen den missbrauch von der bourgeoisen chimäre des verfassungsstaates eingeräumter, so genannter individualrechte kann es nicht angehen, dass eltern in ihrer entscheidungsfreiheit allein gelassen werden, die auf grund ihres – im unterschied zur langjährigen erfahrung der schulbehörden – mangelnden weitblicks und ihres falschen oder noch nicht ausgebildeten bewusstseins gefahr laufen, die falschen entscheidungen zu treffen. die berliner stadtpolitik hat dies schon im zusammenhang mit der verpflichtenden einführung sozialistischen ethikunterrichts richtig erkannt und nach der erkenntnis gehandelt, dass gerade in zeiten sich verschärfender klassenwidersprüche im sterbenden spätkapitalismus eltern mit ihrem – ohnehin antiquierten – erziehungsrecht generell überfordert sind.

die vorschläge der genossinnen buschkowsky und tesch gehen aus der sicht der kommunisten für sarrazin zwar in die richtige richtung, reichen aber bei weitem noch nicht aus, um dem staat und seinen behörden die möglichkeit zu geben, seinen überlegenen sachverstand und seinen erkenntnistechnischen vorteil zum wohle der arbeiterklasse und aller werktätigen in vollem umfang auszuspielen.

um dem sozialistischen staat die möglichkeit zu geben, uneingeschränkt seine stärken zum vorteil des gemeinwohls zur geltung zu bringen und darüber hinaus dem gesellschaftspolitischen ziel des humanismus zu dienen, ein labeling von kindern zu vermeiden und schon im keim zu ersticken, schlägt unser autorinnenkollektiv im einklang mit den kommunisten für sarrazin vor, kinder künftig gänzlich aus elterlicher und familiärer unterdrückung und eineingung herauszulösen und vollständig in staatliche obsorge zu geben. um es frei nach dem genossen buschkowsky zu formulieren, wäre auf diese weise die allerfrühestmögliche sozialisierung gewährleistet!

auf diese weise kann gewährleistet werden, dass kinder nicht durch religion, sexuelle unterdrückung, countrymusik und den zwang zur entwicklung falscher loyalitäten in ihrer bewusstseinsbildung behindert und somit traumatisiert werden. mit 14 jahren sollen kinder dann – um den buchstaben des grundgesetzes formal genüge zu tun – frei entscheiden können, ob sie wieder ins joch ihrer bürgerlichen herkunftsfamilie zurückkehren oder weiter in jenem offenen, toleranten und fortschrittlichen lebensumfeld verbleiben möchten, die der staat und das kollektiv ihnen bis dahin geboten haben.

einen sehr interessanten vorschlag hat in diesem zusammenhang allerdings auch der genosse carsten schulz aus mannheim im reaktionär-faschistischen kriegstreiberblatt „junge freiheit“ geäußert, das von der herrschenden klasse zugelassen und damit unterstützt wird und das dem bundespräsidenten horst köhler hilft, seine revisionistische weltsicht zu formen. er hat vorgeschlagen, einen straftatbestand der „integrationsverweigerung“ zu schaffen.

die kommunisten für sarrazin werden diesen vorschlag 1:1 in ihr konzept zur strafrechtsreform im gedenken an die vorausschauende justizpolitik der genossin dr. hilde benjamin übernehmen und in eine reihe stellen mit der strafbewehrung von marxeslästerung, evolutionsleugnung, infragestellung der reproduktionsfreiheit, verharmlosung des vom menschen gemachten klimawandels oder dem zu schaffenden qualifizierten tatbestand der „staatsfeindlichen hetze aus aberglauben oder regressiver gesinnung“.

das bürgerliche vorurteil, straftatbestände müssten klar und berechenbar formuliert sein, wurde schließlich nur in die welt gesetzt, um damit kapitalistische wirtschaftskriminelle und faschistische boykotthetzer vor der strafverfolgung durch dem gemeinwohl verpflichtete staatsanwälte zu schützen.

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