die linke beweist die gier der manager!

Posted on Februar 2, 2010 von

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Heuchlerische erzkonservative, wie der zeichner dieser karikatur oder john mccain, geben bernanke eine mitschuld an der wirtschaftskrise, um die unternehmereliten zu entschuldigen.

In wahlumfragen heisst es leider immer, linke parteien haben weniger wirtschaftskompetenz als die rechten parteien. Das hat sich gerade in der gegenwärtigen boom-baisse-hausse-phase negativ bei der bundestagswahl ausgewirkt. Der grund ist sicher, dass linke die wirtschaft zu schnell verstehen und dann sofort auf die gesellschaftlichen misstände hinweisen, die dadurch erzeugt werden. Das bewusstsein der meisten menschen ist aber noch durch die kapitalistische propagandamedien zu retardiert, um sofort zu erkennen, dass die wirtschaft nur der unterbau für ein komplexes unterdrückungssystem ist. Heute wird aber das autorInnenkollektiv hilde benjamin hinsichtlich wirtschaftskompetenz der linken ihren richtigen platz zuweisen. Anlass ist der versprochene kommentar zur wiederwahl ben bernankes zum präsidenten der federal reserve bank. Für bernanke hat sich präsident obama eingesetzt, weil er eine gute ergänzung zur notwendigen sozialen politik ist. Sein ehemaliger präsidentschaftskonkurrent, der erzkonservative senator john McCain, hatte sich mit einem fadenscheinigen argument gegen bernanke ausgesprochen: Bernanke sei mitschuldig an der krise und habe sich nicht bewährt. Als würde man die entwicklungshilfe einstellen, nur weil in den letzten 50 jahren die entwicklungsländer noch ärmer geworden sind! Dieser heuchler hatte im präsidentschaftswahl doch selbst seine angebliche erfahrung ins feld geführt! Aber von McCain sind wir unsinnige, reaktionäre argumentationen gewohnt, wie z.b. dass soldatInnen unter gefechtsbedingungen vermeiden müssten, über ihre sexuelle identität mit soldatInnenenkollegInnen zu sprechen.

In wahrheit war die geldpolitik nämlich richtig. Die leitzinsen wurden zunächst auf 1% gesenkt, als bernanke im gouverneursrat war. Das war richtige politik, der auch lafontaine zustimmt. In der ddr waren die kreditzinsen ja auch nur bei 0.5%. Hohe zinsen machen die menschen nur zu knechten und mägden des kapitals. Die schuld an der wirtschaftskrise liegt nur bei der gier der unternehmen, aktionären und manager. Ein beispiel beweist alles. Wir haben dafür den pharmariesen bayer-schering ausgesucht, weil es immer krankheiten gibt, aus denen er seine ausbeuterischen profite schlägt.

Smash capitalism and discrimination with a lever! Liebe doch alle ... alle Menschen und hasse kapitalismus!

Die profite der aktionäre werden von der eigenkapitalrendite bestimmt. Auch die managerboni werden daraus beglichen. 2001 hatte bayer nun eine eigenkapitalrentabilität von 5,8%. Das ist zwar viel, aber damals lagen auch die leitzinsen bei 4,5%.  Als die zinsen gesenkt wurden, erwartet man ja, dass die gesellschaftliche ungerechtigkeit abnimmt, d.h. die profite der kapitalisten sinken. Als bis 2005 die Zinsen um 2,5% auf nur 2% sanken, müsste die eigenkapitalrentabilität also 3,2% oder weniger sein. Sie war aber mit obszönen 14,4% viel höher! Das ist ungerecht und lässt sich nur mit der korrupten gier der wirtschaftseliten erklären, da hat genossin merkel recht. In der ddr waren die entscheider nicht so gierig und haben wie der rest des volkes in einfachen verhältnissen gelebt. Darum die parole:

Smash capitalism with a lever!