Seid wachsam, Genossen II — aus der revolutionären Praxis

Posted on März 19, 2010 von

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Also, ich weiß nicht. Irgendwie scheinen, wie die F.A.Z. berichtet, nur noch die Genossen in Nordkora sich auf ordentliche stalinistische innerparteiliche Säuberungen zu verstehen. Da hatte sich doch tatsächlich ein Kulakensohn das Vertrauen des geliebten Führers erschlichen, um im Auftrag der Zionisten und des US-amerikanischen Imperialismus als Agent des faschistischen Südkoreas die glorreiche hocheffiziente legendäre ultraproduktive sozialistische nordkoreanische volkseigene Volkswirtschaft zu ruinieren:

Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, ist Park Nam-ki, der frühere Leiter des Finanzkomitees der Arbeiterpartei, in der vergangenen Woche in der Nähe von Pjöngjang erschossen worden.

Park galt als Vertrauter des Machthabers Kim Jong-il und hat ihn auf vielen seiner Inspektionsreisen im Land begleitet. Er war seit 2005 Leiter des Finanzkomitees und hat sich dort besonders bemüht, die ersten Ansätze privater Wirtschaft in Nordkorea zu bekämpfen. Nun sei Park vorgeworfen worden, er habe »als Sohn eines reichen Landbesitzers« versucht, die Wirtschaft zu ruinieren.

Konterrevolutionäre Kulakensöhnchen gibt es doch sicher auch woanders, und daß die sich als die eifrigsten NÖP-Bekämpfer tarnen, ist auch nicht neu. Nur, warum werden die nicht viel häufiger enttarnt? Also, mehr Kampfgeist, Genossen: