advantage b-b-b-becker: stoppt die hetze gegen die odenwaldschule!

Posted on April 7, 2010 von

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erst konnte man noch davon ausgehen, dass es sich nur um ein ebenso schamloses wie billiges ablenkungsmanöver seitens des imperialistischen finanzkapitals handeln würde, das die öffentliche aufmerksamkeit vom missbrauchsskandal in seiner leibeigenen plattform zur geistigen desorientierung der massen, der katholischen kirche, wegbewegen sollte.

mittlerweile müssen die werktätigen in stadt und land und die kritische intelligenz als ihre intellektuelle vorhut begreifen, dass die herrschenden nun zum generalangriff auf die errungenschaften aus jahrzehnten fortschrittlicher bewusstseinsarbeit ausholen.

ziel der reformpädagogik ist es, den anerzogenen, reaktionären bürgerlichen willen zu brechen, um den sozialistischen willen aufbauen zu können

das prominenteste opfer der beispiellosen hetzkampagne der faschistischen reaktion ist zurzeit der ehrenwerte genosse gerold ummo becker, der in der blüte seiner jugend mit der evangelischen spielart des christlichen aberglaubens brach und sich in der folge in den dienst der offensiven hinterfragung der herrschenden ausbeutungszusammenhänge und der entwicklung der gefestigten sozialistischen persönlichkeit stellte.

großartige und in ungeahnter weise das kulturelle erbe des weltproletariates bereichernde genossinnen wie daniel cohn-bendit, klaus gysi oder beate uhse verdankten das rüstzeug für ihre erfolgreiche tätigkeit zum wohle der unterdrückten massen der umsichtigen und kompromisslos dem gefühlten klassenstandpunkt der werktätigen verpflichteten erziehung in der odenwaldschule, die in der pädagogischen praxis oft schwert und schild der humanistischen union war.

schon 1963 – also immerhin 5 jahre vor der großen sozialistischen kulturrevolution im herrschaftsbereich der finanzmonopole und 12 jahre vor der resolution 3379 – hatte man auch in den reihen der vereinten nationen die bedeutsamkeit des pädagogischen wirkens der odenwaldschule für die weltrevolution erkannt und angemessen gewürdigt.

der bewährte sozialistische grundsatz „jugend soll durch jugend geführt werden“ und die erkenntnis der genossen marx und engels, wonach die freie entwicklung jedes einzelnen die bedingung für die freie entwicklung aller ist und dies den gesetzen der logik entsprechend auch umgekehrt so sein muss, hatte zur konsequenz, dass anerzogene bürgerliche hemmungen einzelner zum gegenstand offensiver kritik durch das kollektiv werden mussten.

die kulturrevolutionäre wussten: die befreiung des einzelnen ist bedingung für die befreiung aller et vice versa

da ohne die befreiung jedes einzelnen von seinen durch das elternhaus erworbenen vorurteilen und seine freie entfaltung hin zu freiem denken statt religiösen glaubens und freier sexualität statt bürgerlichen exklusivitätsdünkels, reaktionären besitzstrebens und konterrevolutionärer selbstabgrenzung die befreiung aller nicht möglich gewesen wäre, lag es nun mal in der verantwortung in ihrem klassenstandpunkt gefestigterer mitschülerinnen oder aber des lehrpersonals, bei bedarf der emanzipation des einzelnen eben nachzuhelfen. sogar gäste der einrichtung waren so begeistert vom progressiven pädagogischen konzept der odenwaldschule, dass sie sich spontan bereit erklärten, das kollektiv dabei aktiv zu unterstützen.

ist ja auch logisch, dass zu solchen maßnahmen gegriffen werden musste, da das bewusstsein des kollektivs nun mal fortgeschrittener und das wissen umfassender ist als das des einzelnen, zumal der oder die nicht selten noch grün hinter den ohren war, ehe sich die genossinnen seiner bzw. ihrer annahmen.

dass der genosse becker dabei auch außerhalb der unterrichtsstunden in seiner gesetzlich und tariflich verankerten freizeit bereit war, diese notwendige bewusstseinserweiterungsarbeit zu leisten, hätte ihm eigentlich mit sonderboni und erfolgsprämien abgegolten werden müssen statt wie jetzt mit undank und absurden behauptungen. mittlerweile hat es der kapitalismus geschafft, den genossen becker zu brechen, während seine häscher triumphieren.

ohne den unermüdlichen einsatz des genossen becker würden diejenigen, die jetzt – von selbstgerechtigkeit besoffen – als opfer dastehen, weil sie die kunst der selbstinszenierung vor den kameras und mikrofonen besser beherrschen als er, immer noch im sonntagsstaat zu gottesdiensten laufen, in unterhinterfragten rollenklischees gefangen plätzchen backen, drei kinder an der backe haben und countrymusik hören!

trug den gedanken der vegetativen enthemmung in prüden verhältnissen aufgewachsener kinder aus der odenwaldschule weiter in seine berufliche tätigkeit und inspirierte nicht nur die schwup und die humanistische union: der genosse cohn-bendit

der erste, der sich 1998 als brutus versucht hatte und dem genossen becker ans bein pinkeln wollte, war der damalige schulleiter wolfgang harder (real oder nur geistig mit dem hamburger npd-politiker ulrich harder verwandt?). dennoch wagte es erst die faschistoide cdu-kultusministerin karin wolff, glühende anhängerin kreationistischer wissenschaftsfeinde, den beratervertrag mit dem genossen becker zu lösen, der zuvor über jahrzehnte hinweg dazu beigetragen hatte, dass in hessen auch fortschrittliche akzente in der bildungspolitik gesetzt werden konnten und nicht nur kinder fit für die kapitalistische ausbeutung in einem fremdbestimmten leben gemacht wurden.

was dem genossen becker und der odenwaldschule nun widerfährt, ist eine schande und kennzeichnend für die faschistischen bemühung des kleinbürgertums und der herrschenden finanzmonopole, die für sie in letzter zeit dank jahrzehntelanger fortschrittlicher aufklärungsarbeit innerhalb der gesellschaft ungünstigen entwicklungen umzukehren.

sollte es in all den jahren an der odenwaldschule auch nur zu einem einzigen vorfall gekommen sein, der dem ziel einer gesunden persönlichkeitsentwicklung eines schülers oder einer schülerin zuwidergelaufen war, dann liegt die alleinverantwortung dafür bei der immer noch in teilen der bevölkerung verbreiteten regressiven sexualmoral des christentums sowie beim zölibat, beim papst und der kirche. ohne ihre wühlarbeit und ihre besserwisserischen belehrungen wäre niemand von den betroffenen auch nur annähernd auf die idee gekommen, das, was sich auf der odenwaldschule zugetragen hatte, könnte auch nur im entferntesten etwas mit „sexuellem missbrauch“ zu tun haben.

genosse becker, wir haben uns entschlossen, dich aus anlass der faschistoiden hetzkampagne gegen deine person zum kopf des proleten ehrenhalber zu erheben und dir den durch dich inspirierten und kurzfristig gestifteten margot-honecker-ehrenpreis für herausragendes humanistisches wirken im erziehungswesen zu verleihen!

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