Proletari din toate tarile, uniti-va!

Posted on April 10, 2010 von

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Proletari din toate tarile, uniti-va! So stand es auf dem Umschlag der Gesammelten Werke, die mir Conducator Ceaucescu in den siebziger Jahren persönlich signiert überreichte mit der Widmung (ich übersetze aus dem Russischen, das er mir zuliebe verwandte) „Dem lieben Feliks zum 100sten Geburtstag mit Dank für die unschätzbaren Dienste beim Aufbau der Securitate, Nicolae und Elena„.

Ganz so gut scheinen sie sich nach meinem Weggang nicht mehr an mein Exerzierreglement aus dem Jahre 1921 gehalten zu haben, sonst waere er nicht 1989 von Verrätern schändlich ermordet worden, aber dazu mehr weiter unten.

Elena, größte Chemikerin der Menschheitsgeschichte, hatte auch verschiedene Rezepte für Sprengstoffe hinterlassen, deren unbestrittene Wirksamkeit jedoch bisher ständig von skrupellosen Agenten des Revanchismus hintertrieben wird.

De mortuis nihil nisi benesch!

Da aber seither soviele Kübel Unrat über seinem Andenken ausgekippt wurden, ist es an der Zeit, einige Ansichten über diesen grossherzigsten aller Revolutionsführer, dessen Gutmütigkeit und Volksverbundenheit nur noch von unserem lieben Führer Kim Jong Il (von George Bush auch Kim Jong the Second genannt) übertroffen wird (ja, das gibt’s, obwohl wir es zu Nicolaes Lebzeiten nie für möglich gehalten und auch nie laut gesagt hätten! Ein Hoch auf unseren lieben Führer, hoch, hoch, hoch!), geradezurücken.

Daß das Nobelkomittee nach Henry Kissinger, dem IPCC und Obama in der Wahl seiner Preisträger eigenartige Maßstäbe anlegt, ist ja ohne weiteres ersichtlich, daß es aber mit der Auszeichnung von Obama und Herta Müller im selben Jahr gleich zweifach den wahren Sozialismus zu verunglimpfen versucht hat, läßt auf eine erneute Verschärfung revisionistischer Tendenzen schließen, denen es mit tschekistischen Mitteln entschieden zu wehren gilt!

Da behauptet der geschiedene Mann von Herta Müller, daß er in den Hinterhof eines Ladens blicken konnte, bei dem nur unter halb heruntergelassenem Rolladen über den Hof verkauft werden durfte, da man nach vornheraus die Versorgungsmängel nicht zeigen durfte.

Das ist selbstverständelich eine infame Lüge! Diese Vorsichtsmaßnahme war erforderlich, da bei der reichhaltigen Auswahl des sozialistischen Warenreichtums ansonsten der Zustrom aus dem Westen nach Rumänien (und, ich gestehe verschämt ein, auch seitens ein paar nicht ganz ideologisch gefestigter russischer Genossen und vor allem Genossinen, die ihre Laufmaschen leid waren) den sozialistischen Aufbau in Rumänien gefährdet hätte.

Der Conducator hatte wegen des absehbaren Zuwanderungsinteresses schon verschiedenste dämpfende Maßnahmen eingeleitet. So wurde Herta Müller in den Westen geschickt, um, im ständigen Konakt mit der Securitate stehend, den rumänischen Aufbau im Westen nach Kräften zu diffamieren, bis die Zeit reif gewesen wäre, endlich die ungeschminkte Wahrheit über die unglaublichen Erfolge der rumänischen Wirtschaftskraft auch im Westen zu verbreiten. (Daß sie das immer noch tut, hängt damit zusammen, daß, wieder mal in Abweichung von bewährten tschekistischen Methoden, die Müller nicht rechtzeitig abgeschaltet wurde, aber ich kann mich ja nicht um jedes Detail kümmern. Es muß der Müller endlich jemand klar machen, daß wir jetzt in der zweiten, geheimen, Phase des sozialistischen rumänischen Aufbaus stecken, EU-Beitritt, Euro usw.)

Was hatte Conducator Nicolae denn dann eigentlich vor?

Er bereitete für die Zuwanderer aus dem Westen eine riesige Umsiedlungsaktion vor, in deren Zuge achttausend rumänische Dörfer reorganisiert worden wären. Man kann die Weitsicht gar nicht genug bewundern, mit der er vorhersah, daß dereinst die Menschen im Westen die antifaschistischen Schutzwälle bestürmen würden, um sich die dortigen Errungenschaften z.B. der Automobilindustrie, anzueignen.

Es ist genauso eingetreten, wie er es in privaten Gesprächen mir gegenüber prophezeit hatte: da er vorhersah, daß Stalins Doktrin vom Sozialismus in einem Land eine (egoistische!) Haltung verkörperte, deretwegen der Rest der Welt viele Jahrzehnte von den Errungenschaften des Sozialismus ausgeschlossen bleiben würde, so entschloß er sich schweren Herzens in einer der größten Täuschungsaktionen der Geschichte, den Weg für die europäische Integration nach sozialistischen Grundsätzen freizumachen. In der EU-Kommission und an der Spitze vieler europäischer und amerikanischer Staaten, auch des kleineren der nordamerikanischen Länder, den USA, sind nun sozialistische kampfgestählte Persönlichkeiten am Ruder und nun kann die Wahrheit, erstmals hier exklusiv auf Bluthilde, offenbart werden:

Nicolae Ceaucescu ist nicht tot!

Genau wie schon zuvor bei Adolf Hitler wurde das Ableben nur vorgetäuscht, um aus der sicheren Distanz von Neuschwabenland durch weniger exponierte Agenten im Westen erstmal den Boden bereiten zu können für eine siegreiche Rückkehr dieser sozialistschen Geistesgrößen! Hitler, Stalin und Ceaucescu leben, jeweils von fliegenden Untertassen abgeholt, zusammen mit Barbarossa (in der Reinkarnation von Heinrich Himmler) in Neuschwabenland, immer darauf bedacht, mit unsichtbaren Händen in das Weltgeschehen einzugreifen, während Genosse Lenin, auch er nur scheintot, vom Roten Platz aus noch immer seine Anweisungen an die vorbeidefilierenden Genossen im Flüsterton ausgibt.

Eine der gelungensten Maßnahmen, die auf persönliche Intervention Adolf Hitlers zurückging, und bei der Nicolae beratend Beistand leistete, ist die spektakuläre Rettungsaktion für Griechenland an die sozialistischen Genossen der PASOK, die verabredungsgemäß auf die geheime Parole „Reparationen“ hin organisiert wurde.

Solche geheimen Schlüsselwörter gibt es noch viele, Mindestlohn, Stimulus, Grundeinkommen, und jedes löst, wenn es per Satellitenverbindung in Neuschwabenland abgehört wird, sofort die 1944 vereinbarten Aktionen aus mit einer Präzision, die nur staunen machen kann. Sofort schwärmen die Emissäre aus, werfen hier Dollarbündel ab, greifen dort in Diskussionen ein, plazieren hie und da eine verdiente Genossin, alles nur, um den Sozialismus auch denen zu bringen, denen mitzuwirken bisher versagt war!

Lang lebe der Sozialismus und Genosse Conducator!

Feliks Dzerzhinsky