Die Weltrevolution – eine Frage der Akustik!

Posted on April 25, 2010 von

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Wir alle vermissen heute noch das große rhetorische Talent

unseres verstorbenen Genossen Honnecker.

Einzig er war berufen, in die Fußstapfen des großen Ernst Thälmann zu treten.

Und dennoch:

was hat die Weltrevolution falsch gemacht?

Psychologie und Rhetorik weisen neue Wege zur Lösung dieses Rätsels.

Wie wir wirken bestimmt nur zu 7 Prozent der Inhalt

„Wie wir auf andere wirken, bestimmt nur zu 7 Prozent der Inhalt, 55 Prozent werden visuell bewertet, zu 38 Prozent der Klang der Stimme, haben Wissenschaftler herausgefunden.“ (Beruflicher Erfolg: Die Stimme macht’s, Von Ursula Kals, FAZ, 11. April 2010)

Das ist das Geheimnis.

Wenn Quantität in Qualität um sich schlägt,

bleibt der Inhalt oft auf der Strecke.

Da Englisch mehr und mehr zur Arbeitssprache wird, sind Deutschkenntnisse zunehmend zunehmend unwichtig.

Inhalt interessiert die Massen auch nicht wirklich, sie wollen wissen, welche Marke draufsteht.

Hier haben wir bisher schmählich versagt. Die Agitprop-Schulungen konnten sich noch so sehr Mühe geben, wenn die Massen nicht hinhören oder –gehen, weil sie woanders in westlich beeinflußtem Konsumrausch Schlange stehen, dann nützt das alles nichts.

1989 hat sich das Blatt jedoch gewendet. Hatten früher noch revisionistische Abtrünnige das rhetorische Heft in der Hand,

so wurden die Redner der Bourgeoisie

inzwischen sämtlich durch geschickt plazierte Perspektivagenten ersetzt.

Bewußt wurde dabei der Westen über die Redegewandtheit der östlichen Funktionäre erfolgreich getäucht:

Erst durch den massenweisen Export unserer Reisekader in den Westen

im Gefolge der Westöffnung unserer siegreichen sozialistischen Bruderdemokratien war es möglich, die hoch gereifte Kultur der freien propagandistischen Rede

auch mitten ins Herz des Kapitalismus zu exportieren. Zwar überzeugt das die Massen nicht direkt vom Sozialismus, wohl aber, und das ist noch viel entscheidender, von der Unterlegenheit des Kapitalismus!

Brüder zur Sonne zur Freiheit

ist nicht ein wohlfeiles Wort allein, nein, es treibt auch den Strompreis!

So unterminieren wir die kapitalistische Wirtschaft, deren Schwerindustrie wir wieder dereinst an den Ural demon- und exportieren können werden, und wieder zum Schleuderpreis.

Die Arbeiterreinheitsfront

ist auf allen Gebieten aktiv

und sie wird sich diesmal, ganz ohne viel zu reden, durchsetzen. Danach können alle reden, was sie wollen, den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!

Feliks Dzerzhinsky

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