Qualitätsjournalismus: Schutzalter im Vatikan

Posted on April 28, 2010 von

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Wie es aussieht, denkt die Kirche, durch den vorrangig durch das Bluthilde-Blog erzwungenen Rücktritt des reaktionären Bischofs Mixa ihr ruhiges Hinterland zurückgewonnen zu haben.

„Die Welt“ und der Genosse Nowak aus Wien leisten ihr dabei auch noch Schützenhilfe:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article7319676/Vatikan-erlaubt-Sex-mit-Kindern-ab-zwoelf-Jahren.html

Auch wenn Reaktionäre jetzt zurückrudern: Zum Austreten gibt es keine Alternative! Aber bitte dabei keine miktionale Diskriminierung üben!

Auch wenn Reaktionäre jetzt zurückrudern: Zum Austreten gibt es keine Alternative! Aber bitte dabei keine miktionale Diskriminierung üben!

Das alles vermag nichts daran zu ändern, dass der Vatikan und die Kirche reaktionär-faschistische und sexualrepressive Ausbeutungsinstitutionen sind und bleiben. Was nützt eine – in der Tat sogar im europäischen Vergleich – fortschrittliche Gesetzgebung in der Frage des Schutzalters (wozu braucht man so etwas überhaupt, Beschützerinstinkt ist doch – wie man nicht zuletzt aus der Twilightkritik weiß – Zeichen eines zutiefst regressiven Bewusstseins!), wenn diese nicht von Handreichungen zur Entwicklung einer befreiten sozialistischen Persönlichkeit ergänzt werden?

Wenn es für Kinder im Vatikan keine „Bravo“, keine Sexualerziehung im Kindergarten und keine Aufklärungsmaterialien der BzgA gibt, wissen sie doch gar nicht, welche Möglichkeiten zur Selbstentfaltung ihnen die Gesetzgebung dort überhaupt gibt?

Zu suggerieren, dass die Kirche doch den aufklärerischen Forderungen der sexuellen Revolution in hohem Maße nachgekommen wäre, ist nur ein billiger Trick, um von der berechtigten Kritik an der christlichen Sexualmoral abzulenken!

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