Die rache des finanzkapitals

Posted on April 29, 2010 von

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Was die globalen finanzhaie dieser tage mit griechenland machen, legt die widerliche fratze des kapitalistischen systems offen. Anstatt das versagen ihres systems einzugestehen, das bei der jüngsten finanzkriser offenkundig wurde, geben sie sich arrogant und unbelehrbar, ja sogar rachsüchtig. Ratinagenturen, spekulanten, banken und –leider– auch finanzminister bilden dabei ein verhängnisvolles netzwerk. Das autorInnenkollektiv dr. hilde benjamin möchte zur kompetenzhebung der linken in wirtschaftlichen fragen kapitalistischen systemversagens kritisch entlarven, denn die genannten akteure spielen unterschiedliche rollen in dieser gegenwärtigen griechischen tragödie, die nur durch die krampfhafte verleugnung der morschheit des kapitalismus begründet ist. Banken, neoliberale politiker und bonzen des militärindustriellen komplex schieben sich im imperialismus, nach lenin die letzte etappe des kapitalismus,nämlich gegenseitig das geld der werktätigen und transferempfängerInnen zu. Durch das hinzukommen der spekulanten, die es vorher ja nie gegeben hat, ist die allerletzte etappe des imperialismus eingeleitet, der neoliberalismus, bei dem die zerstörerische kraft der perversen gier der besitzenden offenbar wird:

Der neoliberalismus ist wie ein grill, den Spekulanten, banken, neoliberale politiker und kriegstreiber mit der kohle der arbeitenden massen befeuern und diese dabei zu armen würstchen machen.

Durch das system aus steuergeschenken für die reichen (sie bemänteln das als „eigentumsrecht“) und zinsen ist der staat nämlich auf immer mehr kredite angewiesen. Deswegen musste er in der jüngsten finanzkrise banken retten: Hätte er es nicht getan und die banken wären pleite gegangen, dann gäbe ihm keiner mehr kredite und er könnte seine beamtInnen und angestellten nicht mehr bezahlen und die revolution bräche aus. Denn bekanntlich ist der kommunismus von der lumpenproletarischen dummheit der arbeiter, bauern und studenten enttäuscht, so dass er jetzt die beamtInnen und staatsangestellten zur vorhut der befreiung durch den sozialismus gemacht hat (damit keine reaktionären elemente in diesem kreis aufsteigen können muss man das parteibuch einer partei des demokratischen blocks haben).

Für die bankenrettung hat er aber wiederum schulden machen müssen. Ein teufelskreis! Hier schlug die stunde der spekulanten. Wurden früher die kurse der wertpapiere unabhängig von der bonität festgelegt, fielen sie nun wie heuschrecken, kakerlaken und sonstiges ungeziefer über die regierungen her wie hyänen über ein sterbendes zebra. Die ratingagenturen waren mit ihren bewertungen komplizen: Die abwertungen der bonität ausgerechnet der sozialistisch regierten länder griechenland, portugal und spanien ist ein deutliches zeichen von kapitalistischer machtpolitik, um gezielt kapitalismuskritische regierungen zu lähmen.

Die ratingagenturen versuchen sonst die blutleerheit des kapitalistischen systems durch „bewertungen“ mit A, AB, + und – zu verschleiern, die absichtlich den bezeichnungen der blutgruppen entlehnt sind. War die parallele zwischen wirtschaftskreislauf und dem blutkreislauf des menschen noch eine moderne wissenschafliche erkenntnis quesnays, mit der marx seine theorie wissenschaftlich fundierte, so ist dies in den fängen der ratingagenturen zu einer volksverdummung pervertiert worden, die das kapital auch im bewusstsein der öffentlichkeit an erster stelle stellt und nicht den menschen.

Wir fragen nun mit Lenin: Что делать?

Die lösung ist die einführung des sozialismus durch folgenden 12-punkte-plan:

  1. banken verstaatlichen
  2. keine offenlegung staatlicher verbindlichkeiten durch pensions- und andere transferansprüche
  3. spekulation verbieten
  4. staatsschulden nicht bezahlen
  5. banken pleitegehen lassen
  6. sozialausgaben nicht kürzen
  7. sozialausgaben durch vergesellschaftung der produktionsmittel finanzieren
  8. weniger arbeiten (die produktionsmittel sind nach punkt 7 sowieso nicht mehr vorhanden)
  9. staatliche investitionen in zukunftsorientierte branchen wie strassenbau (bau von demonstrationsstätten, nicht autobahnen), schulen (sozialkritische und sexualpädagogische umerziehung der jugend), kampf gegen rechts und holzautos, um sozialen protest künftig umweltfreundlich zu machen
  10. mehr wohlstand für alle (ausser für die reichen)
  11. bedingungsloses grundeinkommen
  12. bedingungslose kapitulation vor den taliban
  13. auflösung der schweiz und der usa
  14. verfassungsfeindlichkeit aller neoliberalen parteien und vereine feststellen
  15. einführung einer europaunionsfluchtsteuer
  16. internationale solidarität mit allen bankrotten ländern, insbesondere nordkorea und kuba, wo das klopapier knapp ist.
  17. solidarische zusammenarbeit aller mitgliedsstaaten der un an einer internationalen finanzkontrolle und der weltrevolution im sinne trotzkis. Kein winkel der erde darf platz für kapitalisten oder stalinisten bieten!