Long live 1.Mai! – Offizielle Bluthilde-Adresse zum Kampftag der Arbeiterklasse

Posted on Mai 1, 2010 von

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Auch ein sozialverträgliches Frühableben enthebt den Proletarier nicht von seiner moralischen Verpflichtung, den Kampftag der Arbeiterklasse angemessen zu begehen!

Der erste revolutionäre 1. Mai des AutorInnenkollektivs Dr. Hilde Benjamin wurde – dem weiteren ungebrochenen Anstieg der Leserzahlen folgend – zu einem Erfolg, der seinesgleichen sucht. Alleine schon das Rahmenprogramm mit einem Schisshase-Turnier für Mantafahrer, einem Werner-Seelenbinder-Gedächtnis-Wrestlingtournament und einem Auftritt des Moorsoldatenchors Güterglück hatte es in sich.

Kein Wunder, dass es am Ende eine unüberschaubare Menge aus den bewusstesten Elementen der revolutionären Massen war, die sich zum Zwecke der Begehung des Internationalen Kampftages der Arbeiterklasse auf dem Ernst-Thälmann-Platz in Hundeluft versammelt hatte. Sie waren mit Fahnen jedweder Art gekommen, mit Transparenten, Hämmern, Sicheln, Zangen, Kettensägen und Parolen der Partei sowie Arbeitergesängen auf den Lippen. An dieser Stelle dokumentieren wir auszugsweise die vielumjubelte Rede des ehrwürdigen Genossen Peer Versa, Erster Vorsitzender der Heimwerkergewerkschaft, Kommandant der örtlichen Betriebskampfgruppe „Kurt Eisner“ und Mitglied des provisorischen Politbüros zum Zentralkomittee der Partei der Arbeiterklasse, das bis zum Zeitpunkt der vollständigen Wiederinkraftsetzung der Beschlüsse des XI. Parteitags und der Wiederinkraftsetzung der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik wahrnimmt:  

„Genossinnen und Genossen, Arbeiter, Bauern, Kämpfer aus der kritischen Intelligenz und alle andere Werktätige in Stadt und Land!  An einem Tag wie heute macht es mehr Freude als je zuvor, wenn ich auf die Massen blicke, die sich hier versammelt haben, um den revolutionären Kampftag der Arbeiterklasse zu begehen, und es hat etwas Besonderes, Symbolisches für sich. Wenn ich daran denke, wie wenig uns die bürgerliche Reaktion entgegenzusetzen hat, wenn ich daran denke, dass die Kräfte des Aberglaubens im Lande, denen immer mehr die Felle davonschwimmen, uns nichts weiter entgegenzusetzen haben als in ihren verspießerten Familien am Abend des 30. April mit ihren Kindern darum zu beten, dass es am nächsten Tag regnen möge, dann kann ich dazu nur sagen: Wir haben es in den Zeiten des antifaschistischen Deutschlands geschafft, ohne Gott und Sonnenschein die Ernte einzubringen.

Heute scheint zwar nicht die Sonne, aber Regen ist auch keiner zu sehen und Gott erst recht nicht. Aber es gibt einen neuen Zugriffsrekord auf dem Bluthilde-Blog. Es gibt revolutionäre Massen, die hier und heute mit uns den Tag des Proletariats begehen. Und es gibt in Augsburg einen reaktionären Faschisten mit Bischofsmütze weniger und das ist einzig und allein das Verdienst unseres unbeugsamen Kampfes für die sozialistische Perspektive, unserer aufklärerischen Entschlossenheit und unseres Mutes, den revolutionären Klassenkampf tief in die Rückzugsgebiete des Feindes reinzutragen, denn Antifa, liebe Genossinnen und Genossen, bedeutet Angriff!

Wir lassen uns nicht rupfen und in die Pfanne hauen!

[…] „Heute in einer Woche, liebe Genossinnen und Genossen, begehen wir den Tag der Befreiung, der ja leider nur ein Tag der Befreiung für jene Deutschen wurde, die das Glück hatten, in der Zone der Sowjetmacht den Aufbau eines humanistischen Staatswesens miterleben zu dürfen. Aber in diesem Jahr gibt es für uns nicht nur am 8. Mai etwas zu feiern, sondern auch am Tag danach, denn dann werden die Bezirke an Rhein und Ruhr – das so genannte Bundesland NRW – von der Herrschaft der neoliberalen Ausbeuterparteien befreit und mit allergrößter Wahrscheinlichkeit zumindest eine der beiden sozialistischen Parlamentsparteien in Düsseldorf an der Regierung sitzen. Bluthilde wird also zumindest was NRW anbelangt wohl bald Regierungsblog.“ […]

[…] „Die CDU hat ja soeben erst klar und deutlich gezeigt, dass ihre Schwüre, sich öffnen zu wollen und den gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte Rechnung tragen zu wollen, so viel Wert waren wie einst das Versprechen des ehrenwerten Genossen Major a.D. Schloch, sich von den Ärschen der männlichen Thälmannpioniere in seiner Nachbarschaft fernzuhalten. Was soll man von einer Partei halten, die eine Ministerin, die sich bei Bedarf hinter dem Exotenbonus verstecken kann, erst ein paar fortschrittliche Sprüche klopfen lässt, die ohnehin der durch den hohen EGMR geschaffenen Rechtslage entsprechen, um sie dann medienwirksam zurückzupfeifen, damit der kleinbürgerliche Stammtisch bei der Stange bleibt? Ich denke, es wird ähnlich viel sein wie von einer Kanzlerin, die letztes Jahr während der Williamson-Affäre all ihren gesammelten Gratismut zusammenrafft, um leise Kritik am Papst zu üben, nur um jetzt kurz vor der Wahl die Aktivitäten der Kirche zur Aufklärung des Missbrauchsskandals zu loben. Dazu noch eine Klimapolitik, deren einzig spürbarer Effekt ein Steuerhinterziehungsskandal ist, bei dem die Brieftaschen der kapitalistischen Pfeffersäcke sich noch schneller Fett angesetzt hatten als die Haarpracht von Lena Mayer-Landrut. Das alles hat unsere Kanzlerin zu verantworten. Unser Vorschlag: Gönnt Ihr mal Abwechslung und schickt sie nach Griechenland, um den Euro zu begraben. Den Kapitalismus kann sie dann gleich mit verscharren.“ […] 

Friede den Hundehütten, Krieg den Pizzapalästen! Auch in Kasachstan treten die Werktätigen in Stadt und Land heute für ihre Rechte und gegen die Zerstörung ihrer Errungenschaften durch den Kapitalismus ein.

[…] Die Sozialfaschisten sind allerdings die Letzten, die Anlass hätten, mit dem Finger auf die Union zu zeigen. Auf jeden fortschrittlichen Exponenten wie den ehrwürdigen Genossen Gesterkamp, der endlich den Mut fand, den faschistoiden Charakter der Feminismuskritik in diesem Lande beim Namen zu nennen,  kommen reaktionäre Klassenversöhnler und Objektivisten wie die Naziflüsterer von Endstation Rechts oder die Fundamentalistenversteher wie Berlins Innensenator Körting. Die SPD hat nichts getan, um zu verhindern, dass heute wieder kritische Jugendliche, die den Kampftag der Arbeiterklasse zum berechtigten Protest gegen Reaktion, Faschismus und Krieg nutzen wollen, durch Polizeipräsenz provoziert werden. Die SPD trägt mit dazu bei, dass Faschisten ungehindert durch die Straßen ziehen und ihre Propaganda verbreiten dürfen. Und sie maßregelt kritische Kräfte in den eigenen Reihen wie die Genossin Drohsel, die es wagt, sich für gemeinnützige Organisationen wie die Rote Hilfe einzusetzen, während sie zulässt, dass AntifaschistInnen wie die GenossInnen von VVN/BdA weiter im Verfassungsschutzbericht stehen. Und dann will eine Frau Kraft uns weismachen, dass die Partei der Arbeiterklasse nicht koalitionsfähig wäre. Die einzige Partei, die hier nicht koalitionsfähig ist, ist Ihre SPD, Frau Kraft! Mit Ihren permanenten Kniefällen vor den Finanzmonopolen haben Sie jede Legitimation verspielt, sich als Vertreterin einer Arbeiterpartei zu bezeichnen. Die Werktätigen und die kritische Intelligenz werden Ihrer Demagogie am 9. Mai die passende Antwort erteilen und ihnen mit jeweils zwei Stimmen für Grüne und Linke zeigen, wer das progressive Lager wirklich glaubhaft vertritt.“ […] 

Bereits die Genossin Dr. Hilde Benjamin richtete ihre Rechtspflege nach einem wegweisenden Grundsatz der Partei aus neueren Tagen aus: The Sawis the Law!

[…] Und dann gibt es ja noch einen Herrn Brinkmann – nein, nicht den aus der Schwarzwaldklinik, sondern einen aus Schweden, woher ansonsten in den letzten Jahrzehnten nur Fortschrittliches zu uns gekommen war. Aber dieser Brinkmann ist überhaupt nicht fortschrittlich, sondern der doktert hier rum, um den Knechten des Zionismus und des US-Imperialismus wieder jenen Raum zurückzuerobern, den sie durch den gesellschaftlichen Fortschritt in Europa verloren haben.  Dabei ist Pro NRW ja noch nicht einmal die erste Wahl der Monopolkapitalisten und wird von deren Verlautbarungsorganen mit Argwohn betrachtet. Immerhin vertreten sie nicht wenige Forderungen, die wir auch von den Sozialfaschisten kennen. Die nationalen Sozialisten wiederum nehmen Anstoß daran, dass auf den Pro-NRW-Demonstrationen Maximalpigmentierte teilnehmen und Israel-Fahnen schwenken. Sozialdemokratismus und – wie es der Genosse Karl Marx zu formulieren pflegte – „jüdische Nigger“ als Mitglieder, da wundert man sich nur noch, warum die Partei nicht im Wahlkampf auch noch behauptet hatte: „Ferdinand Lassalle würde Pro NRW wählen“. […]

Wie einander SPD und KPD die Hand zur Einheit der Arbeiterklasse gereicht hatten, so müssen wir heute Griechenland die Hand reichen und Solidarität mit den fortschrittlichen Ländern im Kampf gegen den Imperialismus üben!

[…] „Wir können auch nur davor warnen, in Zeiten wie diesen Griechenland mit kleinbürgerlichen Gefühlen gegenüberzutreten. Das imperialistische Großdeutschland hatte durch seine Aggressionspolitik der letzten Jahrhunderte erst die derzeitigen Schwierigkeiten hervorgerufen, insofern müsste es genau genommen sogar die kompletten 250 Milliarden übernehmen, die jetzt nötig sind, um Griechenland wieder das Leben auf dem gewohnten sozialen Niveau zu ermöglichen. Es geht aber auch um etwas anderes: Griechenland ist die Wiege der humanistischen Kultur. Ohne Griechenland würden wir Sokrates nur als Fußballer kennen und Aristoteles würde man für eine Schildkröte oder einen reichen Parvenü halten. Wenn Jupiter und Ganymed, wenn Epikur und seine Schüler sich nicht beständig gegenseitig etwas hinten reingeschoben hätten, hätte Europa nur den Aberglauben als geistige Grundlage. Da ist es nur gerecht und auch einfach an der Zeit, wenn Europa jetzt endlich auch mal Griechenland hinten was reinschiebt.“ […]

[…] Während in Griechenland die Wiege des Humanismus verteidigt wird, erleben wir in Nordkorea, auf Kuba, in Venezuela, in Simbabwe, im Iran und in Gaza das, was dieser Wiege entstiegen ist. All den Genossinnen und Genossen dort und den Taliban-Widerstandskämpfern in Afghanistan gebühren unsere volle Solidarität und unsere Unterstützung. Und dort ist es auch an der Zeit, allfälliges Trennendes zurückzustellen und den gemeinsamen Kampf gegen den Klassenfeind, den Imperialismus und das Kapital voranzutreiben. Dafür arbeiten unsere GenossInnen hier mit ihren Mitteln, dafür müssen die GenossInnen vor Ort auf ihre Weise eintreten. Idealerweise auf eine Art, an der die Zionisten ähnlich zu kauen haben wie die der Affe Bush einst an der berühmten tschekistischen Brezel und die ihnen so schwer im Magen liegt wie seiner Gattin das Wildschwein von Trinwillershagen.

Es nützt niemandem, wenn beispielsweise die Hamas behauptet, die Palästinensische Autonomiebehörde würde aus fetten, korrupten Schweinen bestehen. Die GenossInnen dort sind nicht fett und sie sind auch keine Schweine. Die kommen – by the way – bei ihnen nicht mal auf den Teller. Selbstverständlich reicht es nicht aus, im Kampf gegen den Zionismus nur ein paar aufklärerische, PISA-konforme Schulbücher zu fabrizieren, die zu einer Bewusstseinsschärfung beitragen. Selbstverständlich muss auch tatkräftig der Wille zum Ausdruck kommen, sich nicht nur berieseln zu lassen, sondern auch selbst Hand anzulegen. Die EUdSSR tut, was sie kann, um den GenossInnen unter die Arme zu greifen. Aber für mein, dein und unser Steuergeld wollen wir ab und an auch mal greifbare Ergebnisse sehen! Die Taliban sind da in letzter Zeit wesentlich erfolgreicher.“ […]

Ein Genosse aus der Kreisleitung der Partei geht im Wahlkampfeinsatz entschlossen gegen faschistische Holzköpfe vor

[…] „Antifaschistischer Kampf, meine lieben Genossinnen und Genossen, ist immer ein Kampf gegen die herrschenden Bedingungen, gegen das kapitalistische System. Wir schließen keinen Frieden mit Deutschland, wir schließen keinen Frieden mit einem Staat, der Antifaschisten als Verfassungsfeinde etikettiert und Kreationisten das Bundesverdienstkreuz verleiht. Ja, seid ihr denn blind, Leute? Reicht es euch nicht, dass auch heute wieder in mehreren deutschen Städten Halbaffen, Esel, Faultiere und deren Nachkommen bei Naziaufmärschen aufmarschieren, um zu bemerken, dass die Evolutionstheorie richtig ist?

Wir fordern gerade jetzt und hier am 1.Mai ein wirksames Gesetz gegen jede Form von Marxeslästerung, das die Evolutionsleugnung, die Leugnung der menschengemachten Erderwärmung und die Diffamierung der Errungenschaften des Sozialismus zur selbstbestimmten Reproduktionsfreiheit zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklärt und mit hohen Strafen ahndet. Und wir fordern die Ungültigerklärung der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 durch die UNO und die EU und die Rückgabe der von den Fundamentalisten geraubten Gebiete an die Britische Krone! Spätestens wenn nach dem Ende der Amtszeit des Genossen Obama eine Massenflucht der ausgebeuteten Massen aus jenem Land, das den Kreationismus heute noch in dieser Unabhängigkeitserklärung stehen hat, zu uns ins aufgeklärte Europa stattfinden wird, ist es Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen.“ […]

[…] Deshalb betone ich noch einmal: Friede den Hütten, Krieg den Palästen! Liebe Genossinnen und Genossen, ich bedanke mich für euer Kommen, wünsche euch noch einen staufreien Weg nach Berlin und grüßt die Genossen vor Ort von mir! Zum Abschluss unserer Kundgebung verharren wir noch auf unseren Plätzen zum Gedenken an die ruhmreichen Soldaten der Sowjetarmee und beenden den offiziellen Teil mit dem gemeinsamen Absingen der Internationale in russischer Sprache. Freundschaft!“ […]