Tea Party in Augsburg

Posted on Juni 14, 2010 von

15


Die Hausbesetzerszene in Augsburg hat seit kurzem einen Neuzugang, über den sich die Freude in überschaubaren Grenzen hält. Der dienstjüngste Squatter der Fuggerstadt hält das Bischöfliche Palais besetzt, aus dem das Bluthilde-Blog, das Wirken der Genossin Claudia Roth und der fortschrittlichen Medien, die auf unsere Linie eingeschwenkt waren, vor allem aber auch unsere fünfte Kolonne innerhalb der römischen Kirche vor Ort ihn vor wenigen Wochen gedrängt hatten.

Als One Man Gang setzt sich derzeit Walter Mixa, der berühmteste Squatter Augsburgs, in Szene

 

Obwohl binnen kürzester Zeit rechtskräftig übersiebnet, versucht der Fortschrittsfeind Walter Mixa gegen seinen eigenen Rücktritt mit der Begründung anzustinken, dass – wie dem reaktionären Portal kath.net zugetragen wurde – die entschlossenen GenossInnen Weihbischof Losinger, Proäleat Knebel und Pastoralassistentin Fatah in vorbildlicher tschekistischer Entschlossenheit eine Anzeige gegen ihn eingebracht hatten, in dem sie ihm eine Tat vorwarfen, die er zwar nachweislich nicht begangen hatte, aber die ihm jeder aufgeklärte und PISA-gebildete Zeitgenosse auf Grund des ihm zugeteilten Wissens zugetraut hätte.

Die an Praktiken der Tea Party in den USA erinnernde Aktion Mixas, der offenbar nicht einmal Mittel wie zivilen Ungehorsam und Hausfriedensbruch scheut, stellt eine schwerwiegende Störung des gerade erst wieder eingekehrten Diözesanfriedens dar. Insbesondere ist zu befürchten, dass Weihbischof Losinger seinem Namen alle Ehre machen und von fundamentalistischen Mixa-Verehrern zum Loser gestempelt werden könnte, wenn sich jetzt nicht alle fortschrittlichen Kräfte mit ihm solidarisieren!

Muss sich möglicherweise auf einen langwierigen Häuserkampf einstellen: Der Genosse Weihbischof Losinger. Ohne tatkräftige Hilfe der Genossin Claudia Roth und aller fortschrittlicher Kräfte droht er daran zu scheitern

Insbesondere hofft das progressive Augsburg auf ein Machtwort der Genossin Claudia Roth, die jetzt die Möglichkeit und auch die sozialistische Pflicht hat, im Rahmen des Großen Elterländischen Krieges diesen Putsch beim Namen zu nennen, wie sie generell in den letzten Tagen Putschgeschehnisse aller Art zum Gegenstand erhellender Presseerklärungen zu machen pflegte.

Die Genossin Roth muss jetzt Farbe bekennen: Der Hohe Weg darf nicht zur Hafenstraße werden! Nicht auszudenken, wenn Mixa beginnen würde, das Palais instand zu besetzen und sich in der Folge am Ende vielleicht noch eine Konservativ-Subversive PI-Aktion oder ein konterrevolutionäres Wohnprojekt daraus ergeben würde.

Wir fordern: Keine Duldung rechtsfreier Räume und Hausbesetzungen in Augsburg! Räumung des Bischöflichen Palais von Walter Mixa! Abriss des Bischöflichen Palais! Wiederherstellung der sozialistischen Ordnung im Bischöflichen Palais! Sicherheit und Ordnung für die Stadt und den Erdkreis!