Genosse Saramago weilt nicht mehr unter uns

Posted on Juni 18, 2010 von

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Die Ewigen Jagdgründe freuen sich über einen prominenten Neuzugang und wir trauern derweilen um einen der profiliertesten Ingenieur der Seele, die das proletarische Kulturschaffen je hervorgebracht hatte und der heute auf Lanzarote von uns gegangen ist.

Der Genosse José Saramago hat sein Leben und sein gesamtes Kulturschaffen in den Dienst der Arbeiterklasse und ihrer revolutionären marxistisch-leninistischen Partei gestellt, der er über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg und bis zu seinem letzten Atemzug gegen Faschismus, Zionismus und die herrschenden Finanzmonopole kämpfend die Treue gehalten hat.

Sein entschiedener Kampf galt nicht nur dem Aberglauben, sondern auch allem sonstigem, das die Herrschenden zum Vorwand nehmen, um die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu rechtfertigen. Er verstand es, die Geschichte seines Herkunftslandes konsequent vom Klassenstandpunkt der unterdrückten proletarischen Massen zu deuten und der  kritischen Intelligenz als deren politischer Avantgarde dabei jenen Stellenwert einzuräumen, der ihr nach dem Gesetz der Geschichte auch zukommt.

Die Zionisten verstehen bewusst immer alles falsch - José Saramago rückte zumindest dem Weltgewissen stets den Kopf zurecht. Sein Ableben ist ein großer Verlust für den antizionistischen Freiheitskampf.

Die Verleihung des Literaturnobelpreises 1998 kam für viele überraschend, da die bürgerliche Reaktion die Tiefgründigkeit seiner Prosa nicht verstand und ihn beispielsweise nicht für einen großen Dichter hielt. Aber selbst wenn dem so sein sollte, wäre er mühelos imstande gewesen, diese Defizite durch die Erfüllung relevanterer Kriterien wettzumachen. 

Kommunist, Atheist, gegen Globalisierung, Bush, Papst, Kirche und Israel – damit hat der Genosse im Wesentlichen den Großteil jener Schlüsselqualifikationen erfüllt, die zur Erlangung eines Literaturnobelpreises erforderlich sind. Auch Schilderungen sexueller Freizügigkeiten vermögen – wie die Grundtendenz der Nobelpreisverleihungen in den letzten Jahrzehnten gezeigt hatte – oft das Fehlen einer der anderen oben genannten Essentials zu ersetzen. Bloß „schwul“ fehlte bei Saramago noch als Qualifikation… aber man kann ja nicht alles haben.

Er war für sein besonders kritisches Bewusstsein bekannt und er prangerte nicht nur zu Recht die imperialistischen und der Ausbildung eines emanzipatorischen Bewusstseins zuwider laufenden Strukturen an, sondern er verstand es auch, den „Geist von Auschwitz“ in der heutigen Zeit zu entdecken – in den Flüchtlingslagern der vom Zionismus unterdrückten Palästinenser.

Auf die „Freedom Flotilla“ hat es der Genosse Saramago nicht mehr geschafft, obwohl er im Geist in den Reihen der dort versammelten humanistischen FriedenskämpferInnen mitgesegelt war. Aber fortschrittliche PolitikerInnen wie der Genosse Norman Paech oder der NPD-MdL Holger Matschbirne Apfel werden möglicherweise die eine oder andere Äußerung Samaragos in seine künftigen Landtagsreden einbauen können. So wird auch dieser Genosse unvergessen bleiben.

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