Genossin Luc allein gegen die faschistische Mafia!

Posted on Juni 27, 2010 von

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Wir erleben gerade eine Phase des sterbenden Spätkapitalismus in diesem Lande, in der es mehr denn je nötig wäre, die Staatsspitze mit einer Persönlichkeit zu besetzen, die den nötigen Weitblick und die erforderliche Entschlossenheit aufweist, um dem Klassenauftrag Geltung zu verschaffen und auch den weniger gefestigten Elementen innerhalb der Arbeiterklasse wieder klar, verbindlich und unmissverständlich die Marschrichtung vorzugeben.

Als umso enttäuschender muss es erscheinen, dass die Parteien des demokratischen Blocks sich nach dem – durch proletarischen Druck gegen die heimischen Kriegshyänen erzwungenen – Rücktritt des bürgerlichen Staatspräsidenten Horst Köhler als unfähig erwiesen haben, akzeptable Kandidaten für dessen Nachfolge zu nominieren.

Passend zum derzeit an jeder Ecke zu beobachtenden Wiederaufflammen des kriegshetzerischen Nationalismus, der von der Unmenschlichkeit der kapitalistischen Ausbeutungsordnung und von der Maßlosigkeit des Imperialismus der Yankees und Zionisten ablenken soll, stehen gleich drei Kandidaten zur Wahl, die aus antifaschistischer, antipatriarchalischer und emanzipatorischer Sicht als absolut inakzeptabel erscheinen.

Dabei ist nicht einmal Blödelbarde Frank Rennicke das größte Übel, der wieder einmal als Lückenbüßer einspringen musste, da die kurze Zeit den nationalen SozialistInnen nicht mehr erlaubte, einen parteiübergreifend akzeptablen Kandidaten wie Rainer Langhans zu präsentieren. Immerhin ist der Kamerad Rennicke nicht nur eine verlässliche Bank, was eine konsequent antizionistische Position anbelangt, sondern geht mit fortschrittlichen HumanistInnen auch in seiner Ablehnung des kapitalistischen Schweinesystems, des christlichen Aberglaubens, in der Betonung der gemeinsamen darwinistischen Wurzeln, in der Verdammung des schwarz-rot-goldenen Fahnenkults und im Widerstreit gegen Rassenschande unter dem Vorwand des Fußballpatriotismus.

Schwarz-rot-goldener Patriotismus bedeutet ein Bekenntnis zum bürgerlich-faschistischen Ausbeuterstaat, der für Massenarmut, Unterdrückung, Polizeistaatlichkeit, Sexualrepression, Kriegslust, Prüderie und Theokratie steht. Der Kandidat Frank Rennicke und seine Kameraden haben dies im Unterschied zur bürgerlichen Reaktion begriffen.

Dennoch ist der Kamerad Rennicke selbstverständlich kein konsensfähiger Kandidat, da die nationalen SozialistInnen aus unwissenschaftlichen und höchst eigennützigen Motiven die von Darwin entdeckten und von fortschrittlichen SozialistInnen weiterentwickelten Gesetzmäßigkeiten der Geschichte außer Kraft setzen wollen, nur weil ihr früheres Oberhaupt sich beim Versuch, dem Survival of the Fittest durchschlagend Geltung zu verschaffen und gleichzeitig den Tod Gottes durch die Auslöschung dessen Volkes zu veranschaulichen, bezüglich der Fitness des deutschen Volkes etwas verkalkuliert hatte.

Außerdem ist ein Kandidat, der nicht weniger als 6 Kinder hat, die allesamt einer monogamen, heterosexuellen Ehe entstammen, absolut unglaubwürdig, wenn es um die Verlässlichkeit bezüglich des Problembewusstseins hinsichtlich der Überbevölkerung geht, die zusammen mit dem Klimawandel die Menschheit bedroht und nach weltweitem, radikalem Vorgehen der Partei schreit, die dem Einzelnen, der – wie die Probleme zeigen – nicht in der Lage ist, seinen „Pursuit of Happiness“ richtig sowie sozial und ökologisch verträglich zu definieren, ein für alle Mal diese Last abnehmen muss. Und im Unterschied zu bloßen Ankündigungspolitikern hatten sozialistische Parteien bereits im Laufe des 20. Jahrhunderts auch bewiesen, dass sie willens und durchaus in der Lage sind, das Klima und die Weltbevölkerung in kurzer Zeit um eine höheren dreistellige Millionenzahl zu entlasten, wobei – und das muss auch Rennicke zugute gehalten werden – der wesentliche Anteil des Wirkens nationaler KameradInnen an dieser Form des vorausschauenden Global Governments nicht übersehen werden darf.

Noch wesentlich problematischer als der ohnehin schon problematische Kandidat Rennicke ist der Kandidat der Regierungsparteien, Christian Wulff. Nicht nur, dass er sich – im Unterschied zu jenen Parteien des demokratischen Blocks innerhalb der Nationalen Front für das demokratische Deutschland, die ihn nominiert hatten – einfach nicht zu einer klaren Position gegen die Menschenfeindlichkeit der zionistischen Entität durchzuringen vermag.

Kriegstreiber und Evolutionsleugner würden Wulff wählen!

Was besonders schwer wiegt, ist, dass Wulff keinerlei Berührungsängste gegenüber den reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elementen des Finanzkapitals hat, wie sie sich nicht zuletzt in den evangelikalen Vertretern des Aberglaubens zu erblicken sind und die sich dem Fortschritt noch stärker entziehen als die römische Führung der – in Deutschland schon stark von unserer fünften Kolonne unterwanderten – Katholischen Kirche.

So ist er unter anderem Mitglied im Kuratorium der Vereinigung „Pro Christ“, die vom fundamentalistischen Einpeitscher Billy Graham geleitet wird – und das ist in diesem Fall nicht der gleichnamige Wrestling-„Superstar“, sondern globaler Missionierer und Berater mehrerer Administrationen der Kreuzfahrer in Washington. „Pro Christ“ betreibt nicht nur Marxeslästerung in ihrer schlimmsten Form, verweigert sich der gleichen Wertschätzung für und der Gleichbehandlung aller Formen menschlicher Sexualität, sondern leugnet auch die Erkenntnisse Darwins sowie des wissenschaftlichen Weltbildes und das Menschenrecht auf Abtreibung. Zwar wissen wir, dass in religiösen Wahnvorstellungen verhaftete Menschen alleine schon auf Grund ihres Krankheitszustandes nicht moralisch denken und handeln können, aber das ändert nichts daran, dass solche Leute nach Workuta gehören und nicht ins höchste Staatsamt eines europäischen Staates!

Wenn nun einige fortschrittliche Kräfte – wie beispielsweise die GenossInnen vom Bund für Geistfreiheit – meinen, vor diesem Hintergrund den von den Sozialfaschisten und der Partei der kritischen Intelligenz nominierten Joachim Gauck als vermeintlich geringeres Übel unterstützen zu müssen, dann bedauern wir, ihnen sagen zu müssen, dass dieser Kandidat unterm Strich nicht besser ist als Rennicke.

Der Skandal ist nicht nur, dass diese Person, die ihre Ausbildung dem fürsorglichen und um das Wohl aller Arbeitenden bemühten Bildungssystem der DDR verdankt, kein Wort des Dankes dafür übrig hat, obwohl gerade Gauck als Sohn eines verurteilten Straftäters gegen die Befreier besonders froh sein müsste, dass ihm der antifaschistische Staat überhaupt ermöglichte, dem Aberglauben sogar auf universitärer Ebene zu huldigen (dass die DDR überhaupt „Theologie“ als Studiengang zuließ, zeigt, wie offen und tolerant die sozialistische Gesellschaft sogar gegenüber dem falschen Bewusstsein war).

Es ist vielmehr auch schockierend, wie sich eine Person wie Gauck überhaupt anmaßt, über die Regierungsfähigkeit einer Partei zu urteilen, die nicht nur mehr als 40 Jahre lang auf deutschem Boden eine Alleinregierung gestellt hatte, sondern auch im Westen stets für Frieden und Fortschritt gearbeitet hatte – zumal gerade Gauck es war, der nach der Restauration der kapitalistischen Produktionsverhältnisse im imperialistischen Großdeutschland für Ausgrenzung, Diffamierung und Diskriminierung Abertausender engagierter BürgerInnen verantwortlich war, die vor 1989 zu Zeiten des antifaschistischen deutschen Staates die Zivilgesellschaft gestärkt hatten und die Verwaltung am Informationstransfer über die Sorgen, Nöte und Gedanken ihrer Mitmenschen teilhaben ließen. Eine Ungerechtigkeit, die bereits mehrfach Proteste seitens kritischer AktivistInnen ausgelöst hatte.

In den 80er-Jahren wegen ihrer revanchistischen Haltung von fortschrittliche Kräften vom Kirchentag gejagt, für Joachim Gauck ein willkommener Gastgeber: die konterrevolutionäre Sabotageeinheit IGFM

Die GenossInnen Ramelow und Kipping haben völlig richtig erkannt, dass Gauck den Faschismus durch Propagierung der reaktionären „Antitotalitarismus“-Doktrin verharmlost und fördert und alleine schon deshalb eingeschränkt demokratiefähig ist. Es mag sein, dass sich die rein an formalistischen Erwägungen festzurrende bürgerliche Demokratie als Fassade der Diktatur der Finanzmonopole einen Kandidaten wie Gauck wünscht – die materiell gehaltvolle Demokratie, die nur in Form der entwickelten Volksdemokratie und unter der führenden Rolle der Arbeiterklasse und ihrer revolutionären marxistisch-leninistischen Partei existieren kann, könnte einen Einpeitscher wie ihn ebensowenig akzeptieren wie die Straßenverkehrsordnung seinen Fahrer.

Nachdem die überraschende Neuansetzung der Bundespräsidentenwahl dazu geführt hatte, dass langfristig aufbaubare KandidatInnen – ob nun potenziell überparteilicher Art oder unter dem Banner der Partei aller Werktätigen – nicht kurzfristig mobilisiert werden konnten, hat es die weise Führung der Partei geschafft, mit der Genossin Luc Jochimsen eine brillante und gefestigte Alternative zur traurigen Einheitsfront aus Faschismus, Monopolkapital und Aberglauben zu nominieren.

Die Genossin musste schon früh lernen, mit der Bürde ihres Vornamens zu leben. Lange Jahre an der Universität und des Studiums der westlichen Fassung des Lehrfaches Marxismus-Leninismus, einer Kombination aus Soziologie und Philosophie, hatten ihren Klassenstandpunkt reifen lassen wie Käse im Salzbad.

Lange Jahre hatte sie daraufhin im öffentlich-rechtlichen GEZ-Rundfunk als Leiterin von Abteilungen und Fernsehstudios, als Moderatorin und Chefredakteurin Volksaufklärung betreiben können und damit ein Gegengewicht zur Propaganda der kapitalistischen Meinungssöldnerpresse geschaffen. Kein Wunder: Die Kriegshetzer, die sie frech aussperren, um sich nicht ihrer fortschrittlichen Kritik stellen zu müssen, mögen sie als „linksextrem“ etikettieren – im Kreise ihrer KollegInnen war sie stets akzeptiert und repräsentierte die Mitte der Vernunft.

Gerade in diesen Zeiten nationalistischer Hetze, Propagierung von unwissenschaftlichem Aberglauben und der Lüge über die Leistungen der GenossInnen aus den Führungsetagen der DDR und ihrer Organe muss jedem Demokraten klar sein: Wer Wulff und Gauck wählt, wählt Rennicke. Und wer Rennicke wählt, wählt den Krieg!  

Nur wer am Mittwoch die Genossin Luc Jochimsen vorbehaltlos unterstützt, hat die Legitimation, sich als Kämpfer für Frieden und Fortschritt zu bezeichen.  

Lithiumland in Talibanhand! Die Genossin Jochimsen wird die Umverteilung durchsetzen, die PolitikerInnen aller anderen Parteien nur in Sonntagsreden beschwören.

PS: Bitte auch alle unseren Facebook-Cause gegen schwarz-rot-goldenen Fußball-Nationalismus unterstützen!