Ferien lagern!

Posted on Juli 17, 2010 von

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Immer wieder mit beginn der ferien schliessen schulen und kindergärten. Jeder elter –ob allein- oder kollektiverziehend– steht dann vor der frage, wohin die kinderInnen nun zu verbringen sind. Prinzipiell könnte man genauso verfahren, wie mit hauskatze, hund oder hängebauchschwein, indem man sie an der autobahnraststätte aussetzt. Gerade in der vom kapitalismus und seiner christlichen zwangsmoral noch nicht so verdorbenen antike war ja das aussetzen von kinderInnen eine oft gepflegte variante der postnatalen spätestabtreibung. Das autorInnenkollektiv warnt aber vor dem fehlschluss, dies könne deswegen für die vereinbarkeit von kindern und sozialismus günstig sein, denn gerade die antike warnt vor den risiken des aussetzens für die gesellschaft. Auf drei beispiele wollen wir eingehen: Die aussetzung von Romulus und Remus, von Moses und von der vermögenssteuer.
Romulus und Remus wurden im jahre 753 v.u.Z. von ihren eltern Mars und Rhea Silvia an einer autobahnraststätte der via appia ausgesetzt. Dort gründeten sie wenig später die stadt rom, die deswegen bis heute an der via appia liegt. Fehlendes klassenbewusstsein und fehlende solidarität untereinander führten aber dazu, dass Romulus und Remus sofort den weg faschistischer gewaltherrschaft eingeschlagen haben, infolge der romulus remus erschlug. Deswegen ist rom bis heute das zentrum imperialistischer, klerikalfaschistischer hetze.
Moses wiederum wurde an einer wasserstrasse ausgesetzt und entwickelte sich ebenfalls zum kriegstreiber des faschismus, und zwar in der form des zionismus, indem er mit den juden republikflüchtig wurde. Die vermögenssteuer wurde 1995 an der autobahn A5 ausgesetzt und hat seither ihren kampf für soziale gerechtigkeit und gegen ertragsfähige verwendung von vermögen komplett eingestellt.
Man sieht daraus, dass aussetzen keine lösung ist. Wir möchten deswegen an ein konzept erinnern, dass entweder die kinderInnen vor ihren eltern als vertretern des konservativen establishments schützt, oder die eltern vor der einschränkung ihrer politischen selbstverwirklichungsfähigkeit durch die kapitalistische gier ihrer um fürsorge und aufmerksamkeit buhlenden kinder schützt. Es waren die ferienlager des amtes für jungendfragen der regierung der DDR, die sogar von bewohnerInnen des kapitalistischen auslandes, der brd, gelobt werden, wenn sie mit einer unvoreingenommenen delegation ferienläger betrachten: Video

Die brd könnte ja auch ferienlager errichten. Aber sie will es nicht, weil sie die ideologie der kapitalistischen scheinfreiheit vertritt, die den menschen keine möglichkeit gestatten soll, sich freiwillig oder durch ein demokratisch zustandegekommenes gesetz in ein umerziehungslager zu begeben. Deswegen soll das wort „lager“ negativ besetzt bleiben, indem den armen kindern der brd der besuch von so erholsamen ferienlagern durch horrende kosten und repressive hartz-iv-gesetze unmöglich gemacht wird und stattdessen greulpropaganda gegen die gesellschaftsförderliche arbeit der stalinistischen umerziehungslager gemacht wird.