Steuern sind bessere wohltätigkeit als spenden!

Posted on August 8, 2010 von

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Die reichen müssen noch viel mehr für den sozialen ausgleich tun, notfalls muss der staat es erzwingen!

Auf das geschulte politische bewusstsein der genossin claudia roth ist verlass! Nachdem einige us-amerikanische milliardäre sich mit ihrer spendenbereitschaft wichtigmachen wollten, erinnerte sie daran, dass sozialer ausgleich und soziale gerechtigkeit nur durch steuern erzielt werden kann. Es ist neoliberaler irrglaube, freiwillig gegebene spenden würden nicht schlechter als staatliche wohltätigkeitsprogramme sein. Da der kapitalistische spender sein geld freiwillig gibt, muss er profit davon haben. Dieser profit muss nach dem marx’schen nullsummenprinzip kapitalistischen handelns ein verlust bei anderen sein, nämlich bei den armen, denn die tragen immer den verlust, sonst wären sie ja nicht arm geworden. Das geht so: Bill und Melinda Gates geben milliarden für tuberkulosebekämpfung aus und die leidtragenden sind die tbc-kranken, weil sie von den beiden kapitalistInnen zur selbstdarstellung und zu werbezwecken benutzt werden. Es wäre menschlicher, die tbc-kranken einfach verrecken zu lassen.

In den usa, das von christlichem fundamentalismus durchseucht ist, hat man für diese tatsache des hochwissenschaftlichen sozialismus natürlich kein ohr, denn in diesem gellt noch der spruch, der vom pfaffe gebellt wurde: „Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.“ (2. Kor9,7) Als ob die freude des kapitalisten den proletarier reich machen würde! Natürlich kann nur der staat unter der führung von intellektuellen, die um die wahren bedürfnisse und entwicklungen der sich zum kommunismus entwickelnden gesellschaft weiss, die verteilung des vermögens der reichen gerecht vornehmen. Nur so werden auch wertvolle arbeitsplätze in der verwaltung geschaffen. Alles andere wäre anarchismus, und wo der hinführt, nämlich zum faschismus, das wissen wir.

InduLa ist dieses problem fundamentalistischer christen mit anarchistischen anwandlungen zum glück nicht so gross. Hier haben 33% der befragten einer umfrage das eigentumsdenken überwunden und sehen die reichen trotz spendenaktion noch in der pflicht, und 42% tadeln die profit- und machtgier, mit der das geld gespendet wird, um steuern zu sparen oder bessere PR zu haben. So ists recht! Der hass auf die besitzende klasse ist der beste antrieb für die revolution.

Nur 25% sehen die spendenaktion uneingeschränkt positiv. Das ist aber immer noch viel zu viel. Man stelle sich vor, diesen stimenanteil würde eine christlich-liberale partei haben (gemeint sind nicht cdu+fdp, die zusammen zwar auch bald nur auf 25% kommen, aber weder christlich noch liberal sind)! Das autorInnenkollektiv dr. hilde benjamin wird deswegen seinen kampf gegen das falsche neoliberale bewusstsein engagiert fortsetzen, bis diese 25% umerzogen sind.