bluthilde künftig auch literarisch!

Posted on August 10, 2010 von

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Schon bei den wahlen '89 ehren krenz und das ganze politbüro uns: "Der zirkel schreibender arbeiter ist echt der hammer!"

Das autorInnenkollektiv hat sich in einer langen und heissen diskussion entschieden, neben der bekannten und bewährten agitation auch mehr propaganda zu betreiben. Wir reagieren damit auf das ergebnis der vergeblichen vergabe des grimme online awards, zu dem wir vorgeschlagen waren. Geehrt wurden letztlich hauptsächlich literatur-, unterhaltungsangebote oder politisch bedeutungslose informationsangebote. Ein bewusstsein für sinnvollen, d.h. revolutionären, medieneinsatz war dabei nicht zu erkennen. Warum scheute sich die jury, uns einen preis zukommen zu lassen? Wurde sie etwa eingeschüchtert von den faschistischen morddrohungen gegen uns in den kommentaren unserer seite? Gegen die gehässigen drohungen der faschisten sollten wir eigentlich alle solidarisch zusammenstehen. Oder hatte sie keinen intellektuellen zugang? Oder sind es einfach kapitalistenschweine, die nur ihr eigenes verrottetes system erhalten wollen? Die können noch was erleben! Zittern sollen sie, wie marx geschrieben hat!

Wir wollen aber selbstkritik üben und auch bislang von uns nachlässig behandelte gebiete der marxistischen bewußtseinsbildung stärker behandeln, insbesondere die literatur werden wir dazu wählen, weil sehr viele fortschrittliche intellektuelle in europa der schreibenden zunft angehören. (In den usa sind es ehr filmkünstlerInnen oder musikerInnen.) Gerade der zirkel schreibender arbeiterInnen, der uns ja freundschaftlich und in personalunion verbunden ist, wird dabei mit seiner anerkannten kompetenz nützlich sein, denn schon nach den wahlen 1989 ehren krenz und das ganze politibüro uns: „Der zirkel schreibender arbeiter ist echt der hammer!“

Wir wollen also reaktionäre literaten bloßstellen, unseren leserInnen intelligente literatur empfehlen –also das, was wir gut finden–, und herausarbeiten, wo in hochwertiger literatur der erzieherische wert für die heranbildung einer politisch verantwortungsvollen, neostalinstischen gesellschaft ist. Ausserdem wollen wir die leserInnen so bilden, dass sie nicht einfach zur entspannung unterhaltsame bücher lesen, sondern in den romanhandlungen den klassenkampf, die gesellschaftliche brisanz der kapitalistischen entwicklung und den anlass für betroffenheit erkennen. Literatur kann nicht entspannend sein, solange das system soziale spannungen hervorruft!