Taliban: Breite Solidarität beflügelt Freiheitskampf

Posted on August 10, 2010 von

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Viele fortschrittlich denkende Menschen in diesem unserem Lande hatten lange Zeit Angst gehabt, die Partei der kritischen Intelligenz könnte ihre revolutionären Wurzeln (zB in K-Gruppen, SchwuP, RAF-Umfeld oder anderen kulturrevolutionären Verbänden) in Frage stellen, als sie in Regierungsverantwortung die Beteiligung am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der NATO in Afghanistan mitbeschloss.

Dass diese Befürchtung völlig unberechtigt war, zeigen die wegweisenden Wortspenden führender grüner GenossInnen zur Zukunft des revolutionären antiimperialistischen Volksfreiheitskampfes am Hindukusch.

Zwar gelang es dem Affen Bush und seinen zionistischen Handlangern im Umfeld der bekanntlich von ihnen selbst inszenierten Sprengung der WTC-Türme und eines Teils des Pentagons am 11. September 2001, auch den deutschen Bundestag zu täuschen, aber niemand kann die intellektuelle Vorhut der Arbeiterklasse für alle Zeit belügen.

Und deshalb hat, nachdem bereits die Genossin Roth klar gemacht hatte, dass die zionistische Hungerblockade des Gazastreifens aufhören muss, will Israel nicht einen EUdSSR-weiten Boykott riskieren, nun auch der Genosse Trittin unterstrichen, dass die imperialistische Aggression des Westens enden muss und endlich den Taliban als Partnerpartei der Grünen am Hindukusch ermöglicht werden muss, den gesellschaftlichen Fortschritt und die Überwindung der spätkapitalistischen Produktionsverhältnisse vor Ort voranzutreiben.  

Dem Genossen kann nicht genug gedankt werden dafür, dass er mit seiner messerscharfen Analyse einmal mehr deutlich macht, wie viel Bigotterie und Überheblichkeit der Westen – der Tanklaster bombardiert und die gezielte Ermordung von Revolutionären betreibt – an den Tag legt, wenn er die aus anerzogener, einseitig christlich-jüdisch geprägter Perspektive heraus andersartig erscheinende Praxis kultureller Errungenschaft der Taliban-Kultur diffamiert.

Mullah Ahmed Abdel Faisal, designierter Staatssekretär im Bildungsministerium im Falle einer Regierungsbeteiligung der Taliban. Seine Kernkompetenzen wären Friedenserziehung und interkulturelles Lernen

Dass die Taliban drauf und dran sind, die Überwindung der von Ausbeutung und Entfremdung gekennzeichneten kapitalistischen Verhältnisse zu bewerkstelligen, und dass sie – weil sie der kommunistischen Urgesellschaft näher sind als die imperialistische Klassengesellschaften ihrer Feinde – dem Westen in allen Belangen moralisch überlegen sind, darauf weisen die enormen Fortschritte hin, die Afghanistan und die Welt den bärtigen Genossen verdanken:

– Das Gesundheitssystem der Taliban ist, da es nicht der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen ist und weder vom christlichen Aberglauben noch von der jüdischen Schulmedizin dominiert wird, die von der Ärzteverschwörung bis zum Tod Michael Jacksons eine Blutspur durch die Geschichte gezogen hatte, wesentlich weiter entwickelt und menschenfreundlicher als das des Westens. Es würde nicht überraschen, wenn schon bald avantgardistische Impulse wie die Lehren der Neuen Germanischen Medizin der Koryphäe Dr. Ryke Geerd Hamer oder die Erkenntnisse des Genossen Lyssenko in ein durch die Taliban befreites Gesundheitssystem in Afghanistan Eingang finden würden. Die Wachsamkeit und der Widerstand gegen feindliche Infiltrationsversuche sprechen sehr stark dafür, dass Afghanistan schon bald ein ähnliches vorbildliches Gesundheitswesen wie Kuba oder Nordkorea haben wird und so selbst die Architekten von Obamacare vor Neid erblassen lassen wird. Außerdem ist sogar die Möglichkeit der legalen Spätabtreibung als fortschrittliche Errungenschaft weiter ausgedehnt als in jedem westlichen Staat.

 – Die Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber Lebensformen abseits klischeehafter bürgerlicher Heile-Welt-Vorstellungen wird durch die Taliban mit größter Vehemenz verteidigt. Fortschrittliche Einrichtungen der Rechtspflege, die an das segensreiche Wirken des „Volxgerichts“ in der Hamburger Hafenstraße Ende der 80er-Jahre gemahnen, sind nicht – wie westliche Propaganda es glaubhaft machen möchte – dazu da, regressive Moral und Zwangsheterosexualität hochzuhalten, sondern diese zu überwinden. Neben fortschrittlichen Errungenschaften wie der Polygamie kennt Afghanistan beispielsweise auch die Lebensfreude, die in zoosexuellen Beziehungen stecken kann (wir berichteten). Wenn es zu Repressalien gegen Einzelpersonen auf Grund deren Lebensführung kommt, dann nur, weil diese in engstirnigen bürgerlichen Denkmustern verharrt waren.

– Der afghanische Fußballverband soll die Forderung der Taliban begrüßen, Stadien künftig wieder zu Zwecken des Vollzuges von Urteilen der fortschrittlichen Scharia-Gerichtsbarkeit zu verwenden. Zum einen wäre dann wieder von einem höheren Grad der Auslastung auszugehen – zum anderen wäre die Trefferquote bei abgegebenen Schüssen dann regelmäßig wieder höher als bei Spielen der afghanischen Nationalmannschaft. Dies alles würde in weiterer Folge die Akzeptanz von Investitionen in die bessere Ausstattung von Stadien erhöhen und am Ende würde es dann auch vermehrt moderne VIP-Tribünen geben können, auf denen dann Ehrengäste wie die Genossen Ahmadinedschad, Chavez, Mugabe, der Genosse Kim oder der Genosse Trittin mit noch größerer Freude Platz nehmen könnten.

Da das Ziel "Jeder Schuss ein Treffer" nicht auf den afghanischen Fußball zutraf, sollen Stadien nach dem Willen der Taliban künftig wieder der Rechtspflege dienen

– Auch die Modeschöpferszene in Kabul, bislang auf Grund der Besatzungspolitik des Westens im Untergrund tätig, wittert Morgenluft. Nicht nur die Burqa-Kreationslinie „Jute statt Plastik“ ist ein angesagtes Modell unter afghanischen Frauen, nein, nach Tattoo und Piercing breiten sich ausgehend vom Hindukusch weitere interessante Beauty-Trends aus: Noch haben sich Noseless und Säure-Pads im Westen nicht in der Breite durchsetzen können, aber die fortschrittliche Haltung der europäischen SozialistInnen gegenüber kultureller Bereicherung wird eine zunehmende Popularität auch dieser interessanten Neuentwicklungen fördern.

Eine bedingungslose Kapitulation vor den Taliban hätte also am Ende auch für uns wegweisende Konsequenzen. Deshalb können wir nur einmal mehr das Leitmotiv unserer Friedenspolitik für Afghanistan unterstreichen: Lithiumland in Talibanhand! Keine Chance dem US-Imperialismus!