Liberalen aufbruch abbrechen!

Posted on September 19, 2010 von

8


Betrügt die bürgerInnen über die notwendigkeit politischer umwälzungen und säuberungen mit einem hayfischgrinsen: Frank schäffler.

Kürzlich hatte der noch-abgeordnete frank schäffler und einige seiner spießgesellen sich mit der gründung eines sogenannten „liberalen aufbruchs“ wichtiggemacht. In der kritischen intelligenz haben sich sofort stimmen dagegen erhoben. Wir vom autorInnenkollektiv dr. hilde benjamin möchten jetzt in unserer eigenschaft als ideologiekritisches gehirn der arbeiterklasse diese kritik zusammenfassen und ihre marxistische begründung nachweisen.

Ein vorstandmitglied der fdp, das aus angst vor den militanten anarcholiberalen um schäffler ungenannt bleiben will, kritisiert im spiegel den radikalliberalismus. Die spiegel im selben artikel nennt die ideologie ultraliberalismus, und verweisst richtig auf ihren „propheten“ hayeck –privat ein kapitalistischer miethay–, aber wir idelogiekritisch geschulten wissen natürlich, dass es sich um exzessivliberalismus handelt. Exzessivliberale leugnen, dass es von allen freiheiten auch ein zuviel geben kann. Zuviel ist ja immer schlecht. Und wann von einer sache zuviel ist, das erkennt man ja daran, dass es schlecht wird. Und wie man erkennt, dass etwas schlecht ist, das erkennt man am ersten kritikpunkt:

  1. Schäffler schreibt:  „Der Staat darf keine Glücks- und Wohlfahrtsvorstellungen per Gesetz – und das heißt per Zwang – durchsetzen oder fördern. Der Staat hat lediglich dafür zu sorgen, dass die Glücks- und Wohlfahrtsvorstellungen der Menschen nebeneinander bestehen können. Glücks- und Wohlfahrtsvorstellungen sind ausschließlich individuelle Lebensführungsprogramme.“ — Der staat unter der führung der partei der arbeiterInnenklasse kann z.b. mit den mitteln der psychologie, der soziologie, populären vorurteilen und ellenlangen wischi-waschi-fragebögen, die unter fortschrittlicher emanzipation von bürgerlicher statistischer prinzipienreiterei ausgewertet werden, erkennen, dass etwas schlecht für die menschen ist, beispielsweise atomstrom, religion, waffenbesitz, freier handel, glühbirnen, kohlenstoffverbrennung, kampfhunde, bücher, die usa, computerspiele, atomstrom, eheliche treue, flaschen, dosen, tüten, bestimmte wörter oder nahrungsmittel. Dagegen muss der staat dann vorgehen, denn wohlfahrt und glück sind nicht individuelle größen, sondern gesellschaftliche. Siehe nächster kritikpunkt.
  2. „Individuelle Freiheit heißt, dass Menschen unabhängig von der nötigenden Willkür anderer Menschen leben können.“ –Da hängt Schäffler wieder der unrealistischen und überholten ideologie von neoliberalismus und katholischer kirche an. Individuelle freiheit, wie er sie versteht, bedeutet vereinsamung. Der freiheitsbegriff bei marx ist ganzheitlicher. Vor allen hält er sich nicht mit dem problem der willkür anderer menschen auf, denn die ist ein konstrukt des kapitalismus. Wo die partei der arbeiterklasse herrscht, gibt es keine willkür. Deswegen brauchte man in der ddr ja auch keine tüpisch bürgerliche verwaltungsgerichtsbarkeit, weil die arbeiter- und bauernverwaltung immer zu allen gut ist und alle liebt. Wer im kapitalismus kann schon sagen, dass er von seiner verwaltung geliebt wird?
  3. „Obwohl der Liberalismus geschichtlich die erste politische Richtung war, die dem Wohle aller, nicht dem besonderer Schichten dienen wollte,“ — Das ist von Karl Murx klar widerlegt. Die liberale revolution –etwa die von 1848– war eine bürgerliche revolution, die die emanzipation der bürgerlichen schicht vom feudalismus brachte, aber nicht die emanzipation der proletarier als unterster schicht. Da hat bislang nur nordkorea geschafft. Wir dürfen hoffen, dass dort thronfolger Kim Jong-un die glorreiche politik der juche-ideologie, die seine vorfahren kim il sung und kim jong il auf der basis der lehren von marx, engels, lenin und mao ausgearbeitet haben, für die proletarischen massen fortführen wird!
  4. Wer verleugent, dass die geschichte eine geschichte der klassenkämpfe ist und behauptet, dass eine friedliche koexistenz zwischen arm und reich ohne verteilungskämpfe möglich sei, dem fehlt der überlebensnotwendige revolutionäre blutdurst!

    Wir wissen ja, dass es der katholischen kürche gelungen ist, den revolutionären blutdurst über jahrhunderte zugunsten des establishments in dem märchen von der verwandlung von wein in blut einer fiktiven person zu kondensieren. Diese mittelalterliche lüge muss aufhören! Wir stellen deswegen im einvernehmen mit der theorie des dialektischen materialismus fest:

    Es kann nur klientelparteien und arbeiterparteien geben! Erstere kämpfen für die ungerechte bereicherung weniger, letztere für weniger gerechte bereicherung! Die fdp ist eine klientelpartei und hat ihren revolutionären sinn in der sammlung aller klassenfeinde zur einfacheren liquidierung. Wer –wie herr Schäffler– unter der fiktion eines „naturrechts“ die lüge aufrechterhält, eine partei könne dem „recht“ dienen, ohne automatisch die herrschende klasse zu bereichern, die das recht definiert, der schadet den liberalen, weil er ihnen die schonende gewöhnung an den gedanken einer zukünftigen hinrichtung vorenthält. Damit schadet er auch dem liberalismus, wie der ungenannte fdp-vorständler zusammengefasst hat.

Advertisements