Aufgeklärte us-regierung gegen mystizistischen totenkult

Posted on Oktober 10, 2010 von

3


Der gesellschaftliche stillstand, für den anhänger von religionen stehen, rüht zu einem grossen teil von deren verehrung von alten und verstorbenen vorfahren. Den priestern, imamen, predigern und all die anderen protagonisten der fortschrittsfeindlichen religiösen volksverdummung dienen die ahnen dann als fürsprecher für ihre konservativ-kapitalistische gesellschaftsordnung. Ein hinterfragen der bedingungen der damaligen normen und ein anpassen der normvorstellungen an die veränderten spätkapitalistischen produktionsverhältnisse in richtung auf eine neue kommunitische gesellschaftsform, in der ohne normen und regeln alle glücklich leben werden, findet so nicht statt. Deswegen ist es aufgabe jeder aufgeklärten volksregierung, erziehungsmaßnahmen zu ergreifen, um den ahnenkult zu dämpfen.

Die us-regierung hat dafür ein sehr interessantes, ja vorbildliches modell gefunden. Es beruht auf der erfahrung –die auch kapitalisten nicht leugnen– dass staatliche bereitstellung einer leistung die private beschaffung verdrängt. Wenn nun der staat die ahnenverehrung übernimmt, dann fühlen sich die nachkommen nicht mehr so gezwungen, den tradierten normen anzuhängen, sondern können sich endlich frei und revolutionär verhalten. Ähnlich funktioniert dies ja schon bei der kinderzeugung und -erziehung: Da dank der staatlichen rentenversicherung nicht die arbeitskraft der eigenen kinder die altersvorsorge sichert, sondern das umlageverfahren –also etwas, was nicht arbeitet (something that doesn’t work)–, können sich die menschen vom familiengründungszwang emanzipieren und die kinder vom kapitalistischen arbeitszwang.

Die ahnenverehrung rückständiger menschen manifestiert sich nun unter anderem darin, dass grabbeigaben, opfergaben oder gebete für die verstorbenen geopfert werden. Beten darf und kann ein staat zum glück nicht, aber die gaben für die toten kann die regierung übernehmen. Genau das hat die us-regierung getan und hat dabei gleichzeitig die konjunktur angekurbelt. Sie hat –irrtumsfrei wie regierungen sind– 250$ an tausende verstorbene überwiesen, damit die toten davon einkaufen gehen und volkswirtschaftliche nachfrage entsteht, die nicht entstanden wäre, wenn man das geld vorher nicht den lebenden durch staatsanleihenbetrug oder raub in form von steuererhebung abgenommen hätte. Lebende sparen nämlich immer so viel. Das geld fehlt dann dem wirtschaftskreislauf, weil es im geldspeicher von dagobert duck verschwindet und von dort die werktätigen massen herumkommandiert. Über konjunkturprogramme, den fetischcharakter des geldes und die entwicklung des sozialismus werden wir später mehr schreiben.