Stuttgart 21: Lernen aus der DDR

Posted on Oktober 12, 2010 von

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Niemand anderes als wir marxistInnen sind geübt darin, aus der geschichte zu lernen und ihre notwendigkeiten zu erkennen. Im falle von stuttgart 21 sehen wir, dass einige unbelehrbare oder verführte willentlich oder unwillentlich die störmassnahmen wiederholen, die zur auslieferung der ddr in die hände von spekulanten, antidemokraten und anarchisten geführt hat. Wir möchten deswegen an dieser stelle den demonstrierenden unruhestiftern zeigen, was sie 1989 und heute falsch machen. Wenn sie dann einsichtig werden, wird eine gefahr für die zukunft abgewendet, wenn sie uneinsichtig bleiben, sei ihnen gesagt, dass die organe der staatssicherheit aus ihrer falschen weichlichkeit gelernt haben, und am 30.09. noch lange nicht alles das gezeigt haben, wozu sie zur verteidigung des sozialismus entschlossen sind.

Der vertragsabschluss per handschlag hat das projekt besiegelt, protest dagegen kommt zu spät!

Die ddr war nämlich ein demokratisches projekt, das 40 jahre lang geplant und aufgebaut wurde. Erst nach 40 jahren zu meinen, man müsse das projekt abbrechen, ist politisch unglaubwürdig. So ist es auch mit stuttgart 21, das ja ebenfalls schon lange geplant ist. Die verträge sind schon gemacht, also ist für gegner der zug schon abgefahren.

Die stuttgart-21-gegner denken eingleisig, wenn sie nicht die meinung der regierung teilen.

Ähnlich wie bei der ddr dürfen sich steigernde kosten bei gleichbleibenden nutzen kein argument sein. Man kann ja einfach auf wichtige baukomponenten versuchen zu verzichten. Es spricht ja nichts dagegen, die tunnelwände bei stuttgart 21 dünner zu machen, denn wenn baumaterialien nur im kapitalistischen ausland zu haben waren, dann hatte schon die ddr darauf verzichtet und funktioniert hat es trotzdem, denn der sozialistische fortschrittswillen bricht jede bahn! Den menschen, die gegen stuttgart 21 protestieren, geht es ja nur in ihrer schwäbischen kleinkrämerei um ihr geld. Aber es ist nicht ihr geld, sondern es sind die steuereinnahmen des staates, die verbraten werden, also haben sie gar kein recht, sich einzumischen.

Wir haben nämlich durchschaut, warum sie sich einmischen: Die oftmals in pietistischen oder katholischen konservatismus verharrenden schwaben, werden durch die dummen sprüche der schreiberlinge, die sich die bibel ausgedacht haben, zu kleinlichem moralisieren angestachelt. In diesem buch steht nämlich: „Wer ist aber unter euch, der einen Turmnnel bauen will, und sitzt nicht zuvor und überschlägt die Kosten, ob er’s habe, hinauszuführen?“ Durch diesen spruch soll die herrschaft des kapitals auf baustellen zementiert werden. Ein zagendes nachdenken über die bedürfnisse des kapitals wird kühnen, zukunftsweisenden bauprojekten vorgezogen. Welche bauwerke uns durch diese menschenverachtende denke vorenthalten geblieben wären, haben wir schon erwähnt.
Wenn, wie es die gegner lärmend fordern, stuttgart 21 wie die ddr abgewickelt und den gierigen privatunternehmen von der staatlichen streuhand übergeben wird, würde es mit den kosten in wahrheit noch schlimmer. Wenn nämlich die staatliche bahn den bahnhof nicht mehr beerdigen darf, beansprucht sie vom land, bund, der stadt stuttgart und der metropolregion ungeheure schadensersatzzahlungen, die weit unter den 4 milliarden liegen, die durch den bau verloren gehen werden. Das muss der staat –und das ist ja das geld der steuerzahler– zahlen, und einen neuen bahnhof gäbe es dann trotzdem nicht. Die bahn (volkseigene aktiengesellschaft)  hätte dann nämlich leider einen anspruch auf das geld, weil sie ja in treu und glauben gehandelt hat, als die verträge ohne parlamentarische kontrolle und kurz vor einem ablehnenden volksbegehren, also ohne bevollmächtigung, unterschrieben wurden. Dieses kostenargument sollten die demonstrierenden störer mal bedenken!

GrenzpolizistInnen bewachen den bau des antianarchistischen schutzzauns.

Ohnehin erzeugen sie durch ihre behinderung unnötige kosten. Die ddr hätte sich noch gut halten können, hätten die imperialisten sie nicht durch den zwang zum bau des antifaschistischen schutzwalles in den ruin getrieben. So auch in stuttgart. Da die demonstranten ja nicht den schlosspark räumen wollten, musste ein antianarchistischer schutzzaun errichtet werden, was niemand beabsichtigt hatte. Aber es ging nicht anders. Die stuttgarter müssen sich endlich von dem alten feudalistischen denken befreien, wonach die könige von württemberg ihren schlosspark allen geöffnet hätten. Heute leben wir in einer demokratie, da gehört der schlosspark allen. Also dürfen die demokratInnen mappus, murkel, grube und schuster entscheiden, dass dort nur noch die bauarbeiterInnen zutritt haben.

Unser bildbeweis, dass nicht kastanien, sondern steine von vermummten gewalttätern gegen die friedlich bewaffneten und vermummten polizisten geworfen wurden.


Aber wir sind guten mutes, dass die fehler der geschichte jetzt nicht wiederholt werden. Die volkspolizei hat unter unserer politischen schulung mittlerweile alle falsche scheu gegenüber den subversiven elementen abgelegt. Sie weiss mittlerweile, dass sich kastanien in den händen von staatsfeindlichen demonstranten flugs in gefährliche steine verwandeln, chaotisch rumpurzelnde stühle in massive gewaltangriffe, und geöffnete augen von gehässigen demonstranten die polizistInnen mit dem bösen blick so bedrohen, dass ein augenblicklicher reizgasabwehrangriff nötig ist. Auf schwert und schild unserer demokratie ist also verlass.

genosse heiner geisslier: Ein vermittler für regierung und gegen geldgier.

Besonders zu loben ist auch der globalisierungskritiker genosse heiner geissler. Er hat erfolgreich seriöse gespräche unterbunden, denn das hätte die gegner nur aufgebaut. Wir hoffen, dass endlich im schlosspark das grundwasser abgepumt werden kann, damit während der verhandlungen, die in spontanen jubelbekundungen der noch-gegner von stuttgart 21 enden werden, schon mal das fundament gegossen werden kann. Es wäre ja ein zeitverlust, wenn der bahnhof noch nicht fertig ist, wenn die schnellfahrstrecke nach ulm geplant werden soll. Sorgen der stuttgarter um  setzungsschäden an häusern wegen der grundwasserabsenkung sind unbegründet, weil die hauseigentümer ja sowieso der besitzenden klasse angehören. Für solche subjekte hat auch genosse geissler kein verständnis, und wir erst recht nicht. Tod den kapitalistischen häuslebauern, es lebe der sozialismus!

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