Der wikileaks-skandal ist vorbote der revolution!

Posted on November 29, 2010 von

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Wikileaks symbolisiert: Die zeit des kapitalismus läuft ab!

Eine steile behauptung? Keineswegs, denn der skandal offenbart eine reihe politischer und moralischer schwächen des us-hegemonen und seiner vasallen. Es ist ja kein zufall, dass aus antiimperialistischen ländern wie der demokratischen volksrepublik korea, der islamischen republik iran, der bolivarianischen republik venezuela, der volksrepublik china oder dem erdloch von genosse, globalisierungsmitkritiker und klimamitschützer bin laden keine solchen enthüllungen kommen, sondern nur aus der imperialistisch-kapitalistischen welt wie der NATO oder den usa. Der grund ist klar: Der kapitalismus als ökonomische grundlage des imperialismus ist zugleich die grundlage für seinen niedergang.

 

Die herrschenden eliten in diesen ländern wollen nämlich alles mitbestimmen, auch die außenpolitik. Deswegen kann nicht einfach ein einzelne_r volkskommissar_in, außenminister_in oder anderweitig demokratisch beauftragter treuhänder des volkes ggf. zusammen mit einem verantwortungsbewussten kleinen kader alleine die aussenpolitik gestalten, wie es in revolutionären volksrepubliken der fall ist, sondern es muss alles aufgeschrieben und dokumentiert werden, damit die eliten aus wirtschaftslobby, militär und klerus mitreden und mitentscheiden können. Die demokratie in den ländern des westens ist nämlich eine farce, weil der einzige mensch, der alles entscheidet, in wahrheit das kapital ist, und das kapital ist ja kein mensch, sondern ein system! Diese dokumentationstätigkeit zugunsten der ideologischen führungsschicht ist eine schwäche des kapitalistisch-bürgerlichen systems, die durch eine zweite eigenschaft des kapitalismus verstärkt wird.

Da im kapitalismus nämlich die arbeiter von ihrer arbeit entfremdet sind, identifizieren sich die kleinen geheimnisträger nicht so sehr mit ihren „pflichten“, die ihnen von der führungselite auferlegt werden. In den genannten fortschrittlichen ländern hat man diesen mangel nicht: Jeder, der als für den genossen Chávez auch nur als einfacher soldat oder amtsdiener arbeitet, ist nicht von seiner arbeit entfremdet, weil er weiss, dass seine arbeitskraft nicht dem mehrwert der kapitalistenelite sondern dem fortschritt des ganzen volkes (ausser den oppositionellen diversanten) dient. Im kapitalistischem system ist es aber nicht so, und so ist es kein wunder, dass es der einfache soldat Manning gewesen sein soll, der die geheimdaten weitergegeben hat. Vermutlich war es jetzt auch nur ein armer ausgebeuteter revolutionär, der ein zeichen gegen die aggressive aussenpolitik der usa setzen wollte, und dabei vom bluthilde-blog, das sich schon lange gegen jede form der geheimniskrämerei ausgesprochen hat, sei es von der klerikalfaschistischen elite, der wirtschafts- und bankenelite und den datenschutzspinnern, die angeblich nichts zu verbergen hätten.

Die dritte eigenschaft, die den wikileaks-skandal so skandalös für die bonzen macht, ist dass tatsächlich negative sachen zutagetreten können, weil negative sachen von der gier der herrschenden verursacht werden. Das argument ist ähnlich dem der umweltverschmutzung, von der wir ja auch nur aus westlichen gesellschaften und ihren ausgebeuteten vasallen in den entwicklungsländern hören, nicht aber aus den genannten fortschrittlichen öldiktaturen des proletariats, weil dort ja alles toll ist. Die regierungen des volkes haben es entsprechend auch nicht nötig, ihre absichten und verhältnisse zu verheimlichen, deswegen können bei ihnen gar nicht –etwa durch spionage– solche lügen und heucheleien offenbar werden, wie sie bei den us-agenten an der tagesordnung sind, die ihr eigenes und das volk anderer staaten mir falschdarstellungen ruhigstellen müssen.

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