Steinmeier im Bundestag: »Von Mao lernen heißt siegen lernen«

Posted on Dezember 16, 2010 von

7


Die EUdSSR ist die Heimat aller fortschrittlichen und friedliebenden Menschen.

Oft und zurecht ist hier von verschiedenen Genossen auf das konterrevolutionäre Wesen der sozialfaschistischen sogenannten Sozialdemokratie hingewiesen worden, die große Teile des Proletariats von der historischen Mission der Arbeiterklasse, der Weltrevolution ablenkt und über die schon Genosse Tucholsky sagte: »Das ist so ein beruhigendes Gefühl: Man tut etwas für die Revolution und weiß ganz genau: Mit dieser Partei kommt sie ganz bestimmt nicht«. Mitunter aber geschieht es, daß einzelne Sozialdemokraten sich der revolutionären Traditionen der SPD entsinnen, und dann keimt Hoffnung auf, daß auch diese reaktionäre Partei eines Tages in die Nationale Front aller fortschrittlichen und friediebenden Kräfte unter Führung bewährter Bolschewisten integriert werden kann.

Ein solcher Tag war gestern, als es dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, Genossen Steinmerkel Steinmeier gelungen ist, selbst die verdiente und geschätzte Große Vorsitzende Genossin Merkel noch links zu überholen. Frau Merkel, die sich in berechtigter tschekistischer Wachsamkeit zuhause in Deutschland als Eiserne Lady tarnt, die um jeden teutschen Groschen kämpft, um dann unmittelbar darauf in Brüssel den Genossen der sozialistischen Internationale alle Wünsche nach Umverteilung der in Deutschland enteigneten Ressourcen von den Augen abzulesen, hatte gerade einmal wieder vor der Einführung von Euro-Anleihen gewarnt, als Genosse Steinmeier die Zeit für gekommen sah, nunmehr ohne solche Tarnung und mit offenem Visier gegen die Feinde des Bolschewismus zu kämpfen. So wie einst Bebel dem Reichstag sein mutiges »diesem System keinen Mann und keinen Groschen« entgegengeschleuderte, also stellte Steinmeier sich mutig vor den Bundestag und  sprach die historischen Worte:

Es geht um die Zukunft des gemeinsamen europäischen Projekts. Es wird vom Handeln der europäischen Regierungen abhängen, ob wir wieder ins 19. und 20. Jahrhundert, in nationalstaatliches Denken zurückfallen oder —  darauf kommt es an  — ob wir jetzt den Mut zu dem nächsten Großen europäischen Sprung aufbringen, das Europa der Nationalstaaten schrittweise zu überwinden und diese Europäische Union zu einer politischen Union fortzuentwickeln.

Als wäre dieser klare Hinweis für alle Genossen nicht schon deutlich genug gewesen, fährt Genosse Steinmeier fort und betont noch einmal:

Die Unruhe an den Finanzmärkten hat nicht nur mit der Finanzsituation Griechenlands, Irlands oder Portugals zu tun. Die Fragen, die die Finanzmärkte stellen, sind fundamentaler Natur. Es sind Fragen, die auch die Menschen stellen. Darin drücken sich Zweifel an der Funktionsfähigkeit der europäischen Institutionen aus. Es gibt Zweifel an der Reichweite europäischer Solidarität und an der europapolitischen Zuverlässigkeit der Deutschen. Darüber reden wir in diesen Tagen. Diese Zweifel beseitigen wir nicht im täglichen Klein-Klein. Da muss ein Großer Sprung her.

Jedem Parteischüler im ersten Semester ist natürlich sofort klar, daß Steinmeier, wenn er hier vom Großen Sprung redet, natürlich von nichts anderem als dem »Großen Sprung nach vorn« spricht, mit dem schon Genosse Mao ein erfolgreiches Programm zur Reduktion kleinbürgerlicher Bevölkerungsteile — und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz — propagiert und durchgeführt hat. So wie Maos »Großer Sprung nach vorn« in der chinesischen Gesellschaft, die zum Ende der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts immer noch von Kleinbürgerlichkeit und Kulakentum geprägt war, keinen Stein auf dem anderen ließ und eine neue, sozialistische Gesellschaft in Rotchina schuf, so könnte auch Steinmeiers »Großer Sprung nach vorn« Millionen Europäer in gemeinsamem Elend unter einer sozialistischen gesamteuropäischen Sowjetregierung vereinen und dadurch ihrer revolutionären Bestimmung zuführen. Sollte es außerdem gelingen, die Zahl der Hungertoten, die Maos Großer Sprung mit sich brachte, auch nur zu einem Teil durch Steinmeiers Großen Sprung zu reproduzieren, könnten die ehrgeizigsten Klimaschutzziele, die derzeit immer mehr in weite Ferne rücken, doch noch erreicht werden. Denn das beste Mittel zum Klimaschutz ist immer noch der Massenmord das sozial- und klimaverträgliche Frühableben.

Advertisements