„Freie Fresse“: Bluthilde adelt den „European“ zum Kampfblatt der Arbeiterklasse

Posted on Januar 14, 2011 von

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Vor gar nicht so langer Zeit hatten wir dem „European“ Selbstkritik nahegelegt, da diese Publikation immer wieder Beiträge veröffentlicht und Personen Gelegenheit zur Beigabe ihres Bautzner Mittelscharf zum Tage eingeräumt hatte, die in keiner Weise den Eindruck erweckten, dem Namen der Publikation alle Ehre zu machen. Vielmehr entstand nicht selten der Eindruck, es würde das „Neue Europa“ des Kriegstreibers und faschistischen Höllenhundes Donald Rumsfeld dem Medium Pate stehen.

Erfreulicherweise wurde den Verantwortlichen des Blattes bewusst, dass sie sich und ihre Publikation mit diesen reaktionären Abwegen innerhalb des demokratischen Blocks für das heimische Pressewesen mehr und mehr isolierten.

Nicht zuletzt die Einmütigkeit, mit der die fortschrittliche Medienwelt in diesem unserem Lande über die Gefahren faschistisch-diversatorischer Agitation für den volksdemokratischen Konsens am Beispiel der rechtsextremen Tea Party inklusive der fundamentalistischen Hexe Sarah Palin aufgeklärt hatten, rief jedoch offenbar auch dem letzten verwirrten Schreiberling in Berlins Oranienburger Straße in Erinnerung, worin die Aufgabe der Arbeiter_innen des Wortes in einer fortschrittlichen Gesellschaft besteht, nämlich:

  1. Bewusstseinsbildung und Festigung des Klassenstandpunktes innerhalb der Massen auf der unverrückbaren Grundlage der Beschlüsse der Partei der Arbeiterklasse und ihrer Avantgarde, der kritischen Intelligenz, sowie auf der Basis des wissenschaftlichen Weltbildes des Marxismus-Leninismus
  2. Die Sensibilisierung aller Werktätigen in Stadt und Land und der kritischen Intelligenz zur Infragestellung des kapitalistischen Ausbeutersystems und seiner Grundlagen (wie Privateigentum, Religion, Patriotismus, Ehe, Familie, Monogamie, sexuelle Repression, Countrymusik, Genderdiskriminierung, Islamophobie und Zionismus)
  3. Die Motivation und den Willen zum Aufbau des Sozialismus auf der Basis der jeweiligen gesellschaftlichen Produktionsverhältnisse jedes Landes und jeder Gesellschaft, insbesondere unter der Beachtung kultursensibler Fragestellungen
  4. Die Vergegenwärtigung der eigenen Verantwortung für die menschengemachte Erderwärmung und die Überbevölkerung und die Stärkung der Entschlossenheit zur Solidarität mit fortschrittlichen Gesellschaften gegen regressive Sabotageversuche von Lobbyisten, Klimaleugnern und bürgerlichen „Demokratien“

Um zu beweisen, dass der „European“ nicht an einer Vergiftung des politischen Klimas interessiert ist, sondern künftig seinen Willen unterstreichen möchte, sich als wertvolles Glied der sozialistischen Medienwelt zu präsentieren, wurde das Autor_innenkollektiv Dr. Hilde Benjamin als Verkörperung der fortschrittlichsten und dem Klassenauftrag am Kompromisslosesten verbundenen Elemente der Arbeiterklasse damit beauftragt, die Aufsicht über die Publikation zu übernehmen wie weiland die Partei über das Pressewesen der DDR.

Um die besondere Verbundenheit mit den Erfordernissen des revolutionären Arbeiterkampfes zu dokumentieren, wurde der ehrwürdige Genosse harrytisch2009 damit betraut, beginnend mit 23.1.2010 (Zahlenmystiker mögen die Rolle der „23“ in diesem Datum beachten!) als Volkskorrespondent jeden Sonntag im Rahmen einer Kolumne den Massen den Klassenstandpunkt zu erläutern.

Dass auf diese Weise – wie es bereits in den 20er-und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts bewährte sozialistische Taktik war – Leser_innen davon abgehalten werden können, in abergläubischen Kreisen verbreitete, so genannte „Gottesdienste“ zu besuchen, und stattdessen mit dem wissenschaftlichen Weltbild der Klassiker konfrontiert werden, ist dabei ein durchaus gewollter Nebeneffekt. Und eine stramme fortschrittliche Linie hat der „European“ nicht zuletzt auch nach dem erzieherisch motivierten Rückzug des Genossen Gärtner bitter nötig. Dass dieser statt dort künftig hier seine Beiträge schreiben wird, ist ein Gerücht, das wir im Moment weder bestätigen noch dementieren möchten.