Ein Feuerbringer in Zeiten der Rauchverbote

Posted on Januar 15, 2011 von

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Einst forderte er seine Leser bereits auf der Startseite dazu auf, die Toilette aufzusuchen – auch auf die Gefahr hin, dass sie kein Notebook mitnehmen können und ihnen somit die Zeit flöten geht, die Artikel zu lesen -, geißelte den christlichen Aberglauben und fand Abtreibungsgegner und Kreationisten gar nicht gut: Eigentlich sollte man meinen, der Genosse Müller würde sich dauerhaft als wichtige Stütze im Streben der Werktätigen und ihrer intellektuellen Avantgarde nach Emanzipation und Erfüllung des Klassenauftrags behaupten.

Mit umso größerer Betroffenheit und Empörung musste unser Autor_innenkollektiv zur Kenntnis nehmen, dass der Klassenstandpunkt des Genossen den allgegenwärtigen Anfechtungen durch die Ränkespiele der Finanzmonopole und der Reaktion nicht Stand zu halten vermochte und sich im Laufe der letzten Monate diversatorische Beiträge bis hin zu faschistischer Hetze und Kriegstreiberei auf dem Blog häuften.

Als ihn das übliche rote Denunziantenpack wie schon zu Stasi-Zeiten hinterrücks anschiss aufmerksame Genoss_innen in tschekistischer Entschlossenheit und unter Zuhilfenahme allen Mutes und vorbildlicher Zivilcourage seinen Arbeitgeber, die Giordano Brüuno Stiftung, über die Umtriebe des Genossen Müller aufklärten und dieser sich der fälligen Selbstkritik vor dem Kollektiv stellen sollte, reagierte dieser mit Uneinsichtigkeit, konterrevolutionären Beschimpfungen und der Androhung, Republikflucht zu begehen.

Mittlerweile sind nicht nur die Hinweise auf die eingangs genannten Stoffwechselfunktionen und diverse Links auf Handreichungen der Brüno im Giardino Stiftung (oder so ähnlich) von der Seite verschwunden, nein, statt fortschrittliche Kritik an rückschrittlicher Religion (also dem Christen- und Judentum) zu üben, dreht der Genosse Müller den Spieß um. Er betreibt praktisch nur noch reaktionäre Hetze gegen den politischen Islam als Ausdruck des Klassenstandpunktes der Werktätigen des dortigen kulturellen Hintergrundes und damit gegen eine Kultur, die der Gesellschaft des Urkommunismus näher und damit der entfremdeten westlichen Gesellschaft mit ihren Haupt- und Nebenwidersprüchen überlegen ist.

Wer den Fehler begeht, selbst und ohne Anleitung durch die Partei zu denken, läuft Gefahr, zu enden wie der Genosse Müller!

Nicht einmal vor einer Parteinahme für Sarah Palin schreckt er mittlerweile zurück. Unter Missbrauch der Psychologie leugnet er die Alleinschuld dieser fundamentalistischen Unperson und der faschistischen Tea Party am Amoklauf von Arizona und mäkelt an der Tatsache herum, dass gefestigte Genoss_innen aus der kritischen Intelligenz ihren berechtigten proletarischen Zorn gegen die imperialistische Kriegstreiberkaste rund um Bush, Palin und die zionistischen Hintergrundmächte artikulieren.

Der Genosse Müller ist sich nicht einmal zu schade, Sätze wie diese vom Stapel zu lassen: „Ihre Position ist vollkommen in Ordnung, so wie sie sie hier formuliert. Demnach ist sie gegen Strafen für Abtreibung und dafür, dass Evolution als „akzeptierte Wissenschaft“ im Unterricht gelehrt wird – explizit nicht nur als eine Ansicht von vielen. Persönlich glaubt sie an Gott und würde von Abtreibung abraten, aber das bleibt ihr natürlich unbenommen.“

Wie schnuckelig?! Das wäre, als würde man sagen, die Kulaken oder Kapitalisten wären gar nicht so schlimm, denn sie wollen ja niemanden mehr erschießen lassen, weil er in die Gewerkschaft eintritt und solange der Marxismus-Leninismus als wissenschaftliche Weltanschauung akzeptiert wird, dürfte auch Adam Smith im Unterricht an Schulen oder Hochschulen erwähnt werden.

Aber was will man auch von jemandem erwarten, der Seitensprünge als „verwerflich“ bezeichnet und damit der Monogamie als einer der Grundlagen kapitalistische Ausbeutung und der Unterdrückung des natürlichen Triebes als Akt der konterrevolutionären Selbstabgrenzung das Wort redet?

Hätte es noch eines weiteren Beweises dafür bedurft, dass eine solche Überzeugung zu Krieg und Gewalt führt, Müller, der Kriegstreiber, hätte sie spätestens in diesem Moment geliefert gehabt.

Jeder aufrechte Humanist hat das Recht und die Pflicht, die wissenschaftliche Weltanschauung des Marxismus-Leninismus und die Lehren der Klassiker vor der defätistischen Propaganda ausbeuterfreundlicher Kulturchristen wie Müller zu schützen!

Aus diesem Grunde haben wir das Blog des Genossen Müller aus der Liste der von der Partei approbierten Adressen entfernt und die Seite in die Reihe der Thought Criminals eingereiht – mit dem nachdrücklichen Befehl, sie aber wirklich NIE anzuklicken!

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