„Bluthilde-Oscar“: Die Köpfe des Proleten 2010

Posted on Februar 6, 2011 von

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stalin_propaganda

(Fortsetzung von „The European“)

Im Bereich der Rechtspflege ehren wir mit der Dr. Hilde-Benjamin-Verdienstmedaille für sozial gerechte Urteile vor allem solche Persönlichkeiten, die in ihrer Funktion in Justiz, Behörden oder Gesetzgebung gerechte Härte gegen Diversanten und Volksfeinde, Souveränität in der Behauptung des Klassenstandpunktes gegenüber bürgerlicher Bigotterie und faschistisch-kapitalistischen Vorurteilen sowie revolutionäre Weitsicht bewiesen haben und beweisen. 

Über lange Zeit galt für ihr Wirken im vorangegangenen Beobachtungszeitraum die Genossin Christine McCafferty als Favoritin, die dem Europarat einen Bericht zur Verabschiedung vorgelegt hatte, der unter anderem die gesetzliche Verpflichtung zur Denunziation menschheitsfeindlicher Ärzte vorsah, die abtreibungswilligen Frauen die Mitwirkung an der Ausübung ihrer reproduktivgesundheitlichen Menschenrechte verweigern wollen. 

Andererseits hatte sich auch die Genossin Monika Schäfer vom Bremischen Landgericht unbestreitbare Meriten erworben, indem sie sich konsequent die Beachtung der Ausbeutungszusammenhänge als sozialer Ursachen für gesetzeswidrige Akte von Kulturbereicherer_innen auf ihre Fahnen schrieb und erst kürzlich wieder bewies, dass der Rechtsstaat in unserem Lande auch durchaus die Zähne zeigen kann – selbst wenn es bloß klappernde sind…

Dennoch haben wir uns am Ende entschlossen, so wie das Friedensnobelpreiskomitee dereinst den Friedensbegriff zu Gunsten des Genossen Gore perspektivisch erweitert hatte, auch in unserem Fall den Begriff der Gerechtigkeit im Urteilsvermögen zu erweitern. Und vor diesem Hintergrund kamen wir nicht umhin, die Genossin Claudia Spatz von der Antifa Berlin der Hilde-Benjamin-Verdienstmedaille 2010 zu verleihen, da diese ein völlig neuartiges Konzept entwickelt hatte, die Rechtspflege durch das Bundesverfassungsgericht durch eine vorgelagerte Normenkontrolle zu entlasten, die ohne den Umweg über bürgerliche Gerichte formales geltendes Recht einer moralischen Legitimitätskontrolle durch die klassenbewusste kritische Intelligenz unterzieht. 

Und die Konsequenz daraus kann nur lauten: „Wenn es Gesetze gibt die uns daran hindern, legitim Protest zu verdeutlichen, dann stimmen diese Gesetze nicht. Dann müssen wir uns nicht an diese Gesetze halten.“

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Auch für fortschrittliche Intellektuelle ein Vorbild: "Boxer" aus "Animal Farm" - in ihrem Fall müsste "I will work harder" allerdings durch "I will read more ML classics" als Parole ersetzt werden...

 

Die Kurt-Hager-Gedächtnismedaille für Kulturschaffende geht an verdiente Kader in- oder außerhalb der Partei, die sich in ihrem täglichen künstlerischen Schaffen der Bedeutung der Kultur als Waffe im Klassenkampf bewusst werden und sie in dieser Funktion auch zielgerichtet einsetzen.

Neben dem Genossen Claus Peymann, der nach Meinung vieler Genoss_innen für sein langjähriges erfolgreiches Unterminieren bürgerlich-reaktionärer Ästhetizismen und parteiischer Werturteile der reaktionären Klasse geehrt werden sollte, waren unter anderem auch internationale Größen wie der Genosse Matt Damon im Gespräch, der den unverfälschten Standpunkt der Partei gegenüber den faschistischen Provokationen der Hexe Sarah Palin zu artikulieren gewagt hatte, oder der Genosse Roman Polanski für seine unbefangene Haltung zu kindlicher Sexualität.

Warum aber in die Ferne schweifen, wenn es doch im Rahmen der Preisverleihungen darum geht, den Grundsatz der Parteilichkeit hier vor Ort ins Kulturschaffen einzubauen und auf diese Weise die fortschrittlichen Kräfte vor Ort im revolutionären Arbeiterkampf zu beflügeln? Diese berechtigte Frage stellte sich auch uns und deshalb ist die Preisträgerin für 2010 am Ende auch die Genossin Charlotte Roche.

War das Lesen tierischer Eingeweide in früherer Zeit eine Geheimwissenschaft, die durch das Aufkommen der Straßenmeistereien immer mehr in den Hintergrund gedrängt wurde, hatte die Genossin Roche 2008 mit ihrem Opus „Feuchtgebiete“ gleich einem breiten Publikum die Möglichkeit geschenkt, Erkenntnisse aus der Lektüre menschlicher Ausscheidungen zu gewinnen.

Ihr Lebenswerk gekrönt hat die Genossin Roche aber vor einigen Monaten, als sie mit ihrem eindeutigen Angebot an das Staatsoberhaupt des spätkapitalistischen großdeutschen Staates, Christian Wulff, zeigte, dass nicht nur der Islam, sondern auch die sexuelle Revolution zu Deutschland gehören – und dass das einzig Unmoralische daran die Tatsache ist, dass auf solche Weise gezeigt werden muss, wie gierige Atomkonzerne den Planeten ausbeuten und sich die bürgerliche Regierung zu deren Büttel macht. Dass Roches Ehemann für sein – die Überwindung regressiver bürgerlicher Besitzansprüche offenbarendes – Einverständnis nicht auch gleich den Boxer-Award („I will work harder“) bekommt, liegt nur daran, dass wir einen solchen leider noch nicht rechtzeitig gestiftet haben.  

Last but not least mussten wir uns noch entscheiden, wer die ideale Wahl für das Margot-Honecker-Solidaritätsabzeichen darstellen würde, das Ingenieure und Ingenieusen der Seele im Bildungs- und Erziehungswesen für ihre verantwortungsvolle und wichtige Indoktrinations Aufklärungsarbeit ehrt. Ihre Aufgabe gehört zu den wichtigsten, wenn es darum geht, namens des sozialistischen Gemeinwesens die psychischen Deformationen an Kindern und Heranwachsenden zu reparieren, die unkontrollierte und auf falschem Bewusstsein aufgebaute Erziehung in Familien und Privathaushalten herbeigeführt haben.

 
 
 
 
 
 
 
 

Sollen regressive Genderdiskriminierung, falsches Bewusstsein und bürgerliche Sentimentalität festigen: "Pixi"-Bücher. Die Hamburger Schulbehörde sagt diesem konterrevolutionären Treiben jedoch den Kampf an!

 

Wir hatten sehr viele Beispiele für wirksame und positive Ansätze auf unserem Blog besprochen und sie gegen reaktionäre Hetze verteidigt. Das reichte vom emanzipatorischen Wirken der Odenwaldschule über Richtlinien für Kinderfreundschaften aus St. Louis bis hin zur Genderarbeit der Bundeszentrale für politische Bildung durch den Genossen Thomas Krüger.

Nicht vergessen werden dürfen auch die mutige und couragierte Graswurzelarbeit innerhalb der Volkskirchen oder die Festigung des Klassenstandpunkts, die von Schulbehörden ausgeht, beispielsweise im lange Zeit schwarz-grünen Hamburg, wo man regressivem Bewusstsein in PIXI-Schundliteratur den Großen Vaterländischen Krieg erklärt oder man fortschrittliche Erbauungsliteratur zur Pflichtlektüre erhebt. 

Sie alle hätten sich den Preis verdient und doch mussten wir eine Auswahl treffen. Und die fiel nach langer und reiflicher Überlegung auf die UNESCO, da diese nicht nur mit der Autorität einer Internationalen Organisation ausgestattet und im gleichen korrupten Sumpf auf einer Ebene mit progressiven NGOs aus aller Welt zusammenarbeitend daran arbeitet, Kinder von der Wiege an zum Neuen Sozialistischen Menschen zu formen, sondern diese nachhaltige Bewusstseinsarbeit auch mit tatkräftigem antizionistischem Einsatz verbindet.

Mit dieser Preisvergabe sollen Internationale Organisationen dazu ermuntert werden, noch stärker bisher von der Bourgeoisie verteidigte nationalstaatliche Souveränitätsrechte zu eliminieren und den Sozialismus noch stärker im Wege des Demokratischen Zentralismus von Oben nach Unten aufzubauen. 

Viele Personen, unterschiedliche Tätigkeitsfelder, aber EIN sozialistisches Bewusstsein und eine Einheit in der unverbrüchlichen Treue zur Partei und ihren Direktiven: Das ist das Resümee aus der diesjährigen Kür der Köpfe des Proleten.

Möge die Botschaft, die davon ausgeht, von all jenen als Kampfansage verstanden werden, an die sie gerichtet ist. Nieder mit dem großdeutschen Ausbeuterkapitalismus, dem Affen Bush und seinen zionistischen Strippenziehern, mit Faschismus, Krieg und Hygieneterror, nieder mit bürgerlich-reaktionärer Sexualrepression, Countrymusik, Genderdiskriminierung und bibelschwingenden Hinterwäldlern! 

Friede den Hütten, Krieg den Palästen! Freundschaft!