Ali Erdogan und die 40 Islamisten

Posted on Februar 28, 2011 von

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Wäre Erdogans klerikalfaschistischer islamischer Eifer nicht bereits längst bekannt, man könnte mutmaßen, er hätte heimlich unter der Decke den katholischen Propagandafilm „Die zehn Gebote“ mit Charlton Heston auf seinem iPad gesehen. Wie der zionistische Prinz Moses zieht er in die Bundesrepublik um von den teutonischen Pharaonen „Lasst mein Volk ziehen!“ zu verlangen, als wären seine migrantischen Landsleute in Ketten nach Mitteleuropa geschleift worden um riesige Grabanlagen (wie die deutsche Bundesbank und den Palast der Republik) mit bloßen Händen aufzuschichten. Dieser Gedanke ist nicht ganz abwegig, hat ihn doch sein ehemaliger Mentor Erbakan als ehrenamtlichen Juden entlarvt!

Also stand der Kalif anstelle des Kalifen vor dem kapitalistischen Babel Düsseldorf, dem neuen goldenen Apfel und begehrte Einlass um seine frohe Botschaft der Menschenrechtsverletzungen von Assimilation, Religionsfreiheit bis hin zur Gleichberechtigung der Frauen zu verkünden, allesamt verabschungswürdige Perversionen eines dekadenten Westens im moralischen Abstieg. Seinen Vasallen in der Bundesregierung schrieb er vor künftig die Edikte aus dem Bildungszentrum des osmanischen Reiches zu befolgen. Die Ziele sind hoch gesteckt, will der Sargnagel der säkularen Türkei seine Landsleute in der Bundesrepublik als nationale Minderheit implementieren, quasi Berlintürken und Ruhrpottanatolier statt Donauschwaben. So will das neu erstarkte nationalistische türkische Bewusstsein des kleinasiatischen Schergen der NATO nicht mehr als „Brücke zwischen den Kulturen“ sehen, sondern eher ein„Gravitationszentrum“, quasi ein schwarzes Loch zurück ins Mittelalter.

Letztens war Abdullah Gül zum Kuscheln bei den Mullahs im antiimperialistischen Bollwerk Iran. Dies dürfte ihm etliche Sympathien bei den Grünen und die Linke/SED eingebracht haben, besonders bei Schleierdesignerin und Börekspezialistin Claudia Roth führt der Konfliktkurs des Gernegroß vom Bosporus zu orgiastischen Begeisterungsstürmen.

Wie Lady Gaga wurde er begrüßt, im ISS Dome in Düsseldorf, dem Topkapi-Palast des neuen Istanbul am Rhein. Halt nur mit schnittigem Tom Selleck Oberlippenbart, der zuletzt in den 80ern modern war, und dem Charme eines alternden Las Vegas Stars. So nahm er die Massen in seinen Bann wie die Schlange Kaa den Mogli im Dschungelbuch. Wer aber auf einen Busenblitzer Hoffnung hegte, wurde enttäuscht. Erotik wird in der Türkei anderes definiert, vorzugsweise in Form von Gruppenvergewaltigungen minderjähriger Mädchen durch Beamte des Staates.
Was folgte war ein wirrer Mix aus reaktionären Fieberfantasien von einem wiedererstarkenden osmanischen Reich als Iran 2.0 und den Aufforderungen Parallelgesellschaften zu bilden, die nur einem Realitätsverweigerer wie Patrick Bahners Verzückungen entlocken dürfte, der Erdogans Frauenbild in seinem nicht hilfreichen Pamphlet „Die Patrickmacher“ ins Deutsche übersetzte. Alles in allem hat der Pascha von Ankara unsere Befürchtungen mit der Verlässlichkeit eines Opel-Motors bestätigt, einer Wiederauflage des dusteren feudalen Mittelalters als Horrorvision in Endlosschleife.

Germania, quo vadis?