Guttenbergs Henker

Posted on März 1, 2011 von

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Dies ist der vorerst letzte Teil aus der historischen Dokumentarfilmreihe zur Periode Guttenbergs Schreckensherrschaft und dessen blutigen Niederganges. Im Anschluss sehen Sie sie die vorangegangenen Episode „Guttenbergs Helfer“ in der Wiederholung.

Der kulturfaschistische Plagiator ist endlich tot! Heute schleiften akademische Freischärler der Brigade „Moral und Wissenschaft Wandlitz“ seinen subversiven Leib dreimal durch den Schmutz um das bundesrepublikanische Kriegsministerium. Die Reste seiner Gebeine wurden anschließend zwischen den Schuhen am Zaun des Monuments imperialistischen Größenwahns zum Fraße für die Krähen aufgehangen. Der ehrenwerte Genosse Dr. im Gregor Gysi begutachtete unter dem Jubel seiner gelehrten Anhänger die erbärmlichen Reste des betrügerischen Popanzes aus der CSU und rief daraufhin die akademische Räterepublik Doktor Deutschland aus.

Doch wie konnte es dem tapferen eitlen deutschen promovierten Widerstand gelingen mit dem Monster von München, den vorerst letzten und grausamsten der orientalischen Despoten nach Ben Ali und Mubarak von seinem Dominostein zu stoßen?

Es begann in Tripolis, der letzten Bastion unseres geschätzten Genossen der sozialistischen Internationale, Muammar Al Gaddafi, der bis dato in seinem verzweifelten Kampf gegen, aus der USA und Israel einsickernden Aufrührer, den Traum eines sozialistischen Islam verteidigt. Während im Hintergrund Gaddafis Anhänger aus dem schwarzafrikanischen Ausland befriedend durch die Straßen der libyschen Hauptstadt zogen, skandierten Mitglieder des aus Doktorvätern bestehenden „Freiwilligenverband solidarische Moderne Bayreuth“ unter Führung von Prof. Dr. rev Oliver Lepsius auf dem Dach der sozialistischen Vertretung Oer-Erkenschwicks. Sie hielten Transparente mit der Aufschrift „Behead those who mock the Promotionsverordnung!“ aus Protest gegen den betrügenden Sonnenkönig im deutschen Kriegsministerium in die geneigten Kameras der proletarischen Aufklärungsmedien.

Mittlerweile sickerten aus gut informierten BND Kreisen die vertrauliche Information, daß vermehrt Jungakademiker in sogenannte Dissertationscamps im Osten Afghanistans nahe der pakistanischen Grenze den bewaffneten Kampf gegen den feudalen Plagiator in der besetzten Reichshauptstadt Berlin übten. Der Anführer von El Studeida Prof. Dr. jur Dr. med. Dr. hc Dr. Alban gab sich zufrieden mit der bedingungslosen Bereitschaft seiner jungen Kämpfer für die Ehre der Wissenschaften im akademischen Dschihad den empirischen Märtyrertod zu sterben um im Jenseits 72 jungfräuliche Doktorväter als Lohn zu erhalten.

Die mordenden KSK Spezialeinsatzkräfte des verbrecherischen Großkapitalisten Guttenberg vermochten es derweil nicht diesen Glanz sozialistischen Wiederstandes zu brechen. So wurde nach einer anregenden 50stündigen fachlichen Diskussion über die Formalien und die korrekte Zitation und Fußnotensetzung im Angriffsplan auf den adeligen Schmarotzer in der besetzten Heimat begonnen, die Kämpfer in strategischen gelegenen Universitätsbuchhandlungen in und um Berlin zu positionieren.

Nachdem die Genossin Kommandantin Dr. lüg Abu Ypsi das vereinbarte Signal „Isch will die Koalition mit der SED!“ per Radio verkündete, überwand die Intellektuelle Speerspitze des Proletariats mit Leichtigkeit den Widerstand der, zur Verteidigung ihres Potentaten herbeigerufenen Reichswehr. „Aber ich bin doch zurückgetreten“, jammerte der Blutegel an der Arterie der arbeitenden Bevölkerung noch erbärmlich bevor ihn der gerechte Furor der so unverzeihlich verspotteten Akademikermasse in Stücke riss.

Nie wieder Adel, wehret den Fußnoten, Genossen!