Der richtungsweisende Beitrag des Genoss_in Otto Waalkes zur Marx-Engels Forschung

Posted on März 7, 2011 von

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Nachdem Genoss_in Feliks Dzerzhinsky bereits einen Grundkurs in Sachen Dialektik erteilt hat, können wir Tschekist_innen der Tschekist_innenbrigade Vladimir I. an der lobenswerten Initiative des Genoss_in anküpfen und uns dem richtungsweisenden Beitrag des Genoss_in Otto Waalkes zur Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus widmen.

Genoss_in Otto Waalkes, Revolutionär_in und Klassenkämpfer_in, Freund_in des friedliebenden Sowjetvolks, brachte noch unter der Bedingung der kapitalistischen BRD eine verklausulierte Geheimbotschaft geschickt unter die Volksmassen, der wir uns nunmehr widmen werden.

Die Geheimbotschaft lautet:

  • Theo vier fahr’n nach Lodz

Genoss_in Otto erläutert uns:

  • Theo, wie Theologie

wobei Theologie als Synonym für den Marxismus-Leninismus steht. Unter den repressiven Bedingung der Klassenherrschaft des Staatsmonopolistischen Kapitalismus musste sich Genoss_in Otto nämlich verklausuliert ausdrücken, weil er ansonsten Opfer des in erster Linie von den Sozialfaschist_innen zu verantwortenden Radikalenerlass geworden wäre.

Weiter. Mit „vier“ ist der verlorengegangene vierte Band der heiligen Schrift „Das Kapital“ unseres Messias Doktor Karl Murx gemeint und „fahr’n“ ist altmittelhochdeutsch und bedeutet „ist zu finden in“, womit die Geheimbotschaft des Genoss_in Otto Walkes endgültig dechiffriert ist:

  • Marxist_innen-Leninist_innen, der verlorengegangene vierte Band der heiligen Schrift „Das Kapital“ unseres Messias Doktor Karl Murx ist zu finden in Lodz.

Nachdem wir Tschekist_innen der Tschekist_innenbrigade Vladimir I. diese geheime Botschaft des Genoss_in Otto Waalkes verstanden hatten, schickten wir umgehend eine Delegation auserwählter Tschekist_innen nach Lodz, gelegen inmitten der abtrünnigen Sowjetrepublik des dem Affen Busch ergebenen und im Auftrag Israels tätigen Sowjetvolks der Pol_innen zum Mann unseres Vertrauens, dem Genoss_in Piotr Slibowitzinsky.

Die Fahrt mit den Harley-Davidson_innen erfolgte weitgehend ohne Komplikationen, wobei die Tschekist_innen allerdings einige Kräfte bei gemeinsamen Turnübungen mit polnischen Hafermastgäns_innen einbüssen mussten. Schliesslich erreichte die Delegation Lodz und begab sich umgehend zu Genoss_in Piotr Slibowitzinsky. Genoss_in Piotr verwies auf einige verstreute Manuskripte aus dem Nachlass unseres Messias. Gemeinsam sichteten wir sie und zur grossen Freude allerseits entpuppten sie sich tatsächlich als der sagenumwobene vierte Band der heiligen Schrift „Das Kapital“ unseres Messias Doktor Karl Murx.

Um den vierten Band des „Das Kapital“ rahmen sich einige Mythen und Legenden, so haben von den Klassenfeind_innen eingeschleuste Diversanten das Gerücht erfolgreich einschmuggeln können, gewisse „Theorien über den Mehrwert“ wären der vierte Band, was allerdings klassenbewusste Genoss_innen widerlegen konnten:

Nicht handelt es sich bei gewissen „Theorien über den Mehrwert“ um den vierten Band des „Das Kapital“, sondern Genoss_in Piotr’s Manuskripte sind es!

Selbstverständlich haben wir sofort das Marx-Engels-Instituts in Moskau informiert, welche die Manuskripte demnächst posthum als vierten Band des „Das Kapital“ in der MEGA veröffentlichen werden. Besonderen Dank gebührt selbstverständlich Genoss_in Dawid Borissowitsch Rjasanow , der frühere Leiter_in des Marx-Engels-Instituts in Moskau.

Nun fragen sich ungeduldige Genoss_innen sicherlich bereits, welche Erkenntnisse unser Messias Doktor Karl Murx im vierten Band der heiligen Schrift „Das Kapital“ offenbart. Nur Geduld, werte Genoss_innen, denn da nicht alle Leser des Zentralorgans des Autor_innenkollektivs Dr Hilde Benjamin geschulte Marxist_innen-Leninist_innen sind, erteilen wir Tschekist_innen der Tschekist_innenbrigade Vladimir I. zunächst einen Grundkurs in politischer Ökonomie des Marxismus-Leninismus.

Am Anfang war das Wort, nämlich das Wort „Mehrwertsrate“:

  • Mehrwertsrate = m/v

wobei „m“ für den Mehrwert und „v“ für das variable Kapital steht. Indem die Mehrwertsrate das Verhältnis zwischen der notwendigen Arbeitszeit, also dem Äquivalent der Ware Arbeitskraft, und der darüber hinausgehenden Mehrarbeit ausdrückt, ist sie ein Ausdruck der menschenverachtenden kapitalistischen Ausbeutung der Arbeit.

Nachdem der Messias diese bahnbrechende Erkenntnis des Marxismus-Leninismus im ersten Band des „Das Kapital“ veröffentlichte, rottete sich eine Kombination innerer und äusserer Antikommunist_innen zusammen, die aus der Tendenz der langfristig fallenden Profitrate folgerte, dass sich darin die fallende Mehrwertsrate und damit die sinkende Ausbeutung der Arbeit ausdrücken würde, womit es sich mit der vom Messias geforderten revolutionären Praxis angesichts der Selbstaufhebung kapitalistischer Ausbeutung erledigt hätte.

Einen derartig infamen konterrevolutionären Angriff auf die heiligen Schriften des Marxismus-Leninismus konnte unser Messias allerdings nicht unerwidert lassen und so setzte er im dritten Band des „Das Kapital“ ganz einfach die Mehrwertsrate in Relation zum Wert des eingesetzten konstanten Kapitals und erhielt damit die Formel für die Profitrate:

  • Profitrate = m / c + v

wobei „m“ für den Mehrwert, „v“ für das variable Kapital und „c“ für das konstante Kapital, also Kapital für Maschinerie, Roh- und Hilfsstoffe usw., steht.

Es leuchtet nunmehr unmittelbar ein, dass die von der Zusammenrottung innerer und äusserer Antikommunist_innen vorgebrachte langfristig zu beobachtenden Tendenz der fallenden Profitrate selbst bei steigender Ausbeutung des Proletariats zustande kommt, wenn nur die Zunahme der Ausbeutung geringer als die des konstanten Kapitals erfolgt. Der Messias hat damit eindeutig bewiesen, dass der Marxismus immer wahr ist, gleich ob die Mehrwertsrate fällt oder nicht. Somit gelangt der Messias zur grundlegenden Gleichung des Marxismus-Leninismus:

  • Der Marxismus ist wahr, weil er wahr ist.

Im weiteren Verlauf der Analyse konnte unser Messias sogar einen durch die menschenverachtenden Marktgesetze notwendig bedingten permanenten Zwang zur Erweiterung des proportionalen Anteils des konstanten Kapitals erkennen, der sich dann zwangsläufig in den kapitalistischen Krisen aus der Überakkumulation des Kapitals bis hin zum grossen Kladderadatsch niederschlägt.

Gleich dem Proletariat trägt auch das Vieh zum Mehrwert bei und gilt somit als zweite Opferklasse kapitalistischer Ausbeutung. Dies ist die wesentliche Erkenntnis, die unser Messias Doktor Karl Murx im vierten Band des "Das Kapital" dem Gläubigen offenbart.

Nachdem wir den Grundkurs in politischer Ökonomie des des Marxismus-Leninismus erfolgreich absolviert haben, konzentrieren wir uns nunmehr auf die im vierten Band der heiligen Schrift „Das Kapital“ offenbarten Erkenntnisse unser Messias Doktor Karl Murx.

Nach eingehendem Studium kommt unsere Messias zur Erkenntnis, dass sich die Kategorien notwendige Arbeit und Mehrarbeit auch auf das Vieh anwenden lassen.

Mit anderen Worten:

Auch das Vieh unterliegt den Gesetzen kapitalistischer Reproduktion und Ausbeutung. Folgedessen trägt auch das Vieh zur menschenverachtenden kapitalistischen Mehrwertsproduktion bei.

Betrachten wir nunmehr die Zusammenhänge näher.

Unter Vieh versteht unser Messias Doktor Karl Murx die Menge aller ausgebeuteten Tiere im Kapitalismus:

  • Vieh = {Ochsen, Lämmer, Hühner, …}

Vollständig formuliert im Sinne des vierten Bandes des „Das Kapital“ ergibt sich nunmehr die Formel für die Mehrwertsrate:

  • Mehrwertsrate = Mp + Mv/Vp + Vv

wobei „Mp“ für den proletarischen, und „Mv“ viehischen Mehrwert, „Vp“ für das proletarische und „Vv“ für das viehische variable Kapital steht.

Die vollständig formulierte Profitrate lautet nunmehr wie folgt:

  • Profitrate = Mp + Mv / C + Vp + Vv

oder:wobei in dieser nunmehr vollständigen imposanten Weltformel „Mp“ für den proletarischen, und „Mv“ viehischen Mehrwert, „Vp“ für das proletarische und „Vv“ für das viehische variable Kapital und „C“ für das konstante Kapital und „1“, man mag es gar nicht für möglich halten, schlichtweg für die Zahl „1“ steht.

Am Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate und an der Krisenerklärung aus der Überakkumulation des Kapitals bis hin zum grossen Kladderadatsch ändert sich nichts, bzw. verschärfen sich die Zusammenbruchstendenzen durch die Aufnahme des ausgebeuteten und von Pauperisierung betroffenen Viehs auch noch zunehmend.

Genoss_in Ernst ist sofort abzulösen. Künftig wird Genoss_in Roter Geissböck_in an der Seite von Genoss_in Lötzsch kämpfen.

Was sich allerdings ändert ist die revolutionäre Praxis der Marxist_innen-Leninist_innen. Nicht mehr allein das Proletariat gilt nunmehr als historisches Objekt der Kommunist_innen, sondern ebenso das menschenverachtend ausgebeutete und von der Pauperisierung betroffene Vieh.

Das hat Konsequenzen.

So muss das Kommunistische Manifest geringfügig angepasst werden:

Die Kommunisten sind also praktisch der entschiedenste, immer weitertreibende Teil der Arbeiter- und Viehparteien aller Länder; sie haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariats und der Rindviecher die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.”
Die Bibel, Murx, Engels, Владимир Ильич Ульяна, Иосиф Виссарионович Джугашвили, 毛泽东, ប៉ុល ពត, 김정일, und insbesondere 김일성, Band IV, Seite 474

Als Sofortmassnahmen sind ferner umgehend umzusetzen: