Die rolle des islam für den antifaschistischen kampf in der brd

Posted on April 3, 2011 von

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Mohammed wurde karikiert, Marx wurde gemeint!

Die rolle des islam für den revolutionären kampf hat das antifaschistische magazin der antiberliner in seiner aktuellen ausgabe thematisiert. Bei imperialismus und diskriminierung  kann man sehen, dass der islam genau wie alle anderen gesellschaftlichen erscheinungen von den unterdrückungsmethoden des globalisierten faschismus betroffen ist. Dabei muss das scheinbar inländische phänomen der diskriminierung von muslimen in der brd zusammen mit der imperialistischen unterdrückung der völker des nahen ostens verstanden werden, sonst riskiert man verharmlosende fehlschlüsse in bezug auf die repressive funktion, die der islam als religion eben auch hat.

Himmelsscheibe von nebra: Man beachte den abgeknabberten fingernagel, das früheste zeugnis des islam auf dem gebiet der späteren brd.

Der grosse nutzen für die antifaschistische sache ist zunächst, dass der islam ein geeignetes gegengewicht gegen die bürgerlichen strukturen darstellt. Im faschismus haben die herrschenden eliten vermittels der kirche das monopol über die moralgestaltung. Tritt dem eine religionsgemeinschaft entgegen, die einen anderen historischen hintergrund hat und deswegen eine andere moral, dann wird dieses moralmonopol angegriffen. Islamophobie ist also ein klassenphänomen. An den Symbolen dieser religionsgemeinschaft kristallisiert sich dadurch der klassenhass. Der „halbmond“ etwa ist in wahrheit ein stilisierter abgeknabberter fingernagel. Dieses symbol dekonstruiert deswegen durch sein schieres vorhandensein in der gesellschafft die bürgerliche etikette, repräsentiert durch die gesellschaftliche ächtung am fingernagelknabbern. Ähnlich ist es mit dem kopftuch, das die ausbeuterischen profite der friseure, coiffeure und lockenwicklerhersteller bedroht. Das system wehrt sich dagegen mit ausgrenzung und rassismus.

Als antirassist_innen halten wir deswegen fest: Der islam gehört zu deutschland! Das ist nicht nur eine forderung, um ein gegengewicht gegen die mehrheitskultur zu haben, sondern auch eine historische tatsache, denn schon auf der himmelsscheibe von nebra aus frühpatriarchaler zeit  ist der abgeknabberte fingernagel als islamisches symbol zu sehen. Mit der überwindung von patriarchat und religion wird allerdings der islam ebenfalls hinfälllig. Wenn wir jetzt den islam –nicht als religion, sondern wie gesagt als gegengewicht– befürworten, dann widersprechen wir dieser wissenschaftlichen voraussage für die zeit nach der revolution nicht, denn wir fordern auch: Deutschland abschaffen! und mit deutschland natürlich auch den islam in deutschland.

Deutschland und den islam, der ja dazugehört, abschaffen!

Noch ein wort zur faschistoiden frauenunterdrückung im islam: Ja, sie ist schlimm, gerade durch das kopftuch. Die ursache dafür ist aber die einbettung des islam in die kapitalistische ordnung, die ja auch das westliche, bürgerliche system so unmenschlich macht. Deswegen darf die frauenunterdrückung im islam nicht als argument gegen ihn als solchen gerichtet sein, denn wenn die bürgerliche reaktion gegen den islam siegen würde, würde dies eine viel schlimmere und vor allem längere frauenunterdrückung bewirken, nur eben von seiten des establishments im lande. Deswegen sind alle, die gegen den islam sind, faschisten.

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