Dettmar und Ahmed: Flucht nach Palästina

Posted on April 15, 2011 von

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Der Bluthilde-Kulturschwerpunkt am Wochenende geht weiter. Inspiriert durch das seit zwei Tagen auch in deutschen Kinos vertretene, in vorbildlicher Weise revolutionäres Kulturschaffen und Klassenstandpunkt vereinende wegweisende Werk „Der Name der Leute“  hat uns auch der Genosse Flügeladjutant exklusiv verraten, wie auch durch heimisches Filmschaffen der fortschrittlichen Perspektive mehr Geltung verschafft werden kann. 

Er hatte einige Ideen für einen Fernsehfilm. Wir wollen ihm fürs Erste den Arbeitstitel „Dettmar und Ahmed: Flucht nach Palästina“ geben.

Bewegend und emotional soll es schon im Pilotfilm werden:   

Der deutsche Bäckergeselle Robert Schiefer will die schöne Rania heiraten. Das Problem: Sie ist Muslimin. Roberts Eltern sind gegen die Beziehung. Ranias Eltern wissen noch nicht, dass Roberts Eltern sich gegen die Hochzeit ausgesprochen haben und beschließen, dass sich die Familien besser kennenlernen sollten. Aber ihr Besuch bei Roberts Eltern wird zur Katastrophe. Robert wird von seinen Eltern blamiert.

Ranias Eltern stehen jedoch zu Robert. Ranias älterer Bruder Mustafa macht einen letzten Versuch, die große Liebe seiner Schwester zu retten. Er spricht mit Roberts Vater. Der jedoch lehnt selbst ein Gespräch ab und bedroht Mustafa schliesslich mit einem Taschenmesser. Mustafa entschuldigt sich und verlässt das Haus. Schließlich beschliessen Robert und Rania, einfach durchzubrennen.

Mit Roberts schwulem Freund Thomas, der sein Trauzeuge werden sollte, fliegen sie nach Jordanien und heiraten in einem Hotel in Amman, weit weg von Roberts Eltern. Auch Thomas findet dort am Ende seine große Liebe in dem stämmigen Ahmed aus Ramallah, der plötzlich in dem Hotel auftauchte.

Der Genosse Flügeladjutant weiß auch, dass auf diesem Handlungsstrang Großes aufgebaut werden kann. Das kann leicht zur Fortsetzungsserie werden:

Es dreht sich alles um Dettmar und Ahmed und ihre frustrierenden Versuche, ihre Beziehung den verständnislosen israelischen Grenzsoldaten in Tel Aviv zu erklären. Mit Hilfe von Benjamin, einem jüdischen Friedensaktivisten, der das Paar vor der Polizei versteckt, reisen sie durch das vom israelischen Militär besetzte Ost-Jerusalem und erreichen schließlich die palästinensischen Autonomiegebiete.

In Jericho findet dann eine große Familienfeier für Dettmar und Ahmed statt. Auf der Feier trifft Benjamin auf die schöne Moischa. Diese neue Bekanntschaft wird bald selbst zum Litmustest fuer seine sonst so tolerante jüdische Familie. Moischa ist nämlich schwarz.

Man kann das beliebig fortsetzen: Werden Moischa und Benjamin heiraten? Wird Benjamin ein Haus in Jericho bauen? Wird es Benjamin gelingen, die israelische Buerokratie zu besiegen und Moischas Familie im Sudan zu besuchen? All diese Fragen könnten beantwortet werden.

Die Landesfilmförderungsstudios aller 16 Bundesländer können langsam aber sicher schon mal die Koffer mit den Fördergeldern vorbreiten!