Prinzip der politischen eindimensionalität

Posted on Mai 14, 2011 von

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Zeitachse

In kürze wird das autor_innenkollektiv dr. hilde benjamin die endgültige empfehlung zur künftigen politik der fdp aussprechen. Vorbereitend müssen wir, nach dem prinzip der ausschliesslich beabsichtigten wirkung, ein weiteres prinzip in erinnerung rufen, anhand dem der kritische denker den politikbetrieb durchschaut. Es ist das prinzip der politischen eindimensionalität (PriPoEi), das besagt, dass es nicht unterschiedliche grundsätze und philosophien über staat und regierung gibt, sondern nur zwei richtungen, rechts und links.

Von neoliberalen tatsachenverdrehern wird argumentiert, dass dies eine übertriebene vereinfachung und zu abstrakt sei. Aber sie ist nicht abstrakt. Lenin lehrte: Die wahrheit ist immer konkret, niemals abstrakt. Deswegen ist das PriPoEi wahr. Sie ist ausserdem wahr, weil die eindimensionalität in der politik sich aus der eindimensionalität des zeit herleitet, wie im artikelbild sichtbar ist. Die zeitachse ist dort übrigens richtig von rechts nach links eingezeichnet, nicht umgekehrt, wie es die politisch instinktlosen ingenieure und physiker machen.

Schema vom pionier der marxistischen sexualpsychologie; anklicken zum vergrössern.

Durch die dialektik der materiellen verhältnisse bringt die zeit bestimmte gesellschaftliche entwicklungsstufen mit sich, die durch revolutionen ineinander übergehen: Erst urkommunismus, dann sippenverband, zivilisation, feudalismus, bürgerlicher kapitalismus, raubtierkapitalismus, sozialismus, kommunismus. Und dann wieder von vorn. Politik kann nur mit (fortschrittlich, sozialistisch) oder gegen die zeit (rückschrittlich, konservativ) agieren, indem sie dieser entwicklung folgt und sie fördert bzw. sich dagegenstemmt und unterdrückt, mit all den schlimmen folgen, die die daraus folgende vertiefung der sozioökonomischen widersprüche bringen würde: Verarmung, repression, kriege, krankheiten, pest und schwefel.

Nur wer nicht klug und mitfühlend ist, hängt deswegen rechten ideologien an. Das ist eine wissenschaftliche erkenntnis, auf die der genosse brux und die genossinnen vom autorinnenkollektiv SPIEGEL hinweisen. In einer studie wurden probanden nach ihrer poltischen einstellung auf einer 5stufigen skala von „extrem links“ bis „extrem rechts“ gefragt, ein sogenanntes. Genau die, die sich bei dieser frage als rechtsstehend bezeichnen, sind auch rechte, denn genau diese schämen sich nicht ihrer offenkundigen dummheit oder empathielosigkeit, die man als rechter nun mal hat. Wenn wir merken, dass unsere leser_innen noch kein emanzipiertes bewusstsein gegenüber den dogmen der bürgerlichen statistik haben, werden wir auf die fortschrittlichen mittel, die zu den ergebnissen in der veröffentlichung dieser studie führten, genauer eingehen: Dass konservative ängstlicher und intoleranter sind und sich leichter ekeln, sowie dass sie andere gehirne als richtige menschen haben.

Die genialität des PriPoEi sieht man auch bei dem downs-modell politischer wahlen. Diesem modell zufolge werden alle parteien sich ungefähr in der politischen mitte finden. Das ist der demokratische block. Das besondere aber: Mit der zeit wandert die politische mitte nach links Wenn der demokratische block so weit nach links gerückt ist, dass der widerspruch zwischen dem einengenden korsett der bürgerlich-kapitalistischen verfassungsgesetze und der natürlichen gesellschaftlichen fortentwicklung nicht mehr durch uminterpretation der gesetze aufgeschoben werden kann, werden wir eine revolutionäre mehrheit haben, die den sozialismus herbeiführt. Diesen prozess können wir sehr gut wiedererkennen, da rechte parteien wie die cdu oder die fdp nicht mehr so unverfroren rückschrittliche positionen vertreten wie früher.

Der kleinkarierte vorwurf, mit dem PriPoEi würden wir die komplexität politischer philosophien durch ein einfaches schubladendenken ersetzen, ist falsch! Wir haben nämlich nicht eine schublade für linke und rechte inhalte, sondern nur für linke. Die rechten inhalte, werden –um lenin zu zitieren– auf dem müllhaufen der geschichte landen. Wir fordern deswegen von allen möbelherstellern, nur noch linke schubladen zu verbauen.