Zu wissen, wem die Stunde schlägt!

Posted on Juni 19, 2011 von

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Nachdem unser palästinensischer Volks-Genosse* Abu Mazen seine palästinensische Botschaft in Brasília bekommen hat: Welche internationalen Würdenträger_innen sollten als nächste mit einer eigenen Filiale dort belohnt werden?

Wir haben diese schwierige Frage wie keine zweite lange im Politbüro und auch im ZK diskutiert und sind schließlich auf eine ebenso naheliegende wie ungewöhnliche, vor allem aber historisch-materialistisch einwandfreie Lösung gekommen: Wir werden – haltet Euch fest, Genoss_innen – eine Abstimmung machen!

Auch, wenn es von interessierter Seite behauptet werden wird, ist unsere Sonntagsfrage keinerlei konterrevolutionären Glasnost-Seligkeiten geschuldet; allein schon diese klerikalfaschistische Vokabel ist eine vom Klassenfeind bewusst gewählte Provokation für alle Genoss_innen mit wissenschaftlicher Weltanschauung, der es ganz entschieden Prost zu sagen Paroli zu bieten gilt!

Und ein Kniefall vor dem Populismus einer zweckdienlich irregeleiteten bürgerlichen Kampagnen- bzw. Basisdemokratie, die bekanntlich die letzte Stufe des entwickelten Kapitalismus ist (der unsterbliche Dimitroff, er lebe hoch!) – das ist unsere Umfrage erst recht nicht.

Unsere Umfrage ist vielmehr ein mutiges Selbstexperiment aller werktätigen Mensch_innen in unserer sozialistischen Republik, das allein der proletarischen Bewusstseinsbildung und dem neuen Menschen dient.

Rechtpopulismus und Neokonservativismus leben vom Mitmachen; darin haben sie etwas mit dem Mobbing gemein. Nur, wer es einmal ausprobiert hat, weiß indes, wovon er spricht, denn nichts ist so glaubhaft und ehrlich überzeugend, wie Erfahrungen aus erster Hand, und Erfahrungen aus erster Hand brauchen wir, wenn wir aus dem Klassenkampf siegreich hervorgehen wollen.

Und für den Fall, dass mit dem Ergebnis irgendetwas schief läuft, wartet unten im Hof schon der biospritbetriebene Kleinlaster auf unsere Programierer_innen um sie zur Umerziehung Sprossenernte Resozialisation auf den nächsten EHEC-Bauernhof zu fahren.

Hier also das Dilemma: Nachdem Abu Mazen seine palästinensische Botschaft in Brasília bekommen hat,

* An dieser Stelle möchten wir auch an die wissenschaftlichen Meriten der palästinensischen Geistesgröße erinnern. In „The other side: The secret relations between Nazism and the Leadership of the Zionist Movement“ (Moskau, 1983), so der Titel  seiner Diplomarbeit, beweist Abu Mazen völlig unumstößlich, dass Nationalsozialismus und Zionismus im Grunde dasselbe sind, wofür unser aufrechter palästinensischer Volks-Genosse in pro-zionistischen Hetzbloggs bis heute verteufelt wird, wohingegen allen gesellschaftlich progressiven, antiimperialistischen Kräften wie der wackeren Ina Lorenz selbstverständlich bereits im Jahr 2006 völlig klar war, dass „die Zielsetzung der zionistischen Politik hinsichtlich einer forcierten Auswanderung weitgehend mit den Vorstellungen der nationalsozialistischen Machthaber übereinstimmte“ (Das Jüdische Hamburg, S. 294, Hrsg.: Institut für die Geschichte der Deutschen Juden; mit Grußwort des Ersten Bürgermeisters).

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