Emotionales Essen, FDH und Freiheit durch Hamas!

Posted on Juni 28, 2011 von

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schlank

Mit größtem Schrecken, äußerster Empörung und tiefster Bestürzung hat der aufgeklärte und fortschrittliche Teil der Menschheit die neuerliche Provokation aus der Zentrale des Zionismus in der illegalen Siedlung Givat Ram zur Kenntnis nehmen müssen: Die aufrechten und tapferen Kämpfer – mangels Masse entfällt hier die geschlechtsneutrale Form der Anrede – des legitimen Widerstandes werden mit sofortiger Wirkung jeder Möglichkeit beraubt, einen akademischen Abschluss zu machen, während sie derzeit völkerrechtswidrig in den Folterknästen des illegitimen Besatzungsregimes einsitzen müssen; und zwar auf Beschluss des sogenannten Ministerpräsidenten Netanyahu, dieses Einpeitschers des Zu-Spät-Kolonialismus.

Vorausgegangen war dieser neuerlichen zionistischen Provokation die Erklärung unserer teuren Volks-Genossen, der demokratisch legitimierten Regierung des palästinensischen Helden-Volkes, die Menschheit nach nunmehr fünf Jahren auch weiterhin erfolgreich vor diesem Mörder von Frauen und Kindern zu schützen. Zudem ist die zionistische Provokation die Reaktion auf die Standfestigkeit der Gazaer Filiale unserer Einheitsfront, die Besuche von angeblichen Menschrechtsorganisationen aus dem sogenannten Ausland bei Gilad Shalit im Interesse des Weltfriedens auch weiterhin absagen wird; weitere Einschüchterungsversuche unserer teuren palästinensischen Erfüllungsgehilfen verbitten wir uns.

Es ist insbesondere eine Organisationen, deren Name – Internationales Komitee zum Roten Kreuz – bereits eine zweifache Beleidigung für unsere gerechte Sache darstellt: Hinter der vermeintlich leutseligen Fassade dieser hinterhältigen missionarischen Kreuzfahrer verbirgt sich bekanntlich die Weltverschwörung mit Sitz in Wall-Street, die einzig und allein in soweit international ist, als sie dieses imperialistisches Instrument zur Ausbeutung aller Unschuldigen auf der ganzen Welt in Stellung bringen soll, so dass der Zionismus sich noch in die entlegensten Winkel des Planeten ausbreiten kann.

Doch nicht erst in der Moderne, sondern bereits zu den Zeiten von Cicero, Platon und Zenon von Elea lösten die Juden allerlei Unverständnis aus. Dass in ihrem Land ein Meer sei, in dem es sich nicht versinken lasse; dass sie einen Tag in der Woche haben, an dem nicht gearbeitet werde; vor allem aber, dass es bei ihnen einen Tempel gebe, in dem sich kein einziges Götter_innen-Bildnis befinde, löste in anderen antiken Kulturen mehr als nur Erstaunen aus. So mancher Hellene oder Etrusker, ganz zu schweigen von den Germanen und Teutonen, wird sich in vielleicht nicht geschlechtsneutraler Anrede, aber dennoch voller Inbrunst gedacht haben, dass es zumindest empörend, wenn nicht sogar zum verrückt – oder vielleicht sogar zum meschugge – Werden sei, was diese Israelis auf ihrem Har HaMoria, dem Hausberg des abstrakten Glaubens, so alles treiben; ob auch die Witzelsucht ihren Namen vom religiösen Nabel der Welt hat, ist nicht bekannt.

Doch derartige Frivolitäten erscheinen wie eine unzulässige Verharmlosung der Opfer und Leiden von Hermann Dierkes „politischen“ Projektionsflächen, unseren Volks-Genossen in den Folterknästen des Staat gewordenen Zionismus. Wo aufgeklärte und fortschrittliche Demokratien ihren Haftgefangenen die Verbüßung einer Freiheitsstrafe wenigstens dadurch vergüten, dass sie die Insass_innen sich ihre letzten intakt geblieben Neuronen beim Tütenkleben verbrennen lassen, hält das zionistische Besatzungsregime seine völkerrechtswidrig geschlagene Beute in einer Perversion von Humanismus und Menschenrechten, zum Spott und zum Hohn und zur Befriedigung seines kleinlichen Sadismus auch noch dazu an, per Hochschulstudium an der Open University ein sogenanntes Etwas aus sich zu machen; aber wie viele Taxifahrer mit Diplom braucht denn die Welt?

Da sich die zionistischen Besatzer der seit Jahrtausenden palästinensischen, vormals jebusitischen, Ländereien zwischen dem Jordan-Fluss und den Gestaden um Jaffa nach wie vor weigern, mit der demokratisch legitimierten Regierung der national befreiten Zone rings um Gaza-City und Ramallah über ihren geordneten Rückzug nach Deutschland und Polen zu verhandeln (Helen Thomas, et. al.), und zudem auch an der Heimatfront zunehmend unter Druck gesetzt werden, ist die konzertierte Aktion unserer „politischen“ Gefangenen in den israelischen Knästen zu gleichen Teilen sinnvoll wie nötig.

Der Mörder von Frauen und Kindern hat nun lange genug die Gastfreundschaft des tapferen palästinensischen Helden-Volkes inmitten der humanitären Katastrophe von Gaza genießen dürfen. Also dort, wo durch die künstliche, zionistische Verknappung ohnehin schon alles derartig angespannt ist, dass immer dann die Spannung nachlässt, wenn unsere teuren Erfüllungsgehilfen in Hamastan wieder mal nicht wissen, von welcher ihrer EUdSSR-Millionen sie die Stromrechnung bezahlen soll. Apropos: Wir danken der Beamtendiktatur mit Sitz in Brüssel für die Schonung unserer wächterrätlichen Finanzen, vor allem aber Ruprecht Polenz dafür, dass er sich so großzügig und uneigennützig für die Alimentierung unserer „politischen“ Erfüllungsgehilfen einsetzt.

Unter so schwierigen äußeren Bedingungen wie in Gaza-City einen Esser mehr durch zu füttern, ist an sich bereits eine heroische Leistung, und das tapfere palästinensische Helden-Volk bringt sie Tag um Tag, Stunde um Stunde, Minute um Minute, für die ganze Menschheit und den „Frieden“, und zwar gerne und freiwillig. Aber eben auch gegen den erbitterten Druck einer zum Äußersten entschlossenen internationalen Staaten-Gemeinschaft, vor allem gegen den Zionismus als erbitterten Hauptfeind. Das ist eine historische Leistung, für die sich die Menschen in Gaza nicht nur die Bewunderung durch ihre Volks-Genossen im Karl-Liebknecht-Haus, Amnesty International und attac! verdient haben, sondern auch die Bewunderung durch alle anderen gesellschaftlich fortschrittlichen Kräfte.

Gerade auch in Du-bist-Deutschland, wo immerhin knapp die Hälfte aller Einwohner_innen klug und einsichtsvoll genug ist, die zionistischen Pläne zu durchschauen und zu wissen: „Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“, wird man doch wohl noch sagen dürfen, dass Israel der kleine Satan ist, ohne dafür gleich als Antisemit_in verteufelt zu werden; zumindest MdB Inge Höger von der „Links“-Partei wird über den Man-wird-doch-wohl-noch-sagen-dürfen-Beschluss ihres großen Vorsitzenden derartig erfreut sein, dass sie gleich wieder aufs nächstgelegene Frauendeck gen Gaza will.

Aber seinen Vernichtungskrieg führt der Zionismus selbstverständlich auch in seinen Knästen. Um gegen die, nach Ismail Haniyahs Worten „völkerrechtswidrigen Haftbedingungen“ zu protestieren, haben die „politischen“ Gefangenen der Hamas heute einen Schlankheitstag eingelegt ein insgesamt eintägiges Heilfasten durchgeführt einen 24-stündigen Hungerstreik angekündigt. Das wird ein ganzer Tag ohne Essen und Trinken, das werden 24 Stunden, die ziemlich lang werden können, und bei denen man nicht im voraus wissen kann, was nach ihnen passiert!

24 Stunden, in denen unsere tapferen Volks-Genossen nicht nur dem Zionismus, sondern auch ihren Fleischgelüsten heldenmutig widerstehen werden, während aus der Knastküche der Couscous duftet und die Schließer_innen sich einen Miz Tapusim nach dem nächsten munden lassen, in einem untauglichen Versuch einer Provokation, denn wer glaubt, die mutige und heldenhafte Demonstration des „politischen“ Willens unseres teuren palästinensischen Helden-Volkes zu korrumpieren, hat seine Rechnung ohne uns gemacht, denn soweit bekannt, ist es bei der Ankündigung geblieben.

Wie schon der Engländer weiß: Slim is in – schlank kommt an! Schließlich wollen die tapferen Kämpfer unseres teuren palästinensischen Helden-Volkes nach der Haftentlassung im Austausch gegen den Mörder von Frauen und Kindern in ihrer historisch-jebusitischen, heute palästinensischen, Heimat wieder ihr gewohntes Leben führen können. Da müssen die vom zionistischen Strafvollzug durch Überernährung und den Zwang zu sitzender Beschäftigung ansozialisierten Pfunde vorher weichen. Das ist kein Schlankheitswahn, keine Essstörung, kein emotionales Essen, sondern ein völlig rationales Verhalten; außerdem wäre es nur natürlich, wenn einem angesichts der zionistischen Bildungs-Folter der Appetit verginge.

Genoss_innen: Was nützt unserem legitimen Widerstand mehr, ein Hochschulabschluss oder eine schlanke Linie? Besonders, wenn man sich in Ausübung seines einzigen, dafür aber international anerkannten Berufs auch in der Zeit nach der Haftentlassung den Nachstellungen der zionistischen Strafverfolgung entziehen muss oder möchte. Die untauglichen Versuche, den legitmen Widerstand durch überbordende Leibesfülle und überflüssige „Bildung“ in die Knie zu zwingen, haben unsere wackeren palästinensischen Volks-Genossen indes bereits durchschaut und vereitelt, Herr Netanyahu!

Wer in Ausübung seines Rechts auf legitimen Widerstand ums Leben kommt, wird als Märtyrer und Opfer der Zionismus anerkannt, auch wenn ihn diejenigen zwanzig Gefangenen weiblichen Geschlechts dann nur noch im Paradies empfangen werden, die wir dem sogenannten Premierminister bereits für eine Probepackung mit etwas Shalit abgeluchst haben.