Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört!

Posted on September 11, 2011 von

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ex-mauer in kairo

In einer vorbildlichen Aktion haben die Kräfte der progressiven Ägyptens am Wochenende von ihrem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung Gebrauch gemacht und die örtliche Filiale des zionistischen Terror- und Spionage-Regimes in Volksbesitz überführt.

Einziger Wermutstropfen: Dem Feuereifer, mit dem die Genossen – Frauen waren nicht zusehen – für die gerechte Sache zu Werke gingen, führte leider dazu, dass auch drei eigene Leute ums Leben kamen; im taktischen Bereich ist die revolutionäre Performance der Kairoer Genossen also noch ausbaufähig, aber letztlich ist das nur eine Frage der richtigen Schulung.

Wer konnte denn auch ahnen, dass die ägyptischen Militärschergen ihr eigenes Volk so dreist verraten und sich zu Bütteln der untergehenden Sache des Zionismus machen würden, indem sie die sogenannte israelische Botschaft gegen den demokratischen Volkswillen und die Diktatur des Proletariats verteidigen würden?

Immerhin haben die Genossen in Kairo die ägyptische Militärjunta nun mehr gezwungen, Farbe zu bekennen. Und es kann der progressiven Weltöffentlichkeit nicht entgangen sein, für welche politischen Kräfte der Repressionsapparat des ägyptischen Militärs hier in Stellung gebracht wurde:

Für die Anarchie der internationalen Finanzjunkies, für die Tyrannei der Couponschneider und Cowboyspielfilmhelden, für Wall Street und seine zionistische Nebenstelle in der illegalen Siedlung Tel Aviv, haben die ägyptischen Streitkräfte am Wochenende ihr eigenes Volk kaltblütig in großer Zahl niedergemetzelt.

Den perfiden und durchtriebenen Kräften des spätkolonialen Projekts, dem auch im eigenen Land verhassten Biberman-Regime, ist es damit gelungen, nicht nur den zivilen Arm der ägyptischen Regierung zu destabilisieren, denn Scharaf, der Regierungs-Chef der ägyptischen Übergangs-Menschewiki, hatte ja bereits am Samstag seinen Rücktritt anbieten müssen, vermutlich auf Druck aus Washington DC.

Sondern es ist den zionistischen Agenten mit ihrer feigen und skrupellosen Aktion zudem auch noch gelungen, die gesellschaftlichen Kräfte in politischen Misskredit zu bringen, die die bewaffnete Front des neuen Ägyptens bilden müssten, wenn sie den Kampfautrag ernst nähmen, der ihnen von den siegreichen Revolutionären auf dem Tahrir-Platz erteilt wurde: Jene ägyptische Armee, die sich nun als Fest der Reaktion und Repression erweist, muss dringend in Volksbesitz überführt werden.

Auf den politischen Scherbenhaufen, den sie in Kairo hinterlassen haben, können die achtzig Zionist_innen, die noch am Samstag von ihrer völkerrechtswidrigen Luftwaffe nach Tel Aviv ausgeflogen wurden, redlich stolz sein: ihr Zersetzungs- und Zerstörungswerk in Ägypten ist vollbracht.

Indes ist es allein der Großzügigkeit und der an die Grenzen zur Selbstverneinung gehenden, sprichwörtlichen Toleranz des ägyptischen Volkes zu verdanken, dass der harte Kern des zionistischen „Widerstandes“, der sich in einem Bunker im achtzehnten Stockwerk des Botschafts-Gebäudes verschanzt hatte und sich nach Augenzeugenberichten zum finalen Amok-Lauf rüstete, nicht nur von den ägyptischen Streitkräften befreit wurde, sondern auch noch freies Geleit zum Flughafen bekam.

All dies, weiß sogar Hans-Christian Rößler vom Frontgeschütz der „liberalen“ Bourgeoisie, der F.A.Z., taten die aufrechten Revolutionäre aus Kairo, „um ihrem wachsenden Frust über die neue Führung Ausdruck zu verleihen“. Mit Antisemitismus hat das Ganze also wahrlich nichts zu tun, „denn mit der israelischen Botschaft hatten sich die Demonstranten nur ein Ziel gesucht“, weiß Rößler vorderhand.

Es war also alles gar nicht „so“ gemeint, wie man es den aufrecht revoltierenden ägyptischen Massen nun mit der Moralkeule – Sie wissen schon mit welcher – einzutrichtern versuchen wird, bloß weil sie den antifaschistischen Schutzwall gestürmt haben, der sie vor dem verderblichen Einfluss des Zionismus schützen sollte.

Entschlossen stellte sich der moralischen Relativierung der authentischen Volksbefreiung zuletzt der wackere deutsche Volks-Genosse mit Sitz an der Ericus-Spitze, Jakob „Ben Walser“ Augstein entgegen, und der muss schließlich wissen, wovon er spricht, wenn er sagt: Viel schlimmer noch als der Terror gewisser religiös verwirrter Kreise ist immer noch der Krieg gegen diesen Terror; nicht bloß völkerrechtswidriger, sondern moralisch verwerflicher ist der sowieso.

So in der Art schrieb Augstein jr. das zum zehnten Jahrestag von 9/11, und wenn nun wiederum von interessierter Seite versucht werden soll, den Antisemitismus politisch für die verlorene Sache des Zionismus zu instrumentalisieren, so zeigt sich, dass dieses Schein-Argument auf zunehmend wackeligem, gesellschaftlichen Boden steht, weil sowas einfach jedem gesunden Volksempfinden widerspricht, insbesondere aber dem deutschen.

Denn sechzig Jahre nach dem Sieg über den Faschismus hat das deutsche Volk unter der Führung der Partei der Arbeiterklasse und ihren progressiven Medien endlich zu erkennen gelernt, wer seine wahren Feinde sind: Die neoliberalen Kriegstreiber in London, New York und Paris, die sich unter dem Schlachtruf von Freedom & Democracy zusammengerottet haben, um unsägliches Leid über unseren ganzen Planeten zu bringen.

Das dürfen wir politisch bewussten und gesellschaftlich progressiven deutschen Volks-Genossen endlich wieder sagen und wenn wir uns für unsere Geschichte schämen, dann höchstens, weil wir trotz des erlittenen Unrechts solange das Maul gehalten haben, obwohl in Palästina ein ganzes Volk vernichtet wurde und wird.

Und das einzig und allein im unersättlichen Profitinteresse jener Freunde der Countrymusik, die nun eilig mit dem Düsenflugzeug aus Kairo abhauen mussten, nachdem sie ihr Zerstörungswerk vollbracht hatten, und das aufrecht-revolutionäre ägyptische Volk auf einem diplomatischen Scherbenhaufen sitzt.

Wenn nun wiederum die Kräfte des religiösen Wahns gesellschaftlich an Boden gewinnen, wenn es zu vielen weiteren Terroranschlägen kommen wird, wenn es Tote und Verletzte in ungeahnter Zahl geben wird, dann haben die Agenten des international operierenden Finanzkapitals sich das ganz alleine selbst zuzuschreiben.